< Zurück   INHALT   Weiter >

Bürgerbeteiligung

Im Zug der Demokratisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte ist die Beteiligung/Partizipation von Teilen der Bevölkerung an einzelnen Planungsprozessen und Entscheidungen, die sie betreffen, mittlerweile nicht nur akzeptiert sondern sie wird auch zunehmend mehr von Politik, Verwaltung und anderen Entscheidungsträgern gewünscht und praktiziert.

Das große Interesse und die rege freiwillige Beteiligung der Öffentlichkeit zeigen, dass die häufig zitierte Politikverdrossenheit, auf die man die oft sehr geringe Beteiligung bei Wahlen zurückführt, nicht gleichzusetzen ist mit einer fehlenden Bereitschaft zu gesellschaftspolitischem Engagement. „Je skeptischer es [das Volk] gegenüber der Regierungspolitik ist, desto stärker beteiligt es sich selber.“[1]

Im Kontext dieses Beitrags geht es nicht um die teilweise gesetzlich vorgeschriebenen formellen Verfahren und auch nicht um die verschiedenen Formen von Bürgerinitiativen, sondern um informelle Beteiligungsverfahren, die Entscheidungsträger initiieren.

Motive und Ziele sind divers. Identifikation der Bevölkerung mit dem jeweiligen Vorhaben und Akzeptanz von Entscheidungen, an denen sie mitgewirkt hat, gehören sicher zu den vorrangigen.

Nach den Anmerkungen zu den wichtigsten Grundlagen, Verfahren und Methoden im nächsten Abschnitt, werden Fallbeispiele von Bürgerbeteiligung aus unterschiedlichen kulturellen Bereichen in Schottland, Deutschland und Österreich kurz vorgestellt.

  • [1] Holger Backhaus-Maul zitiert von Tilmann Schulze-Wolf in “Kosten der Nicht-Beteiligung“, In: Manfred Schrenk (Hrsg.): CORP 2006, 11, “Internationale Konferenz zu Stadtplanung und Regionalentwicklung in der Informationsgesellschaft“, Tagungsband, Wien 2006, buergerbeteiligung.lpb-bw.de/onlineverfuegbar.pdf
 
< Zurück   INHALT   Weiter >