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Vorwort

Dieses Buch bietet eine Einführung in die vergleichende Analyse der politischen Systeme in Südostasien. Die analytische Perspektive ist auf die politischen Strukturen, Akteure und Prozesse in den elf Staaten der Region gerichtet. Es werden sowohl Demokratien als auch Autokratien untersucht. Das erschwert den Systemvergleich, hat aber den Vorzug der Vollständigkeit und bietet die Möglichkeit, auf die Begriffe, Theorien und Konzepte der vergleichenden Demokratienund Autokratien-Forschung zuzugreifen.

Das Buch ist aus politikwissenschaftlicher Perspektive geschrieben. Es ist seinem Wesen nach keine landeskundliche, kulturoder geschichtswissenschaftliche Abhandlung. Es ist jedoch hoffentlich mehr als eine Einführung in die politischen Systeme Südostasiens. Es greift den neuesten Stand der politikwissenschaftlichen Forschung auf und bietet eigenständige empirische Analysen. Als gemeinsamer Fluchtpunkt der verschiedenen Länderanalysen dient die Frage nach den Ursachen und Perspektiven demokratischer Transformation und autokratischer Persistenz in der Region. Damit können große Teile dieses Buches auch als Beitrag zur vergleichenden Systemlehre gelesen werden.

Geschrieben wurde es für Studierende und Lehrende der Politikwissenschaft, die eine einführende und vertiefende Betrachtung der südostasiatischen Systeme wünschen. Es ist aber auch für Wissenschaftler geschrieben, die an einer systematischen Darstellung von demokratischen und autoritären politischen Regimen in Asien interessiert sind. Es kann darüber hinaus von politischen Entscheidungseliten, Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit und Journalisten mit Gewinn gelesen werden.

Dieses Buch hat eine lange Entstehungsgeschichte. Die Fertigstellung des Manuskripts hat sich mehrfach verzögert und viel zu lange gedauert. Dem Verlag sei für seine Geduld gedankt. Dank schulde ich auch meinen Studierenden, Mitarbeitern und den Kollegen am Institut für Politische Wissenschaft. Den Studierenden bin ich zu Dank verpflichtet, da ich in meinen Lehrveranstaltungen an ihnen mit verschiedenen Versionen der Texte „experimentieren“ durfte, sowie für ihre kritischen Nachfragen und meist hilfreichen Anmerkungen. Meinen Mitarbeitern Christina Fehling, Tanja Eschenauer, Bastian Herre und Annika Thee möchte ich für Recherchedienste und für die editorische Arbeit danken. Mit Philip Lorenz habe ich das Kapitel zu Indonesien, mit Stephan Giersdorf das zu Malaysia verfasst. Ihnen verdanke ich darüber hinaus wertvolle Hinweise und konstruktive Kritik zu weiteren Teilen des Buches. Ferner möchte ich meinen Kollegen am IPW danken, ohne die das Institut nicht das wäre was es ist: Ein Hort der theoretisch informierten, empirisch vergleichenden Politikwissenschaft und ein Ort, an dem es sich trefflich forschen, schreiben und lehren lässt. In ganz besonderer Weise aber danke ich meinem Lehrer, Mentor und Freund Wolfgang Merkel. Ihm ist dieses Buch gewidmet.

Heidelberg im Februar 2015 Aurel Croissant

 
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