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2.1 Allianz: Data Governance und Datenqualitätsmanagement in der Versicherungswirtschaft

2.1.1 Unternehmensüberblick

Tab. 2.2 Kurzprofil Allianz

Allianz SE

Gründung

1890

Branche

Versicherungswesen, Finanzdienstleistungen

Unternehmenssitz

München, Deutschland

Rechtsform

Societas Europaea

Homepage

allianz.com

Umsatz (2013)

110,77 Mrd. EUR

Gewinn (2013)

6,34 Mrd. EUR

Mitarbeiter (2013)

147.627

Die Allianz SE ist ein weltweit agierendes Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in München[1]. 2006 entstand Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) als Tochterunternehmen aus einer Zusammenführung verschiedener Geschäftsbereiche der Marken „Global Risks“ sowie „Marine & Aviation“.

AGCS bietet Versicherungsdienstleistungen für Unternehmen in 160 Ländern an. Das Leistungsspektrum umfasst u. a. Risikotransfer und andere nicht-traditionelle Lösungen des Risikomanagements, Konzerneigene Versicherung, Claims Services und Internationale Versicherungen (Tab. 2.2).

AGCS operiert in einem stark regulierten Markt. Kritische Erfolgsfaktoren sind:

• Bestimmung der Höhe des Risikokapitals sowie Vorhalten der nötigen Liquidität, um für Force-Majeure-Versicherungsfälle gewappnet zu sein

• Maximierung der Gewinnmarge bei gleichzeitig ausreichender Höhe von Rücklagen für das Risikokapital

• Umsetzung und Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Auflagen (z. B. Solvency II

(EU 2009))

Voraussetzung für diese Fähigkeiten sind Daten in hoher Qualität, denn sie sind einerseits Input für die Berechnung des Risikokapitals und andererseits Basis für die Berichtspflicht im Rahmen von Solvency II. Die grundlegenden Zusammenhänge für die Berechnung des sogenannten Solvenzkapitals gemäß Solvency II stellt Abb. 2.1 dar.

Abb. 2.1 Solvenzkapitalstruktur nach Säule 1 von Solvency 2. (nach KPMG 2011, S. 11)

  • [1] Diese Fallstudie basiert auf der im CC CDQ durchgeführten Fallstudie Baghi und Abraham (2013)
 
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