Was ist bei der Umsetzung von Carsharing im ländlichen Raum zu beachten?

Für die Forcierung von privatem Carsharing hat die Gemeinde verschiedene Möglichkeiten. Wie einer der befragten MobilitätsexpertInnen meinte, ist es dabei erfolgversprechend, wenn man die BewohnerInnen einer Siedlung oder einer Katastralgemeinde direkt anspricht und Information zu privatem Carsharing bereitstellt (vgl. I2, 25.09.2013). Durch moderne Informationstechnologie und Online-Plattformen für Carsharing wird das organisierte Autoteilen unter Privatpersonen vereinfacht. Die Vorstellung dieser Online-Plattformen im Rahmen einer Informationsveranstaltung kann die Nutzung von privatem Carsharing in der Gemeinde fördern. Aufgrund der Unwissenheit über die tatsächlichen Kosten des Pkw-Besitzes, die mitunter in der Bevölkerung herrscht, scheint es außerdem hilfreich, die Kosten von Pkw-Besitz und Carsharing transparent gegenüberzustellen und etwa im Rahmen eines Beitrages in der Gemeindezeitung der Bevölkerung zu vermitteln.

Hat man sich in der Gemeinde jedoch dazu entschlossen, die Bevölkerung nicht „nur“ zum privaten Carsharing zu motivieren, sondern ein eigenes, lokales Carsharing anzubieten, sind für die Umsetzung Fragen zur Organisation, zu den Finanzen und zur Technik zu klären. Dies veranschaulicht Abbildung 4. Wie der Initiator eines lokalen Carsharing-Angebotes im Bundesland Salzburg betont, ist jeder dieser drei Bausteine letztlich für den Erfolg von Carsharing mitverantwortlich.

Abb. 4 Drei Säulen für den Aufbau eines lokalen Carsharing-Modells (eigene Darstellung in Anlehnung an Kessler 2013a, S. 9)

Da es den Rahmen dieses Beitrages sprengen würde, nun auf jeden dieser drei Bausteine im Detail einzugehen, werden im Folgenden nur einige Punkte diskutiert, die für die Umsetzung des lokalen Carsharing-Angebotes wesentlich sind.

 
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