Partner

Während 40% bis 63% der NGOs keine ausgearbeitete Strategie haben, die für gute Linkage relevanten Zielgruppen Mitglieder, Basis und Öffentlichkeit zu erreichen, zeigen in Hinblick auf strategische Partner nur zwei PG3 strategische Defizite. Als elementare Strategiebestandteile benennen alle 18 NGOs den Versuch, passende Partner zu identifizieren und Kontakt herzustellen, um Synergien und eine Basis für Kooperationen zu finden. Die Strategien umfassen persönlichen Kontakt z.B. via Konferenzen (67%), gemeinsamer Netzwerke (17%) oder selbst organisierter Veranstaltungen (12%), genauso wie den indirekten und weniger verbindlichen Weg der Informationsverbreitung über andere Kommunikationskanäle, wie Website und E-Mail (50%). Jene sieben NGOs, die in den Medien wichtige Partner sehen, versuchen diese meist mittels Presse-Briefing oder der Bereitstellung relevanter Inhalte zu erreichen. Signifikante Variationen in der gewählten Strategie in Abhängigkeit der UV sind nicht erkennbar.

Im Vergleich zu den Stakeholdern Mitglieder, Basis und Öffentlichkeit ist nicht nur der Anteil derer, die eine Strategie haben, sondern auch derer, welche diese fast vollständig realisieren mit 50% (je drei PG2 und PG3 sowie vier PG4) wesentlich höher. Die unvollständige Implementation gründet neben dem Ressourcenmangel in spezifischen Umständen, wie einem fehlenden gemeinsamen Nenner der Organisationen oder der Tatsache, dass potenzielle Partner schlicht nicht auf die Bemühungen der NGO reagieren. Unterschiede nach Ausprägung der UV, obwohl angesichts der niedrigen Fallzahl nicht signifikant, zeigen sich nur für den Faktor „mangelnde Ressourcen“. Ein zu geringes Budget wird, wie schon bei den anderen Zielgruppen, von keiner PG4 genannt und auch fehlendes Personal wird im Vergleich von weniger NGOs dieser PG angeführt.

 
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