Kontaktaufnahme

Der erste Versuch einer Kontaktaufnahme erfolgte im Juli 2004. Die Interviewerin rief den Experten in der Einrichtung, in der dieser zu diesem Zeitpunkt tätig war, an und erfuhr über eine Mitarbeiterin, dass sich Herr Müller im Urlaub befände. Somit musste die Kontaktaufnahme auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden. Der zweite Versuch erfolgte Anfang November 2004. Der Informant erklärte sich zur Durchführung eines Interviews bereit. Es wurde vereinbart, das Interview am Freitag, den 10. Dezember 2004, 10:00 Uhr in Müllers Wohnung durchzuführen. Zur Bestätigung des Termins sendete die Interviewerin Herrn Müller eine E-Mail mit allen wichtigen Daten zum Treffen und einer Kurzinformation zum Forschungsvorhaben.

Interviewsituation

Die Situation vor dem Interview war gekennzeichnet durch eine freundliche, lockere Atmosphäre. In Müllers Arbeitszimmer setzten sich der Informant und die Interviewerin an einem Tisch gegenüber. Es erfolgte ein kurzer Smalltalk über eine Veranstaltung, an der sowohl der Informant als auch die Interviewerin vier Tage vor dem gemeinsamen Interview teilgenommen hatten und ein erstes kurzes Kennenlernen der beiden Personen stattgefunden hatte. Während des Smalltalks erfolgte der Aufbau der Aufnahmetechnik. Nach dem Bereitstellen von Getränken durch Herrn Müller wurde mit dem Interview begonnen.

Während des Interviews wurde der schnelle Redestil des Interviewpartners offenkundig. Der Informant wechselte häufig die Themen, sodass der Interviewleitfaden flexibel angewendet wurde. Unter Berücksichtigung der Prinzipien ,Offenheit' und ,Kommunikation' der qualitativen Sozialforschung (vgl. Hoffmann-Riem 1994: 29 ff.) standen die Relevanzstrukturen, Wirklichkeitskonzeptionen und das kommunikative Regelsystem des Experten im Mittelpunkt der Interviewführung. Nachfragen erfolgten, wenn der Interviewpartner in seinen Ausführungen pausierte und somit die Argumentation nicht unterbrochen werden musste. Das Interview endete nach ca. 80 Minuten.

Nach dem Interview nahm Müller noch einmal Bezug auf die Hinführung zum Thema zu Beginn des Interviews und stimmte der Interviewerin zu, dass eine systematische Erforschung des lebenslangen Lernens noch nicht erfolgt sei. Während des Abbaus der Aufnahmetechnik erfolgten erneut ein kurzer Smalltalk und anschließend die Verabschiedung.

 
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