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3.2 Rekrutierung der Experten

Im Rahmen der Tagung rekrutierten wir den Hauptbestandteil unserer Experten. Die Ansprache verlief problemlos. Jede Person, die wir rekrutieren wollten, händigten wir eine kurze Projektbeschreibung mit unserer Kontaktadresse aus. Wir sprachen acht Experten an und versendeten an diese individualisierte Anschreiben, in denen wir unser Anliegen formulierten und beispielhafte Interviewfragen integrierten. Hier hatten wir ein besonderes Augenmerk darauf, dass die für uns relevanten Fragen einen sowohl allgemeinen als auch engen, d.h. fachspezifischen Bezug zum Interviewpartner haben. Es ließen sich im Rahmen der Tagung von acht aktiv angesprochenen Experten vier Experteninterviews realisieren. Durch Empfehlung eines Experten ermöglichte sich ein weiteres Interview. Zusätzlich kam ein Interviewpartner hinzu, der nicht im Rahmen der Tagung rekrutiert wurde. So haben wir insgesamt sechs Experteninterviews durchgeführt. Regional waren diese Interviews überwiegend im norddeutschen Raum angesiedelt, dies lässt sich auf die Tagung in Greifswald und die dadurch entstandenen Kontakte zurückführen. Diese regionale Zentrierung ist im Rahmen von Experteninterviews zu vernachlässigen, da es sich hierbei nicht um eine repräsentative Zufallsauswahl handelt, sondern um qualitative Experteninterviews. Unser Expertenpool besteht aus forschenden Medizinern der Endokrinologie bzw. Diabetologie, Genetik bzw. Individualisierten Medizin, Medizinethik, Gendermedizin, Präventionsforschung und Psychologie. Somit haben wir ein breites Spektrum der Wissenschaft mit den führenden Forschern in Deutschland in unser Forschungsprojekt aufgenommen. Da die Projektkosten seitens der Projektteilnehmer privat getragen wurden, war es wichtig, aus Kostengründen die Interviews in einem Zuge durchzuführen, daher erwies sich die regionale Zentrierung als Vorteil. So konnten diese Interviews innerhalb von drei aufeinanderfolgenden Tagen realisiert werden. Lediglich das letzte Interview musste außerhalb dieses Zeitraums geführt werden, was allerdings kein Problem darstellte, da dieses in der Nähe stattfand.

Zusagen und Absagen

Insgesamt wurden zehn Interviewanfragen per E-Mail versendet, davon konnten sechs Experteninterviews realisiert werden, somit ergibt sich eine Quote von 60 Prozent. In acht von zehn Fällen, haben wir eine Erinnerungsmail zu unserer Interviewanfrage senden müssen. Unmittelbar nach der zweiten E-Mail wurde uns eine Zubzw. Absage erteilt. In zwei Fällen kamen begründete Absagen, ansonsten keine Antwort. Die Terminvereinbarung verlief problemlos und kooperativ.

 
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