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3.6 Wissenschaftscafés, Ringvorlesungen und Ringvorführungen

Eine besondere Lehrund Lernform im Bezugsrahmen Stadtteil stellen die Wissenschaftscafés, die öffentlichen Ringvorlesungen und Ringvorführungen dar, die im Rahmen des Master Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik veranstaltet werden. Ausführende sind Studierende des Master, die – meist über das Kooperationsforum koordiniert – gemeinsam mit Initiativen des Stadtteils ein aktuelles schwer lösbares Thema der Zivilgesellschaft bestimmen, mit dem professionelle Helfer/innen vor Ort oder auch der Bezirk oder zivilgesellschaftliche Initiativen umzugehen haben (wie z.B. die Vertreibung von Mieter/innen mit geringen Einkommen aus den Innenstadtbezirken an die Ränder der Stadt oder Arbeit mit Eltern in Kita und Schule, Kinderarmut etcpp.). Bei einem Wissenschaftscafé[1] wird nach einem kurzen Input durch eine/n Expert/in – moderiert durch Studierende mit anwesenden Anwohner/innen, professionell Engagierten, Studierenden, Hochschullehrenden und Politiker/innen zum Thema diskutiert, der/die inputgebende Expert/in steht dabei weiter zum Austausch zur Verfügung. Bei einer Ringvorlesung tragen in verschiedenen Veranstaltungen Expert/innen zu unterschiedlichen Themen vor. Im Format der Ringvorführungen wählen die Studierenden Dokumentarfilme zu aktuell brisanten Themen aus Zivilgesellschaft und/oder Berufswelt aus. Diese werden öffentlich gezeigt und im Anschluss mit Expert/innen und Publikum diskutiert.

Nicht immer ist es leicht, zu diesen Formaten viele Menschen einzuladen. Die Lebendigkeit und Qualität der Diskussion sowie die Lernerfahrung der Studierenden zeigen aber, dass es sich lohnt, diese diskursive Form von Vermittlung wissenschaftlicher und (berufs-)politischer Themen zu wählen.

3.7 Kooperation für eine Willkommensund Teilhabekultur

Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf wurde im Sommer 2013 eine erste Unterkunft für Asylbewerber/innen eingerichtet, eine U-Bahn-Station von der Hochschule entfernt. Gemeinsam mit dem Bezirk, vielen Einrichtungen und Initiativen vor Ort sowie der Heimleitung der Unterkunft engagiert sich die ASH Berlin für die Etablierung einer Willkommensund Teilhabekultur für Asylbewerber/innen und Migrant/innen. Dies geschieht durch Stellungnahmen in der Presse und Spendensammlungen ebenso wie durch die Einladung an Asylbewerber/innen, das ASHComputerzentrum zu nutzen ebenso wie durch die Veranstaltung von regulären Seminaren innerhalb der Asylbewerber/innenunterkunft in einem für die ASH zur Verfügung gestellten Raum. Es finden Projekte von Studierenden und Lehrenden für Asylbewerber/innen und ihre Kinder statt, Spazierblicke für Bewohner/innen der Unterkunft, Studierende haben gemeinsam mit der Initiative „Hellersdorf hilft e.V.“ ein Ladenlokal Laloka für Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen eröffnet. Die Hochschulleitung prüft, ob Asylbewerber/innen für ein reguläres Studium an der ASH aufgenommen werden können. Das Engagement der Hochschulangehörigen schließt auch den Aufruf zu und die Teilnahme an Demonstrationen gegen neonazistisch und rassistisch motivierte Aufmärsche ein. Das gemeinsame Engagement von Kommune und Hochschule hat sich als wirksam erwiesen und wird wechselseitig als überwiegend positiv wahrgenom-men.

3.8 Förderung der Partnerschaft durch Dritte

Im November 2014 hat der Stifterverband die ASH Berlin für das Projekt

„P.F.o.r.t.E.“ im Rahmen des Programms „Campus & Gemeinwesen“ ausgewählt. Die Antragsteller/innen haben nun die Gelegenheit, mit Unterstützung einer dafür finanzierten 0,25-Stelle Projekte zwischen Hochschule und Bezirk zu dokumentieren, zu vernetzen und Ideen für fundierte nachhaltige soziale Innovationen zu entwickeln. Ebenso fördert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung derzeit ein studentisches Projekt, u.a. zur Erstellung einer Datenbank von entsprechenden Projekten zwischen ASH und Bezirk.

  • [1] Vgl. das erste Wissenschaftscafé in Marzahn-Hellersdorf: berlin.de/ba-marzahn- hellersdorf/aktuelles/presse/archiv/20110328.1705.337746.html
 
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