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Kurze Verläufe – kleine Bedarfe?

Die Beraterinnen wurden nach ihren Vorstellungen gefragt, weshalb die Opferberatung mehrheitlich als Kurzzeitberatung in Anspruch genommen wird. In dieser Frage wird implizit meine eigene Konstruktion von gewaltbetroffenen Frauen ersichtlich, nach der diese in der Regel einen höheren und vielseitigen Bedarf an Beratung, Begleitung und Unterstützung haben, welcher am besten bei professionellen Hilfen aufgehoben wäre. Diese Vorstellung war bei der Lokalisierung des Angebots Opferberatung bei etablierten Beratungsstellen und eben nicht in einer neuen, speziell geschaffenen Einrichtung richtungsweisend. Frauen sollten dadurch die Möglichkeit bekommen, neben der spezifischen Beratung nach einem Platzverweis einen niedrigschwelligen Zugang zu weiteren Hilfen zu erhalten (siehe: Kap. 5.2). Folgende Erklärungen und Deutungsmuster werden in den Interviews hörbar:

• Die Konzeption der Opferberatung ist auf eine kurze Erstberatung ausgerichtet:

Kernaussage dieses Deutungsmusters ist: Das Angebot der Opferberatung beschränkt sich konzeptionell auf eine kurze Krisenintervention. Es passt daher nur zu bestimmten Bedarfen im Zusammenhang mit der Krise, welche sich aus Gewaltvorfall und Platzverweis ergibt. Weitere Bedarfe benötigen ein neues Angebot.

Insbesondere zwei Beraterinnen wiesen darauf hin, dass die Opferberatung als Erstberatung konzipiert wurde, welche einen Umfang von maximal drei Beratungskontakten vorsieht. [1] Dieses Zeitfenster bestimmt den Beratungsverlauf. Die Klientin – so die Beschreibung – wird darüber informiert und stellt sich darauf ein, die Beraterin „arbeitet darauf hin“ (B 4, Abs. 92), oder wie es die Zweite beschreibt „blockt ab (...) auf etwas Intensiveres einzugehen“ (B 1, Abs. 129). Diese zuletzt zitierte Beraterin vereinbart in der Regel keinen Folgetermin direkt im Anschluss an das Erstgespräch, sondern fragt ausschließlich, ob sie nochmals anrufen darf. Damit signalisiert sie der Klientin erst einmal, dass die Erstberatung hier enden kann. Sollte ein weiterer Termin gewünscht werden, hat die Klientin im nachfolgenden Telefonat den Wunsch nach einem weiteren Ge-

spräch zu formulieren. Beide Expertinnen betonten die Wichtigkeit, bei einem ihnen höher erscheinenden Bedarf die Klientin auf das Angebot der psychosozialen Einzelberatung der Trägereinrichtung hinzuweisen.

Von Bedeutung für diese Begrenzung kann die Auffassung einer der beiden Beraterinnen sein, nach der zwei zentrale „Pfeiler“ (B 4, Abs. 51) des Lebens der Frauen durch einen Platzverweis erschüttert werden: die Partnerschaft und die wirtschaftliche Existenzgrundlage. Im Vordergrund stehen für sie dadurch „existenzielle, zeitnahe Fragen“ (B 4, Abs. 55) im Zusammenhang mit diesen brüchig gewordenen Grundfesten. Für die Behandlung von zeitintensiveren Themen, wie die Gewaltaufarbeitung, ist direkt nach dem Gewaltvorfall in der Opferberatung weder der richtige Raum noch der richtige Zeitpunkt. Diese Realitätskonstruktion beeinflusst die Strukturierung des Beratungsverlaufs. Aus ihr entwickelt sich eine Priorisierung der Themen und Unterstützungsbedarfe, welche in der Erstberatung nach einem Platzverweis zu klären sind. Möglich ist – wie oben bereits angeführt –, dass die Verbalisierung bestimmter Themen einer Betroffenen nur insofern berücksichtigt werden, dass sie an einen anderen Ort verwiesen werden, nicht weil sie der Befragten als unwichtig erscheinen, sondern weil sie ihres Erachtens zu einer ersten notwendigen Stabilisierung der erschütterten Lebenssituation nicht beitragen. Das Folgeangebot der Einzelberatung, welches sich der Krisenintervention anschließen kann, wird von einer Interviewten als ein explizit neues Angebot beschrieben. Sie vertritt den Standpunkt, dass für dessen Inanspruchnahme eine neue Entscheidung erforderlich ist:

