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Kontrastive Vergleiche der Eckfälle auf der Basis der generierten Kodes

Nachdem die Einzelfallanalyse der ersten beiden Eckfälle abgeschlossen ist, werden alle generierten Kodes mithilfe der Strategie des maximalen Vergleichs kontrastiert. Dabei werden Kodes, die ähnliche Phänomene beschreiben zu Kodeclustern gefasst, aus denen sich schließlich Kategorien ableiten lassen. Nach Beendigung der Einzelfallanalysen des dritten und vierten Eckfalls erfolgt eine Überprüfung und Modifizierung bzw. Verdichtung der bisher entwickelten Kodecluster und Kategorien mithilfe der generierten Kodes der letzten beiden Eckfälle. Bis dato bestehende Kodecluster werden aufgelöst, indem sie zu Kategorien zusammengefasst werden bzw. – im Falle, dass sich im Vergleich der vier Eckfälle keine Relevanz für die sich abbildende Theorie herauskristallisiert – werden diese bei der weiteren Analyse nicht mehr berücksichtigt. Am Ende dieses Arbeitsschrittes steht der Forscherin eine Fülle von Kategorien zur Verfügung, welche die Basis für die weitere Analyse bildet.

Axiales Kodieren

Bei diesem Analyseschritt werden die bisher gewonnenen Kategorien unter Anwendung des Kodierparadigmas miteinander in Beziehung gesetzt (vgl. Strauss 1998: 56-63; Strauss & Corbin 1996: 75-93; Kapitel 3.2 der Arbeit).

Selektives Kodieren und Anwenden der Bedingungsmatrix zur Generierung einer gegenstandsverankerten Theorie

Das In-Beziehung-Setzen der Kategorien wird weiter fortgesetzt durch das Hinzuziehen des gesamten Datenmaterials. Dadurch werden die bestehenden Kategorien weiter verdichtet. Neue Kategorien sowie neue Verbindungen zwischen den Kategorien können identifiziert werden. Das wichtigste analytische Ereignis ist hierbei die Identifizierung der Kernkategorie und damit verbunden das InBeziehung-Setzen aller anderen Kategorien mit der Kernkategorie (vgl. Strauss 1998: 63-68; Strauss & Corbin 1996: 94-117; Kapitel 3.2 der Untersuchung).

Unter Zuhilfenahme der Bedingungsmatrix (vgl. Strauss & Corbin 1996: 132-147; Kapitel 3.2 der Studie) können Bedingungspfade benannt und verfolgt werden, die letztendlich eine Antwort auf die Frage geben: Welche spezifischen Bedingungen führen zu welchen Auswirkungen auf eine Handlung/Interaktion und welche Folgen resultieren daraus? Durch die Beantwortung dieser Frage ergeben sich Muster, die der gegenstandsverankerten Theorie ihre Spezifität verleihen.

 
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