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3.5 Intervieweindrücke

Aus vereinzelten Gründen der Anonymität wird in diesem Abschnitt lediglich ein genereller Gesamteindruck der Experteninterviews wiedergegeben. Sämtliche Interviews waren sehr angenehm, es gab keine negativen Ausnahmen. In manchen Fällen mussten wir bis zu 15min warten, was allerdings nicht zu Zeitdruck im Interview führte. Zwei Interviews wurden durch häufiges Telefonklingeln und Telefonannahme unterbrochen, die Interviewpartner baten um Rückruf. Die Interviews konnten immer wieder nahtlos weitergeführt werden. Die Interviewpartner entschuldigten sich für die kurzen Unterbrechungen. In zwei Fällen wurde großzügig Kaffee und Kuchen serviert, auffällig an diesen Interviews war, dass die Atmosphäre besonders gemütlich und harmonisch war, aber andererseits häufiges Einlenken seitens des Interviewers notwendig war, um wieder die Aufmerksamkeit und Konzentration auf die Fragen und Antworten zu lenken. Alle Interviewpartner signalisierten Interesse am Thema und an unserem Projekt. Die Bandbreite des Interesses variierte zwischen den einzelnen Interviewpartnern und auch im Verlauf des Interviews. In einem Interview konnten wir zu Beginn ein vorsichtiges Abtasten unseres Wissensstandes und Themas registrieren. Dieses Verhalten löste sich zunehmend im Verlauf des Interviews auf, denn der Interviewer konnte dem Interviewpartner neben einer kompetenten Gesprächsführung auch fundierte Kenntnisse über das betreffende Fachgebiet vermitteln. So konnte das Interview umfassende und detaillierte Informationen liefern.

3.6 Transkription

Sämtliche Interviewaufzeichnungen wurden nun im nächsten Schritt in Textform umgewandelt. Hierbei handelt es sich um einen der zeitaufwendigsten Arbeitsschritte im Projekt. Es existiert keine allgemeingültige Transkriptionsregel (vgl. ebd., S. 193). So formulierten wir unser System, welche wir konsistent anwendeten. Im Rahmen unseres Projektes ist es weniger wichtig, wie etwas gesagt wird, sondern was gesagt wird.

1. Die Interviewer werden mit I1, I2 und I3 markiert. B ist der Interviewpartner. Wechselt der Sprecher, wird ein Absatz eingefügt. Wenn es sich um kurze sprachliche Einwürfe des nicht sprechenden Gesprächspartners handelt, wird das Gesprochene in Klammern in den Text des Sprechers eingefügt. Z.B. B: „So kann man das Ganze dem Leser deutlich machen (I1: Ja, das verstehe ich), damit es nicht zu Missverständnissen kommt“.

2. Die Satzform wird trotz syntaktischer Fehler beibehalten. Auch Redewendungen und grammatische Eigenheiten werden beibehalten. Wenn beispielhafte Passagen in den Endbericht aufgenommen werden, korrigieren wir diese.

3. Nach 15 min. Transkript wird dies mit (15:00) vermerkt. Jede weitere Viertelstunde folgt eine neue Markierung (30:00) usw.

4. Ausschließliche Verwendung der Standardorthographie und Verzicht auf literarische Umschrift.

5. Nichtverbale Aspekte wie Stottern, Husten, Lachen und Räuspern werden nur dann transkribiert, wenn es für die transportierte Information unabdingbar ist. z.B. ((lacht auf)); ((zögernd)); ((husten)). Wird ein Wort betont ausgesprochen, haben wir es folgendermaßen transkribiert: Betont. Wird ein Wort laut gesprochen, wird es LAUT geschrieben.

6. Unterbrechungen werden vermerkt.

7. Unverständliche Passagen werden markiert. D.h. wenn ein Wort fehlt oder es unverständlich ist, wird dies mit // gekennzeichnet. Wenn ein vermutetes Wort eingesetzt wird, wird es mit (?Wort?) gekennzeichnet.

 
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