Mareike und Marlen: Nationale Sozialistinnen mit feministischen Ansprüchen?

Im östlichsten Zipfel Thüringens, im Altenburger Land, sind zwei der führenden Akteurinnen des Mädelrings Thüringen beheimatet. Jener Frauenkameradschaft, die bei "Freund" und "Feind" für Irritationen sorgt, weil sie es ist, die 2006 Thesen zum "Nationalen Feminismus" zur Diskussion stellt (vgl. Röpke/Speit 2008: 129–130; vgl. Eder 2008).

"Deutsche Frauen wehrt euch – gegen das Patriarchat und politische Unmündigkeit", mit diesem für nationale Kreise geradezu revolutionären Slogan wirbt der Mädelring Thüringen seit 2003 für mehr weibliches Engagement in Reihen der Neonazis. Verlinkt wird die Website der Frauenkameradschaft zunächst ausschließlich von einem bekannten Nazi aus Jena: André Kapke, Gewalttäter und berüchtigtes Mitglied des "Thüringer Heimatschutzes", einem Kameradschaftsbündnis, das in Thüringen seit Mitte der 1990er Jahre für rechtsextremen Terror steht (vgl. Hübner 2001). Kapke ist es auch, der presserechtlich für einen Werbeflyer des Mädelrings verantwortlich ist. [1] Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat der Mädelring beim so genannten "3. Thüringentag der nationalen Jugend" am 29. Mai 2004 in Saalfeld (Verfassungsschutzbericht Thüringen 2004: 90–91).

Eine Kontaktaufnahme zum Mädelring gestaltet sich unerwartet einfach. Eine Reaktion erfolgt prompt. Rieke, die "Pressesprecherin" des Mädelrings, damals kurz vor dem Abitur stehend, gibt Antworten, offene und oftmals, in ihrer Eindeutigkeit und Klischeehaftigkeit, nachgerade groteske.

Auf die Frage, was denn nun das Volk sei, was man mit einer "Reinhaltung des Blutes" und ähnlicher Floskeln meine, sagt sie:

"Ich glaube, wenn ich eine Bluttransfusion von einer anderen Rasse bekommen sollte, würde ich schon ablehnen. Es wäre ein komisches Gefühl zu wissen, dass nun mein Blut vermischt wäre. Die Seele des Menschen liegt im übertragen Sinne schon im Blut. Aber vor allem liegt sie im eigenen Volk und zu diesem gehört nun einmal das Blut." (Korrespondenz mit der Autorin, 22. 10. 2004)

Beim Mädelring ist man froh über potentielle Interessentinnen, auch wenn diese explizit nicht nationalsozialistisch eingestellt sind. Dieser verräterische Begriff rutscht ihr raus, als sie spontan auf eine Mail antwortet. Nationalsozialistisch? In der Öffentlichkeit präsentieren sich Neonazi-Gruppierungen, die dem sozialistischen Flügel der NSDAP um die Gebrüder Strasser huldigen, unter dem Label "Nationale Sozialisten". Auch der Mädelring Thüringen zählt zu diesem Flügel und schreibt auf seiner Website: "Der Mädelring Thüringen ist ein Zusammenschluss aktiver nationaler Sozialistinnen, die den Befreiungskampf speziell in Thüringen, unterstützen möchte." [2] Intern wird der ideologische Bezugspunkt oft eindeutiger formuliert und so begrüßt der Mädelring seine Leserinnen und Leser im "Informationsheft des Mädelring Thüringen", Ausgabe 1/2004, mit einem donnernden "Heil euch, Kameradinnen und Kameraden!"

Auch die Bezeichnung Mädelring kommt nicht von ungefähr, hat er doch seine Verwurzelung im Nationalsozialismus und in den Strukturen des Bundes Deutscher Mädel (BDM). Gleichwohl wird Rieke beteuern, man sei keineswegs altbacken, sondern jung und modern. "Wir unterscheiden uns in keinerlei Weise von anderen Jugendlichen", sagt sie und unterstreicht, "dass wir uns im Grunde auch gegen das

