Mobilität im ländlichen Raum: Status quo

Mobilitätsanforderungen sind je nach Regionstyp unterschiedlich. So steht auch der ländliche Raum im Bereich Mobilität vor eigenen Herausforderungen (BMVIT 2012, S. 20). Bevor diese nun näher erläutert werden, soll die Bedeutung des Begriffes ländlicher Raum für diesen Beitrag kurz geklärt werden.

Im Deutschsprachigen existiert keine einheitliche Definition des ländlichen Raumes und so werden je nach Themenstellung andere Kriterien bzw. Indikatoren für die Kategorisierung des ländlichen Raumes herangezogen. Die Regionaltypologie der OECD, welche als Hauptindikator die Bevölkerungsdichte verwendet, ist jedoch weit verbreitet. Entsprechend dieser Typologie unterscheidet man zwischen: überwiegend städtischen, intermediären und überwiegend ländlichen Regionen. In diesem Beitrag ist im Weiteren unter ländlicher Raum oder ländlicher Region die Summe der beiden Regionstypen überwiegend ländlich und intermediär zu verstehen, da eine Differenzierung für das weitere Verständnis des Beitrages nicht notwendig erscheint (Statistik Austria 2012; Krajasits 2008, S. 1). Etwa 90 % des Hoheitsgebietes der EU-27 zählen zum ländlichen Raum und ca. 58 % der EU-27-Bevölkerung leben in Regionen, die als intermediär oder überwiegend ländlich klassifiziert sind (Eurostat 2013). Um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhalten bzw. zu steigern, sind viele Faktoren wesentlich. Eine relevante Stellschraube ist dabei auch die Mobilität. So spielen Distanzen, Verkehrsanbindungen und Mobilitätsangebote eine entscheidende Rolle für die Attraktivität eines Standortes und die Lebensqualität der BewohnerInnen (Ökosoziales Forum 2014, S. 11). Im Bereich Mobilität steht der ländliche Raum jedoch vor zahlreichen Herausforderungen, die es zu lösen gilt.

 
< Zurück   INHALT   Weiter >