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Kunstmuseen

Von Erfahrungen mit Kunstmuseen konnten nur wenige Schülerinnen und Schüler berichten. Mit der Schule werden vornehmlich (kultur)historische und naturkundliche Museen oder Sonderund Themenausstellungen besucht. Eine Ausnahme bildet bei den Gruppendiskussionen in den Schulen die 9. Klasse einer Gesamtschule, die sowohl die Escher-Ausstellung „Illusion und Wirklichkeit“ im Osthaus Museum als auch die ständige Ausstellung im Schumacher Museum besucht hat. Die Ausstellung mit den Arbeiten von Escher kam bei den Jugendlichen besser an als die abstrakte Kunst Emil Schumachers. „Da sind so ein paar Striche, und die sagen dann, das ist Kunst, doch das kann ich auch“, beschrieb ein Gesamtschüler. Das Gefühl, die gesehene Kunst nicht zu verstehen, äußert sich in Ablehnung. „Darstellende Kunst ist interessanter, da erkenne ich was, das verstehe ich“, erklärte eine Gymnasiastin (10. Klasse). „Escher, das ist wieder Kunst“, findet ein Mädchen. Ein Gymnasiast der 9. Klasse formuliert es so:

„Abstrakte Kunst mag ich nicht angucken, mehr wo was drauf ist. Ich mag die Bilder einfach nicht.“

Einige Gymnasiasten (9. Klasse) berichteten von einem Besuch des Schumacher Museums mit den Eltern. Ein Junge meinte: „Die bleiben überall stehen und gucken sich Bild für Bild an. Das war langweilig.“ Ein anderer Junge bezieht sich ebenfalls auf Schumachers Bilder: „Was soll der Sinn sein? Ich habe sie nicht verstanden. Das war langweilig.“ Ein Gymnasiast (10. Klasse) fasst es so zusammen: „Jedes Bild ist da gleich und alle Wände sind weiß“.

Ein anderer Schüler monierte, dass man im Kunstmuseum nichts anfassen darf. Auch hier wünschten sich die Jugendlichen selbst aktiv zu werden und sich über die Materialen der Kunst anzunähern. So schlägt ein Gymnasiasten (9. Klasse) vor: „Wenn der Maler mit Öl gemalt hat, dann auch mit Öl malen [zu wollen].“

Im Kontext mit dem Wusch nach „modernen Ausstellungen“ wurde der Begriff

„Street Art“ von den Jugendlichen genannt. „Street Art“ wird als Kunstform akzeptiert und stehen der Lebenswelt der Jugendliche nahe. Auch Ausstellungen die Fotografien zeigen wurden von den Schülern positiv bewertet. Die Jugendlichen wünschten sich keine speziellen Ausstellungen für Jugendlichen, sie wünschten sich jedoch junge Künstler im Museum „die noch leben“.

 
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