›Altbackendasein‹ wehren". Mit "Proll-Glatzen", die ideologisch nicht gefestigt sind, Rechts-Sein für "in" halten, die ihrer Meinung nach nur blind draufschlagen, will sie nichts zu tun haben. Und weil sie sich von dieser Klientel, die sie abfällig "Kunden" nennt, distanziert, trifft sie in ihrem Umfeld auf Akzeptanz. In der Schule, in der alle ihre rechtsextremen Positionen kennen, schätzt man ihren Intellekt und fragt nicht so genau nach. Schließlich ist Rieke keine Schlägerin …

Rieke – und mit ihr der Mädelring – bewegt sich zudem in einem Zirkel junger Leute, die ihren Hass auf das System mit modernen Mitteln transportieren. Altenburg gilt szeneintern als Hochburg des NS-Hardcore mit einer Vielzahl von Bands, die schnelle harte Rhythmen rassistisch unterlegen und die – eine Albtraum-Vorstellung für völkische Traditionalisten – auch noch englisch singen (vgl. Dornbusch/ Raabe 2006: 40–44). Eine alte Ideologie zeitgemäß verpackt. Von Teenagern, denn diese stellen das Gros der Szene in Altenburg und auch den Kern des Mädelrings. Gesellschaftlich ausgegrenzt sind weder die jungen Frauen des Mädelrings, noch die mit ihnen aufs Engste verbundenen, lokalen Akteure der "Freien Kameradschaften". Im Altenburger Raum, einer Region, die wirtschaftlich abgehängt ist, jahrelang Spitzenreiter bei den Arbeitslosenquoten in der Bundesrepublik war, unterscheidet man nicht immer so ganz genau, wenn geschimpft wird auf die Entwicklung nach der Wende. Linke und rechte Positionen vermischen sich, gerade dann, wenn beide behaupten "antikapitalistisch" zu sein. Auf diesem Nährboden einer schleichenden Akzeptanz auch extrem rechter Positionen, gedeiht der Mädelring.

Hinzu kommt, dass Freunde der Kameradinnen Haftstrafen wegen Körperverletzung in der Jugendvollzugsanstalt Hohenleuben absitzen und die "Mädels" es sind, die sich jenseits der schwedischen Gardinen um Außenkontakte kümmern. Vor diesem Hintergrund durchlaufen sie einen Emanzipationsprozess. Sie lernen sich in rechtsextremen Strukturen zu bewegen und entwickeln ein eigenes Selbstbewusstsein als Akteurinnen der Szene.

Rieke erklärt, dass sich die Arbeit des MRT keineswegs gegen Männer richte. Man wolle nicht gegeneinander, sondern miteinander kämpfen:

"Natürlich stellen wir uns gegen Typen, die uns als Frauen bevormunden wollen und ein chauvinistisches Verhalten an den Tag legen, aber unsere Arbeit richtet sich keineswegs gegen den Mann im Allgemeinen, sondern soll der Frau dienen, aus ihrem Käfig auszubrechen und auch aktiv zu werden." (Korrespondenz mit der Autorin, 7. 10. 2004)

Die "Frauenfrage" ordnet der MRT eindeutig dem gemeinsamen Kampf für Volk und Vaterland unter. Es geht den Kameradinnen weder um Geschlechteregalität noch um emanzipatorische Ziele, sondern darum, in den eigenen Reihen politisch anerkannt und wahrgenommen zu werden.

Auch inhaltlich möchte sich der Mädelring keineswegs auf Frauenthemen festlegen. "Die MRT Arbeit zielt nicht nur auf Frauenthemen", sagt Rieke.

"Ich lehne das kategorisch ab. Natürlich sprechen wir im internen Kreis auch über spezielle Frauenangelegenheiten, aber unsere externe Arbeit besteht in erster Linie darin, dass wir die Öffentlichkeit zu aktuellen politischen und sozialen Themen aufklären. Unser Frauenthema Nr.1 ist nach wie vor, wie bekommen wir unsere Frauen dazu, aktiv am politischen Kampf mitzuwirken." (Korrespondenz mit der Autorin, 27. 10. 2004)

Ein Hervortreten aus dem Schatten der Männer soll nicht zuletzt durch eigenständige Demonstrationen, angemeldet von Frauen des MRT, in die Tat umgesetzt werden.

