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Der Prozess

Ziel war, alle lokalen Diskussionen zu bündeln und vorhandene Ideen unter einer Moderation von außen weiter zu entwickeln, den Dialog mit Vertretern aus Kultur, Politik, Vereinen, Wirtschaft und Tourismus zu führen, die so entstandenen Zwischenergebnisse der Bevölkerung der Stadt vorzustellen und ihre Anregungen einzuarbeiten; danach mit den für einzelne Teilbereiche Verantwortlichen, realistische Umsetzungsziele zu diskutieren und weiter auszuarbeiten. Das Endprodukt mit den Empfehlungen sollte dem Stadtrat für die notwendige Beschlussfassung eines Umsetzungskonzepts vorgestellt werden.

1. Phase: Für die Statuserhebung wurden Einzelgespräche geführt mit Personen, die für die Burg Tittmoning arbeiten, mit Vertretern der Träger und mit Nutzern bzw. „Vermarktern“ der Burg zu den Stärken und Schwächen des aktuellen Burgbetrieb sowie den Wünschen und Visionen der Befragten.

Zur Präsentation der Ergebnisse und einem 10 Punkte-Programm für die Projektarbeit im Fürstenstock der Burg wurde breit eingeladen und die Ergebnisse der anschließenden Diskussion dem Bericht beigefügt.

2. Phase: Das Wechselspiel von Inputs und Arbeit mit den Beteiligten begann im Rathaus von Tittmoning mit einer verkürzten Zukunftswerkstatt Es gab zwar die Bereitschaft zu einer für die Teilnehmer ungewohnten Mitwirkung aber nur für eine Dauer von rund 3 Stunden. Unter dem Motto: „Was wünsche ich mir?

– Belebung und Visionen für die Burg“ erarbeiteten die 14 Teilnehmer – unter ihnen der Bürgermeister, der Kämmerer und drei Stadträte – in der „Ideenschmiede“ zu den drei Themen, die beim Ranking der Ergebnisse der voran gegangenen „Ideengenerator“ Phase die meisten Punkte bekommen hatten. Es gab teilweise sehr konkrete Vorschläge für Maßnahmen und damit auch Grundlagen für die Leitbildentwicklung, die als nächstes anzugehen war. Eine Projektgruppe, gleichzeitig Kernteam für die geplanten Themenworkshops, konnte gebildet und Hauptansprechpartner je Thema nominiert werden.

Der erste Leitbildentwurf entstand im LeitbildWorkshop und wurde im Verlauf der weiteren Workshops weiter entwickelt. Im ZielgruppenWorkshop wurde eine Lehrebefragung beschlossen. Die Auswertung der Fragebögen hat wichtige Erkenntnisse gebracht.

Bereits bei der Auftaktveranstaltung war beschlossen worden, das Leitbild und die darauf aufbauenden Vorschläge für Zielgruppen und Programmentwicklung einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen, und deren Beiträge einzuarbeiten. Das geschah bei der Veranstaltung „Mehr Leben auf der Burg Tittmoning“ im Braugasthof am Stadtplatz. Eingeladen wurde schriftlich, mit Inseraten und Plakaten in der Stadt. Eine kurze Projektbeschreibung und die Letztfassung des Leitbilds wurden verteilt, der Projektstand vorgestellt und dann begannen die Diskussionen im „Themen–Marktplatz“, einer Abwandlung des „WorldCafé“. Es gab viele Anregungen und Wünsche, die alle unter das „Dach“ des Leitbilds passten. Auch Maßnahmen für die Erhaltung der Burg wurden genannt und sehr konkrete Angebote zur aktiven Mitwirkung gemacht.

So gab es schlussendlich eine breite Basis für die Fortsetzung der Arbeit mit weiteren Themen-Workshops, Gruppendiskussionen und auch Einzelgesprächen. Der von der Projektgruppe frei gegebene Endbericht wurde dem Stadtrat erfolgreich präsentiert.[1]

3. Phase: Erarbeitung des vom Stadtrat beschlossenen Nachprojekts „Gesamtkonzept Burgbetrieb Neu & Umsetzungsplan“ mit Empfehlungen für die Implementierung in enger Zusammenarbeit mit der Projektgruppe.

Effekte:

Obwohl der Stadtrat sich nach der Präsentation auch mit diesem Konzept und den darin festgehaltenen Zielsetzungen einverstanden erklärt und beschlossen hat, dass die Vorschläge Zug um Zug umgesetzt werden sollen, wurden und werden aus finanziellen und personellen Gründen nur kleine Teilprojekte in Angriff genommen. Das gemeinschaftlich entwickelte Gesamtkonzept wird daher wohl erst in ferner Zukunft umgesetzt sein. Auch wenn es bedauerlich ist, dass sich die Ergebnisse dieses rund zweijährigen Prozesses nicht besser und rascher auf den Burgbetrieb auswirken können, so kann man doch festhalten, dass der Prozess von den Beteiligten als hilfreich und nützlich empfunden wird, und das Projekt „Burgbetrieb neu“ in der Stadt gut verankert ist.

Kulturentwicklungsplan neu für Linz [2]

  • [1] Siehe: “Die Tittmoninger sollen mit ihrer Burg leben. Dr. Goebl und Mag. Waltl stellen im Stadtrat die Ergebnisse des Euregio-Projekts vor“, in: Südostbayerische Rundschau auf: heimatzeitung.de für Altötting, Traumstein und Berchtesgadener Land, 14.10.1011
  • [2] 52Auf der Webseite der Stadt Linz ist der zweijährige Entstehungsprozess des neuen Kulturentwicklungsplans an Hand der relevanten Dokumente, die als Downloads zur Verfügung stehen, nach wie vor sehr gut nachvollziehbar. linz.at/kultur/2299.asp, linz.at/kultur/54578.asp. Siehe auch Anmerkung 7 und Anmerkung 31. In der Folge wird bei von genauen Verweisen abgesehen
 
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