„Die Frauen sind in der Krisensituation offen für Beratung, aber das heißt noch lange nicht, dass sie sich auf einen langfristigen Beratungskontakt einlassen. Das würde noch mal eine NEUE Entscheidung erfordern. So würde ich das sehen. Ich lass mich nochmals ganz anders auf einen Menschen, auf mein Gegenüber ein. (...) Ich bin ja auch in dieser Opferberatung sehr aktiv, ja, als Gegenüber, als Beraterin. Ich gebe Informationen, ich frage ab, ich gebe ganz alltagspraktische Unterstützungen. In der Beratungssituation sieht das noch mal ganz anders aus. Da müssen die Frauen wirklich auch (...) in einen Reflektionsprozess und auch Veränderungsprozess einsteigen wollen. Dafür ist eine neue Entscheidung glaub ich notwendig und nicht einfach so gegeben.“ (B 4, Abs. 96-98)

Das Zitat macht deutlich, dass die Beraterin die Bereitschaft der Frauen, die Opferberatung nach einem Gewaltvorfall in Anspruch zu nehmen, nicht mit einem Wunsch und Bedarf nach einem länger währenden, psycho-sozialen Beratungsprozess gleichsetzt. Dieser kann da sein oder nicht, oder er kann während der Krisenintervention wachsen. Durch die Betonung der Wichtigkeit, dass Frauen eine „neue Entscheidung“ treffen, setzt sie in ihrer Arbeit eine Zäsur und macht die Unterschiedlichkeit von kurzfristiger Krisenintervention und längerfristiger psycho-sozialer Beratung deutlich. Der Kontakt zwischen Klientin und Beraterin in diesen beiden Beratungsformen ist unterschiedlich: Während in der Krisenintervention sie diejenige ist, die „sehr aktiv“ ist, ist in einem längerfristigen psycho-sozialen Beratungsprozess die Arbeit der Klientin an sich gefordert: Hier bedarf es ihrer Bereitschaft, in einen Reflektionsund Veränderungsprozess der eigenen Person einzutreten.

• Nicht Beratung, sondern Information dominieren den Bedarf vieler Frauen in einer Krise:

Kernaussage dieses Deutungsmusters ist: Der wesentliche Bedarf vieler Frauen nach einem Platzverweis besteht in der Vermittlung gezielter Informationen zur Bewältigung der akuten Krise. Dieser Bedarf kann in einem oder wenigen Beratungskontakten gestillt werden. Diese Frauen scheinen entsprechend der Befragten über ausreichend psychische und soziale Ressourcen zu verfügen, so dass eine intensivere Beratung oder Begleitung weder notwendig noch gewünscht ist. Eine der Interviewten beschrieb hinsichtlich trennungsentschlossener Frauen:

„Ich gebe dann einfach nur noch mal so einen kleineren Impuls: „das ist okay, der Weg [der Trennung, Anm. Verf.], den Sie eingeschlagen haben, ist okay“, und schau wo fehlen noch Informationen, sind es rechtliche Infos oder was braucht die Frau noch. Und diese Frauen

Gehen Dann Auch Ihren Weg. Es ist ja nicht so, dass alle sich immer nur im Kreis drehen.“ (B 5, Abs. 73)

Die Beratung dient hier der Bestärkung des gefällten Entschlusses der Lösung der Partnerschaft und der Informationsvermittlung, wie dieser in die Praxis umgesetzt werden kann. Möglicherweise über das Erstgespräch hinausgehende nachfolgende Kontakte dienen meist der Rückfrage, ob auf dem „Weg“ neue Fragen aufgetreten sind und weitere Unterstützung benötigt wird. Bei Frauen, welche sich „im Kreis drehen“ wird dagegen auf einen längerfristigen Bedarf an Beratung geschlossen und sie erhalten das Angebot weiterführender Hilfen.

