< Zurück   INHALT   Weiter >

6.4.2 Typ 2 – Die Transformierten

Dieser Typ des Kommunikationsmanagements ist dadurch gekennzeichnet, dass die Professionalität des Kommunikationsmanagements im Sinne eines strategischen Kommunikationsmanagements unterdurchschnittlich ausgeprägt ist, gleichzeitig die Organisationen im Laufe ihres bisherigen Lebens ein überdurchschnittliches Maß an Veränderungen des Kommunikationsmanagements erfahren haben.

Datenauswertung

Der Stellenwert der Kommunikation ist in Organisationen dieses Typs eher niedrig bis mittel: bei 37,5 Prozent (n=8) der Organisationen ist er eher bis sehr hoch, was aber immer noch höher als bei Organisationen des ersten Typs ist. Der Geschäftsführer der Organisation hat auch hier durchgehend (100 Prozent, n=8) einen eher großen bis sehr großen Einfluss auf die Kommunikationsstrategie, doch dasselbe trifft – anders als bei den Organisationen des ersten Typs – auch auf den Kommunikationsmanager in den Organisationen zu.

Die Markenbildung für die Clusterorganisation und -region ebenso wie das Anlocken von Talenten sind im Vergleich mit dem Durchschnitt aller Organisationen unterdurchschnittlich häufig ein wichtiges oder sehr wichtiges Ziel, das die Kommunikation strukturiert (vgl. Abbildung 18).

Abbildung 18: Kommunikationsziele in Organisationstyp 2

n (Mittelwert) = 112; n (Typ 2) = 8

Lobbying für staatliche Unterstützung, Förderung von Kooperationsprojekten und Internationalisierung sind Ziele, die von der Bedeutung her im in etwa im Durchschnitt aller Clusterorganisationen liegen. Wachstum der Clusterorganisation und Vernetzung der Clustermitglieder sind hingegen herausgehobene Ziele.

PR-Maßnahmen, die auf eine Berichterstattung in Print, Online oder Rundfunk abzielen, spielen genau wie Social Media überdurchschnittlich häufig keine Rolle (vgl. Abbildung 19). Onlinekommunikation, direkte Kommunikation von Angesicht zu Angesicht und Veranstaltungen liegen von der Bedeutung her etwa im Schnitt aller Clusterorganisationen. Corporate Publishing wird hingegen etwas häufiger als im Durchschnitt in Organisationen dieses Typs eingesetzt.

Mit 62,5 Prozent (n=8) hat die Mehrzahl der Organisationen dieses Typs eine Mitgliederzahl, die über 50 liegt (Durchschnitt: 53,6 Prozent, n=112). Ebenso sind 37,5 Prozent (n=8) als Vereine organisiert, die von den Clustermitgliedern gegründet wurden, was ebenfalls etwas höher als im Schnitt liegt (32,1 Prozent, n=112). 50 Prozent (n=8) der Organisationen sind zudem bereits in der Reifephase (Durchschnitt: 44,6 Prozent, n=112). Bei der Gebietsgröße sind mit 50 Prozent (n=8) Organisationen dieses Kommunikationstyps vergleichsweise häufig grenzüberschreitend aufgestellt (Durchschnitt 17,0 Prozent, n=112), zudem hat sich bei 50 Prozent (n=8) der Gebietsbezug erweitert im Lebenslauf der Organisation. Die Finanzierung ist bei 37,5 Prozent (n=8) der Organisationen dieses Typs rein privat finanziert (Durchschnitt 22,3 Prozent, n=112). Organisationen dieses Typs kommen mit 62,5 Prozent (n=8) häufig aus Westeuropa (Durchschnitt: 52,7 Prozent, n=112).

Abbildung 19: Einsatz von Kommunikationsinstrumenten in Organisationstyp 2

n (Mittelwert) = 112; n (Typ 2) = 8

 
< Zurück   INHALT   Weiter >