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3.4 Inwertsetzung einer Brachfläche

Das selbstbestimmte ASH-Projektseminar „Ökologischer leben“ arbeitete 2012/2013 mit dem Ausbildungsträger Kids & Co., dem Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade, zahlreichen kooperierenden Einrichtungen sowie Bürger/innen zusammen, um die temporär gemeinschaftlich zu nutzende Freifläche „Helle Oase“ als Raum für Erholung, Sport, Spiel und gärtnerische Aktivitäten zu gestalten. Die Fertigstellung des Vorhabens innerhalb des viersemestrigen Seminars war nicht möglich, sodass im Prozess Projektbausteine entwickelt wurden, die sowohl einen strukturierten Lernprozess als auch die weitere Kontinuität über das Seminar hinaus gewährleisteten. Zahlreiche Teilnehmer/innen des Seminars leisteten ihr studienbegleitendes Praktikum im Rahmen dieses Projekts ab. Für eine Studentin hat sich daraus eine berufliche Perspektive ergeben. Den Abschluss des Seminars bildete eine gemeinsame ausführliche Evaluation des Projekts. Heute wird deutlich, dass es für die Einrichtungen nicht einfach ist, über eine solche Initiative hinaus, weitere Praktikant/innen zu gewinnen. Unter der regelmäßig sich erneuernden Studierendenschaft muss immer wieder neu auf die Chancen und Gelegenheiten im Bezirk hingewiesen werden. Seit Sommersemester 2014 werden an der ASH deshalb in Zusammenarbeit mit den Partner/innen im Kooperationsforum jedes Semestser „Spazierblicke“ für Erstsemester und Gaststudierende aus dem Ausland veranstaltet.

3.5 Vernetzung von internationalem und lokalem Engagement und Wissen

Nachdem über drei Jahre lang Studierende der ASH die Gemeinwesenarbeit in einem Dorf in Brasilien u.a. durch die soziale Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen zu Themen des Orts mitentwickelt haben, wurden 2009-2012 die brasilianischen Projektpartner/innen (Studierende der begleitenden Partneruniversität sowie Jugendliche des Dorfs) nach Marzahn-Hellersdorf eingeladen, um dort ihrerseits mit Kindern in belastenden Lebenslagen zu arbeiten (vgl. Höllein/ Rios/Viana 2012). Aufschlussreich für die Beteiligten war gerade die „Befremdung“ des scheinbar Bekannten im translokalen Kontext, namentlich die Überraschung, dass es vergleichbare Problemund Risikolagen in einem brasilianischen Dorf und im Bezirk einer deutschen Großstadt geben kann, die in einem mitteleuropäischen Kontext allerdings in anderer Form erscheinen und denen anders begegnet wird; wechselseitig befruchtend ist gerade der so entstehende „(be-)fremde(te) Blick“ sowie der notwendige gemeinsame Lernprozess und Austausch darüber, wie mit den sozialen und pädagogischen Herausforderungen im jeweiligen Kontext gearbeitet werden kann (Völter/Soares/Gobira/Küster 2011).

Solche Projekte können bislang jedoch nur außerhalb des Curriculums, mit relativ hohem persönlichen Engagement sowie Einsatz von Drittund Eigenmitteln realisiert werden.

 
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