"Viele reine Frauenkameradschaften verkriechen sich und arbeiten lieber im Rahmen der Thematik Brauchtum. Wir dagegen wollen uns aktiv am politischen Kampf beteiligen, d. h. Infostände durchführen, im Umweltschutz aktiv werden, nicht nur zu Demos fahren, sondern auch selber welche organisieren." (Korrespondenz mit der Autorin, 22. 10. 2004)

Für Samstag, den 27. November 2004, meldet der Mädelring Thüringen unter dem Label "Mädelbund Schmölln" einen Infotisch und Lampionumzug unter dem Motto

"Licht ins Dunkel der Staatskassen bringen – keine Agenda 2010" in Apolda an. Daraus wird ein Fackelmarsch mit 60 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Im Aufruf und der Berichterstattung der braunen Szene kommen die Frauen des MRT so gut wie gar nicht vor. Für Rieke, die sehr viel Energie in die Veranstaltung gesteckt hat und im Vorfeld stolz ankündigt, bald sei von ihren Aktionen zu lesen, ist dies im Nachhinein jedoch kein Grund zur Aufregung. Sie nimmt es hin, dass sich Männer exponieren, denn intern sei schon klar, wer selbige Demonstration organisiert habe. Schließlich sei man ja nicht profilierungssüchtig. Auf der Demo sprechen zwei Männer und Rieke.

"Wir haben kein Auswahlkriterium wer sprechen darf und wer nicht, es kommt darauf an, ob er sprechen kann bzw. ob er sich mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Da ist es mir persönlich egal, ob Männlein oder Weiblein. Es gibt zudem nur wenige Frauen, die sprechen, da muss man zwangsläufig männliche Kameraden einspannen. Wir kooperieren mit jedem, der gegenüber uns gut gesinnt ist. Da gibt es einige oder besser gesagt, ich kenne nur wenige Typen, die unsere Aktionen verlachen, der Rest ist positiv überrascht und findet es klasse was wir machen." (Korrespondenz mit der Autorin, 29. 10. 2004)

Einbezogen ist die Frauenkameradschaft in das "Nationale und soziale Aktionsbündnis Mitteldeutschland (NSAM)", [3] das im April 2004 eine Kampagne gegen die "Agenda 2010" und die damit verbundenen Arbeitsmarktreformen, bekannt als "Hartz IV", startet. Hier ist es insbesondere Marlen Pucknat, die sich stark engagiert und an der Konzeption der rechtsextremen Kampagne wesentlichen Anteil hat. Die Kameraden zollen ihr, der ideologischen Hardlinerin, dafür hohen Respekt. Mädelring und lokale Aktivisten, die sich mitunter so unverfängliche Tarnnamen wie "Schöner Wohnen Altenburger Land" geben, starten Anti-Agenda-Wochen in Ostthüringen. Zwischen den 3. und 6. August 2004 bauen die KameradInnen Infotische in Altenburg, Meuselwitz, Schmölln und Lucka auf. Die Resonanz der Bevölkerung ist jedoch eher gering. Nur wenige, vorwiegend ältere Leute, nehmen das braune Propagandamaterial mit. Der Mädelring resümiert:

"Die Umerziehung hat auch hier deutliche Spuren hinterlassen. Das Desinteresse für politische Themen und auch die Gleichgültigkeit gegenüber der Volksgemeinschaft befinden sich derzeit auf dem Höhepunkt. Deshalb müssen wir durch gezielte Aktionen wie der Öffentlichkeitsarbeit, versuchen immer mehr deutsche Bürger auf unsere Seite zu ziehen. Gerade im Ostthüringer Raum muss dahin gehend noch einiges geschehen. Das Volk muss erkennen, dass wir ihre Probleme und Sorgen ernst nehmen und dass wir eine Alternative bieten können. Doch dies geschieht nur, wenn wir volksnah sind und für sozial Schwache, beispielsweise eintreten, indem wir uns in sozialen Einrichtungen engagieren oder die Menschen durch gezielte Propaganda aufklären." [4]

Das hier eingeforderte "volksnahe" Engagement in sozialen Einrichtungen, wird von der rechtsextremen Szene heute auf vielfältige Weise praktiziert – man geht in Altersheime, bietet Hausaufgabenhilfe an, unterhält Beratungsstellen für Hartz IV-Betroffene, engagiert sich in Vereinen, etc. Und es sind gerade auch Rechtsextremistinnen, die ganz gezielt in Ausbildungszweige und Studiengänge gehen, die später eine Arbeitsstelle im sozialen Bereich versprechen. Von Marlen Pucknat heißt es, sie habe eine Stelle als Jugendsozialarbeiterin angestrebt.

