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4.3 Evaluationsergebnisse pädagogischer Projekte und Materialien zur Thematik

In einer Expertise evaluierten Meister et al . (2011) Webseiten im Internet mit Angeboten zur Vermittlung und Förderung von Werbekompetenz . Untersucht wurden Projekte, die sich direkt an Kinder wenden, als auch Projekte, in denen die Sensibilisierung pädagogischer Fachkräfte und Eltern angestrebt wird . Mittels eines sechsstufigen Analyseverfahrens wurden die Konzeptionen der einzelnen Projekte unter pädagogischen Kriterien begutachtet[1] und die Optimierungspotenziale der Projekte herausgearbeitet . Insgesamt wurden für die Expertise 19 Projekte evaluiert .

Die Ergebnisse der Recherchen verdeutlichen, dass in Deutschland ein relativ breites Spektrum von Materialien zur Förderung der Werbekompetenz vorhanden ist (Meister et al . 2011) . Diese werden von zentralen öffentlichen Einrichtungen wie beispielsweise den Landesmedienanstalten oder Verbraucherzentralen zur Verfügung gestellt . Sie reichen von einfachen Materialsammlungen über Unterrichtsmaterial mit konkreten Ablaufplänen bis hin zu mehrtägigen Workshops, zielgruppenspezifischen Internetportalen oder Materialkoffern für den Einsatz in Kindergärten . Hinsichtlich der Zielgruppe zeigt die Expertise, dass sowohl Materialien für Eltern als auch für Lehrer und Erzieher verfügbar sind . Die Analyse der einzelnen Projekte deckt gleichwohl auch Defizite auf, die überwiegend auf einer pädagogisch-qualitativen Ebene zu verankern sind . Schwachstellen und Optimierungspotenzial sind in folgenden Bereichen erkennbar:

Neueste (Online-)Werbeformen werden selten aufgegriffen: Die bereitgestellten Materialien werden vielfach nicht aktuell gehalten und verweisen auf einen Entstehungszeitpunkt, der einige Jahre zurück liegt, in dem eher klassische Werbeformen im Fokus standen .

Handlungsempfehlungen fehlen vielfach: Konkrete Vermittlungsstrategien bzw . Handlungsempfehlungen zur Förderung der Werbekompetenz sind eher selten, womit ein Transfer in die medienpädagogische Bildungsarbeit erschwert wird . Homogene Zielgruppenansprache eher selten: Häufig ist die Altersspanne zu weit gefasst (beispielsweise für Heranwachsende von fünf bis 13 Jahren) . Zudem sind die Zielgruppen oftmals nicht eindeutig definiert, sodass der Einsatz der Materialien in der Praxis erschwert wird .

Didaktische Konzeption der Materialien oftmals nicht zielgruppenadäquat:

Didaktisch sind die Projekte teilweise nicht zielgruppenspezifisch genug umgesetzt. Eine spezifische, altersgemäße, multimediale und aktuelle Formate berücksichtigende Ansprache wird häufig nicht konsequent umgesetzt.

  • [1] Zur Auswahl der Projekte und Vorgehensweise des Analyseverfahrens siehe Meister et al . (2011)
 
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