• Frauen, die bleiben, lassen sich selten auf längere Beratungsprozesse ein:

Kernaussage dieses Deutungsmusters ist: Frauen, die in der Beziehung bleiben, haben häufig einen hohen Beratungsbedarf, welcher mehr auf einer längerfristigen Begleitung denn auf kurzfristiger Krisenintervention liegt. Starke Barrieren verhindern jedoch die Inanspruchnahme eines längeren Beratungsprozesses. Manche Beraterin berichtete von ihrer Erfahrung, dass viele Frauen, welche die Partnerschaft fortsetzen, ausschließlich ein Erstgespräch in Anspruch nehmen. Diese Frauen waren entweder von vornherein entschlossen, die Partnerschaft aufrechtzuerhalten, oder sie benannten Trennungsabsichten, welche sie kurz nach dem Erstgespräch wieder fallen ließen, oder sie zeigten sich unentschlossen und blieben daher. Das Angebot eines weiteren Termins wird abgelehnt, sobald die Entscheidung gefallen ist, die Partnerschaft fortzusetzen.

„Also ich frag die Frauen immer wenn dann die Beratung zu Ende ist, ob ich noch einmal anrufen darf für einen Folgetermin. Und wenn sie DANN den Mann wieder rein gelassen haben, und das ist immer – immer mit: was sag ich jetzt, also mach ich sie nieder, so so schambesetzt – das sind immer ganz witzige, für mich witzige Telefonate, weil da immer so zögerlich zuerst mal kommt, was sag ich jetzt dazu. Und wenn sie dann merken, ich bewerte es erst mal gar nicht, dann geht ´s wieder. Aber so dieses mit der Scham, „wir probieren ´s noch mal“ und dann dieses Zögern am Telefon: was sag ich jetzt.“ (B 1, Abs. 67)

In diesem Zitat kommt zum Ausdruck, dass die Befragte Unsicherheit bei den Frauen wahrnimmt, welche sich nach dem Erstgespräch für die Fortsetzung der Partnerschaft entschieden haben. Sie deutet das Zögern der Frauen am Telefon als Scham und Sorge vor Geringschätzung durch die Beraterin, weil sie sich gegen eine Trennung entschieden haben. Die Mitteilung, der Partnerschaft noch eine Chance zu geben, scheint den Frauen nicht leicht über die Lippen zu kommen. Das Telefongespräch kommt wieder in Fluss, wenn die Frau merkt, dass die Beraterin ihre Entscheidung nicht negativ bewertet. Dennoch wird von ihr als auch anderen Beraterinnen berichtet, dass weitere Kontakte bzw. Angebote nicht gewünscht werden.

Interessant ist an dieser Erzählpassage, dass die Frauen – der Erfahrung der Beraterin zufolge – überhaupt meinen, dass diese Information der Antwort

auf die Frage der Beraterin nach einem weiteren Unterstützungsbedarf vorangestellt werden muss. Wie kann diese Reaktion gedeutet werden? Bedeutet „wir probieren ´s noch mal“, dass kein weiterer Gesprächsbzw. Unterstützungsbedarf besteht? Ist die Antwort ein Ausdruck für die Vorstellung von Frauen, die Opferberatung diene ausschließlich Frauen mit Trennungsabsichten? Verrät die Antwort etwas über die mögliche Deutung der Haltung der Beraterin durch die Frau, wonach der Beraterin eine Trennung vom Partner als die vernünftigste Lösung erscheint – trotz deren Versicherung, dass es ausschließlich um ihre Entscheidung geht und sie die Expertin ihres Lebens ist? Ist das Zögern und die Scham ein Zeichen dafür, dass Frauen annehmen, sie enttäuschen mit ihrer Entscheidung die Beraterin, welche ihr doch im Erstgespräch Möglichkeiten des Schutzes vor Gewalt und eines Lebens als getrennte Frau engagiert aufgezeigt hat? Oder ist die Antwort ein Zeichen für eine Barriere hinsichtlich der Inanspruchnahme von Hilfen, die gerade dann wieder wirksam wird, wenn eine Hinwendung zum gewalttätig gewordenen Partner stattfand?