Ohnehin sind einige Veränderungen im Leben von Rieke und Marlen eingetreten: Rieke hat 2005 ein Studium aufgenommen. Im gleichen Jahr bekam sie ihr erstes Kind. Auch Marlen ist mittlerweile Mutter. Vor diesem Hintergrund verschiebt sich die Tätigkeit des Mädelrings. Er tritt weniger öffentlich in Erscheinung, sondern als Organisator von Mutter-Kind-Treffen. Ein Szenekundiger kommentiert: "Die machen jetzt einen auf deutsche Mutter".

Sicherlich ist es nicht zuletzt die veränderte Lebenssituation, die Rieke dazu veranlasst, 2006 einen Artikel zu schreiben, der für Furore sorgt: "Nationaler Feminismus – Ein Paradoxon?" In der Tat ist das, was sie zu Papier bringt und auf der Website des Mädelrings veröffentlicht, widersprüchlich. Sie fordert einerseits ihre Mitstreiterinnen dazu auf, sich den Feminismus anzueignen und für die Gleichberechtigung von Frauen auf allen gesellschaftlichen Gebieten einzutreten. Andererseits grenzt sie sich deutlich ab von der Emanzipationsbewegung der 1970er Jahre. Ihr "nationaler Feminismus" kommt bildlich gesprochen auf Samtpfoten daher. Wissend, dass selbst vorsichtige Bemühungen, um eine Veränderung des Frauenbildes in rechtsextremen Kreisen, einen beinahe revolutionären Touch haben, schreibt sie an die Adresse der Kameradinnen und Kameraden gerichtet:

"Um voreiligen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, weisen wir darauf hin, dass sich unser Frauenbild nicht gegen die Männer richtet, wie die Emanzipationsbewegung in den 70er Jahren. Es geht uns nicht um die Männerwelt, sondern um das Selbstverständnis der Frau. Denn nur wenn wir dazu in der Lage sind uns im öffentlichen Raum zu reproduzieren, werden wir auch ernst genommen und chauvinistische und sexistische Ansichten verlieren ihren Nährboden."

Gewissermaßen auf halber Strecke steckenbleibend, erweist sich auch die Kritik am überkommenen "Frauenbild, das vor allem im Dritten Reich geprägt worden ist". Dieses sei nicht mehr im vollen Umfang vertretbar, eine übertriebene Stilisierung der Mutterrolle müsse vermieden werden, heißt es, um dann gleich wieder klarzustellen:

"Es ist unsere völkische Pflicht, Kinder zu bekommen". Übergeordnetes Ziel der Emanzipationsbestrebungen und aller Verbalradikalität des Mädelrings ist und bleibt der gemeinsame Kampf für Volk und Vaterland. Der Mädelring möchte ein neues Frauenbild schaffen, nämlich das der politischen Soldatin. Auf gleicher Augenhöhe mit den Kameraden sollen "nationale" Frauen kämpfen gegen den demokratischen Staat und für eine rassistisch fundierte Volksgemeinschaft.

Noch ist die Zeit nicht reif für solche Ansätze, wie die Frauen des MRT erfahren müssen. Ihre Thesen zum "Nationalen Feminismus" treffen in den eigenen Reihen auf Unverständnis, chauvinistische und sexistische Sprüche. Gerade die Hitleristen unter den Neonazis fühlen sich vom Mädelring auf den Schlips getreten.

"Ich habe weder in den Schriften von Gertrud Scholz Klink noch sonst irgendwo etwas von der Unterdrückung der Frau gelesen. Ich finde es also überflüssig, so etwas wie einen

›nationalen Feminismus‹ zu forcieren. Dessen bedarf es nicht und zweitens bringt diese Sache die Gefahr mit, dass es missverstanden wird und sich irgendwann wirklich der gemeinschaftsschädigende Feminismus unter unseren Frauen breit macht",

kommentiert ein damals führender NPD-Funktionär im Mitteldeutschen Gesprächskreis der NPD. [5]

Auch wenn der rechte Mainstream nach wie vor nichts von Feminismus wissen will, so sind es (junge), gebildete Frauen wie Marlen und Rieke, die mit ihren vermeintlich progressiven Ideen zur Modernisierung des Rechtsextremismus beitragen. Die Hoffnung, ein hoher Bildungsabschluss und die Aufnahme eines Studiums würden bei Rieke einen Wandel der politischen Gesinnung herbeiführen, erweist sich als trügerisch.

