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3.2.4 Vermitteln

Das Vermitteln von Kunst ist eine der wichtigsten Funktionen des öffentlichen Museums. Durch die verschiedenen Ausstellungskonzepte, die kunsthistorischen Publikationen und museumspädagogischen Vermittlungsprogrammen werden unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. Die Zielgruppen lassen sich nach soziodemographische, geographische, psychographische Merkmale und Verhaltensmerkmale und Nutzungsvorstellungen einteilen. [1] Diese Marktsegmentierung zählt zu einer Marketingstrategie, um unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen zu erkennen und schließlich spezifische Angebote für die einzelne Besuchergruppen definieren zu können. [2] Mit einem zielgerichteten Angebot erfüllt ein Museum seinen Auftrag zur Bildung der Öffentlichkeit.

Eine Ausstellung ist als ein spezifisches Medium zu verstehen. Visuelle Kommunikation und Ausstellungsgestaltung stellen die Basis für Vermittlungskonzepte dar. Ein Ausstellungskonzept beruht auf einer Gesamtplanung, Recherche, Gestaltung und Formulierung von Textund Bildinformationen. Der Einsatz von Medien und die Kunstvermittlung in Form von Führungen, Veranstaltungen und pädagogischen Programmen sind von wesentlicher Bedeutung. [3]

In immer wieder neuen thematischen Zusammenhängen können die Sammlungsobjekte gezeigt und in unterschiedlichsten Ausstellungskonzepten betrachtet werden. Durch Ausstellungskataloge, öffentliche Vorträge oder Ausstellungsführungen werden verschiedenen Besuchergruppen Kunstobjekte näher gebracht. Über Vermittlungsformen, die heute schriftlich, persönlich oder digital sein können, begegnen die Besucher dem künstlerischen Original. Durch den Kulturauftrag fördern Museen die öffentliche Wertschätzung künstlerischer Objekte. Ohne die Institution Museum wären diese möglicherweise verloren oder würden vergessen werden. [4]

Die Kunstvermittlung findet in Sonderund Dauerausstellungen statt. Auf Basis unterschiedlicher Ausstellungskonzepte spricht das moderne Museum bestimmte Themen und verschiedene Besuchergruppen gezielt an. Im Folgenden werden die Unterschiede dieser beiden Ausstellungstypen herausgestellt.

  • [1] Vgl. Günter u. Hausmann 2012, S. 42.
  • [2] Vgl. a.a.O., S. 40.
  • [3] Vgl. Deutscher Museumsbund 2006, S. 14.
  • [4] Vgl. Konrad 2008, S. 35 f.; Zweite 2009, S. 23.
 
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