Es zeigt sich hier eine Parallele zu Ergebnissen aus Untersuchungen insbesondere im Rahmen von Frauenhäusern aus den 90er Jahren. So verlassen Frauen das Frauenhaus nicht selten nachts oder am Wochenende wenn keine Mitarbeiterin im Haus ist – vermutlich auch, um einem Gespräch über diesen Entschluss aus dem Weg zu gehen. Frauen, welche zum Mann zurückgekehrt sind, halten kaum mehr Kontakt zum Frauenhaus und nehmen selten nachgehende Hilfen in Anspruch (vgl.: Brandau u. a. 1990: 78f). Eine Rückkehr zum Mann scheint im Widerspruch zu den Zielsetzungen der Frauenhäuser zu stehen – und daran ändert auch die Botschaft der Mitarbeiterinnen nichts, Frauen sollen und dürfen sich frei entscheiden, welcher Weg für sie der richtige ist (vgl.: Nini u. a. 1995: 94; Hagemann-White in: Frauenhauskoordinierung e.V. 2003: 12; Brückner 1991 zit. nach Du Bois u. a. 2000: 324f). Dieser erlebte Widerspruch lässt sich möglicherweise auf die starke Prägung der gesellschaftlichen Konstruktion von häuslicher Gewalt durch das Modell der Gewaltspirale zurückführen.

Es ist wahrscheinlich, dass diese aufgezeigte Problematik im Zusammenhang mit der Beratung nach einem Platzverweis noch verschärft ist. Während Mitarbeiterinnen Frauenhausbewohnerinnen ermutigen, sich Zeit zu nehmen um in Ruhe nachzudenken, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen, arbeiten Beraterinnen in der Opferberatung unter dem Einfluss des knappen Zeitfensters des Platzverweises. Es ist ihre Aufgabe, gewaltbetroffenen Frauen die Möglichkeit des nahtlosen Schutzes der Interventionskette zu erläutern, welche jedoch deren schnelles Handeln erfordert. Die Frage „bleibe ich oder gehe ich?“ erhält in der Opferberatung eine besondere Brisanz (vgl.: Helfferich u. a. 2004: 59).

• Unwägbarkeiten, Umbrüche und Barrieren stehen längeren Beratungsverläufen entgegen:

Kernaussage dieses Deutungsmusters ist: Der Beratungsbedarf gewaltbetroffener Frauen ist in der Regel hoch. Verschiedene, der Beraterin oft unbekannte Einflüsse oder die Instabilität der aktuellen Lebenssituation stehen aber einem längeren Beratungsverlauf entgegen.

Eine Beraterin beschäftigte sich im Interview stark mit der Frage, weshalb sich Beratungsverläufe meist auf ein bis zwei Sitzungen beschränken. Sie suchte nach einer Antwort, weshalb sich in vielen Fällen nichts „Längerfristiges“ (B 3, Abs. 86) herstellen ließ, obwohl ihrem Eindruck nach im Erstgespräch ein hoher Unterstützungsbedarf offensichtlich wurde und sich der Kontakt zwischen ihr und der Klientin positiv gestaltete. Aufgrund der Möglichkeit erneuter akuter Gefährdungslagen sind für sie unklare Kontaktabbrüche der Klientinnen problematisch. Sie fragt sich...