"Glaube kaum, dass mich ein Studium von meinen politischen Ansichten abbringen könnte. Ich bin zwar schon sehr gespannt auf das was da kommen möge, aber meine Weltanschauung ist zu tief in mir verwurzelt",

sagt sie 2005. Statt ihr rassistisches Weltbild zu revidieren, hat sie neue Erfahrungen und Erkenntnisse integriert in ihre braune Ideologie. Im Mai 2009 gründen Rieke und ihre MitstreiterInnen die Initiative "Free Gender", die sich auf die Fahnen schreibt, den vermeintlichen "Genderterror abschaffen" zu wollen, der angeblich von einer Politik des Gender Mainstreamings ausgehe und naturgegebene Geschlechteridentitäten zerstöre. Gender Mainstreaming gehöre, so raunen die AktivistInnen in verschwörungstheoretischer Manier, zu den wichtigsten Waffen einer "Volkstodpolitik der Demokraten":

"Der tatsächliche Hintergrund des Gender (sprich: dschender) Mainstreaming, die Abschaffung der natürlichen Geschlechterrolle von Mann und Frau und damit die bewusste Zerstörung der traditionellen Familienstruktur als kleinste Zelle der sozialen und biologischen Identität unseres Volkes, wird durch blumige Umschreibungen – wie beispielsweise der Gleichberechtigung der Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen – von den Verantwortlichen stets bewusst verschleiert." [6]

Abgesehen von der entlarvenden Volkstod-Rhetorik, die den braunen Bodensatz deutlich werden lässt, kann die "Free Gender"-Initiative mit ihrer Kritik am Konzept des Gender Mainstreaming an Diskurse anknüpfen, die nicht nur am "rechten Rand" geführt werden. Als Politologin kennt Mareike Bielefeld die Argumentationslinien von Gender-KritikerInnen, lädt sie ideologisch auf und webt sie ein in Vorträge und Informationsschriften. 2012 wird es still um die Initiative "Free Gender". Die Homepage wird eingestellt, ebenso die Vortragstätigkeit. Mareike Bielefeld und ihre GesinnungsgenossInnen haben, so scheint es, andere Probleme, die im Zusammenhang mit den polizeilichen Ermittlungen zum Unterstützerumfeld des "NSU" stehen dürften.

  • [1] Mädelring Thüringen (2003/2004): Wer wir sind und was wir wollen. o. J.
  • [2] Website des Mädelrings Thüringen, Rubrik: "Wer wir sind" (Zuletzt abgerufen am 2. 5. 2008). Die Homepage des MRT war bis vor einiger Zeit zu erreichen unter: maedelring.tk. Seit August 2008 ist dies nicht mehr der Fall, was aber nicht zwingend als ein Indiz für die grundsätzliche Abschaltungen der Website oder gar Auflösung des Mädelrings genommen werden darf. Im Verfassungsschutzbericht 2007 des Landes Thüringen taucht der Mädelring nicht mehr namentlich auf, was einem Rückgang der Aktivitäten dieser Frauenorganisation entspricht.
  • [3] Beim NSAM handelte es sich um einen überregionalen, losen Zusammenschluss von "Freien Kameradschaften" aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, SachsenAnhalt, Sachsen und Thüringen (vgl. Grumke/Klärner 2006: 88–92).
  • [4] Informationsheft des Mädelring Thüringen (2004): Ausgabe I/04. Altenburg. 5.
  • [5] Patrick (Wieschke) am 26. 06. 2006 im Mitteldeutschen Gesprächskreis der NPD Thüringen. Wieschke, ehemaliger Landesgeschäftsführer der NPD in Thüringen und zeitweilig in der NPD-Zentrale in Berlin betraut mit Wahlkampforganisation, meint die Reichfrauenführerin Gertrud ScholtzKlink.
  • [6] Quelle: netzwerkmitte.com/nachrichten/15.11.2010.html (zuletzt eingesehen am 10. 02. 2014)
 
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