„...was ist da looos? Was ist da passiert? Und – und man weiß es gar nicht. Oder manchmal auch ein bisschen unbefriedigend, grad wenn ich den Eindruck hab, jetzt hab ich den Kontakt, von MEINER Seite empfind ich das ist ein guter Kontakt und dann wird das wieder abgesagt. Also – frustrierend manchmal auch für mich persönlich, dass ich da jetzt einfach gelernt hab anders damit umzugehen, jetzt nachdem ich das ein PAAR Mal erlebt hab. Es ist ein relativ unsicheres Klientel, unsicheres Terrain. So empfind ich das, weil bei den anderen EFL – Geschichten [Ehe-, Familienund Lebensberatung, Anm. Verf.], wenn ich da sag:

„bitte, wenn Sie Termine absagen müssen, bitte sagen Sie es 24 Stunden vorher oder vielleicht noch früher, damit wir den Termin dann belegen können noch mal“, dann halten die sich in der Regel daran. Und da ist es ein bisschen anders.“ (B 3, Abs. 102)

Die Praxis ließ sie einige Aspekte kennenlernen, welche sie mit Erstaunen als Erklärungsansätze heranzieht: so überraschte es sie, wie viele ihrer Klientinnen ihren Wohnort wechselten. Eine von ihr versandte schriftliche Einladung zur Teilnahme an der Frauengruppe kam vielfach wieder zurück, weil die Frauen zwischenzeitlich verzogen waren. Auch erfuhr sie von einer Klientin, dass diese vor der Inanspruchnahme des Beratungsangebots erst die Erlaubnis ihrer Eltern einholen musste. Sie beschrieb, immer wieder auf solche ihr fremden Faktoren zu stoßen, welche ihrer Deutung entsprechend Beratungsverläufe verhindern können. Die Klientel der Opferberatung zeichnet sich für sie dadurch aus, dass sie oft nicht in der Lage ist, sich auf eine verbindliche Beratungsbeziehung einzulassen. Es ist in ihren Augen eine „unsichere Klientel“ (B 3, Abs. 102) und Beratungsverläufe werden für sie damit kaum planbar.

Die Konstruktion gewaltbetroffener Frauen, auf welcher diese Erfahrung beruht, ist die der Unterstützungsbedürftigkeit: Häusliche Gewalt beschädigt die psychische und körperliche Gesundheit. Misshandelte Frauen haben regelmäßig einen hohen Bedarf an Hilfe, der einen längeren Beratungsprozess erfordert. Zu der Erfahrung, dass Frauen das Angebot einer fortlaufenden Unterstützung erst begrüßen, aber nicht unbedingt darauf eingehen, kommt der Aspekt der Wechselhaftigkeit. Gewaltbetroffene Frauen kommen, öffnen sich und gehen in Kontakt – Frauen verschwinden, brechen den Kontakt ab und verschließen sich wieder. Ihre Inanspruchnahme von Hilfen ist unkalkulierbar. Ein Handlungsmuster, das sie aus dieser Erfahrung abgeleitet hat, ist, dass sie versucht diese Frauen telefonisch zu erreichen, zum einen, um zu erfahren, was zu dem Nichtzustandekommen des Folgetermins führte, und zum Zweiten, um einen weiteren Termin anzubieten. Oft schlägt beides fehl: sie erfährt weder einen ihr verständlichen Grund, noch wird die Fortsetzung der Beratung explizit gewünscht. Gründe, welche sie für das Nichteinhalten eines Termins erhält, erschienen ihr oft fragwürdig. Sie wundert sich oftmals, weil „vergessen, (...) so viel los“ (B 3, Abs.

82) oder; „das Kind sei krank“ (B 3, Abs. 52) meist nicht nur als Entschuldigung angeführt werden, sondern Frauen im Zuge dieser Nachfrage auch keinen Ersatztermin vereinbaren wollen. Sie sieht einen hohen Unterstützungsbedarf, vermutet aber, dass ihrem Angebot häufig starke Einflüsse entgegenstehen.

  • [1] Die Anzahl von maximal drei Beratungsterminen pro Klientin war in erster Linie Berechnungsgrundlage für die Kostenermittlung im Vorfeld des Projekts. Im ersten Jahr des Projekts wurde darauf geachtet, diese Zahl nicht zu überschreiten. Als jedoch deutlich wurde, dass der finanzielle Rahmen nicht vollständig ausgeschöpft wurde, wurde die Begrenzung auf drei Termine innerhalb des Arbeitskreises aufgehoben.
 
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