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4.3 ARD/ZDF: Onlinestudie und Langzeitstudie Massenkommunikation

Seit 1997 erheben ARD und ZDF im Rahmen ihrer Onlinestudie Daten zur Entwicklung der Internetnutzung in Deutschland sowie zum Umgang der Nutzer mit Onlineangeboten. Befragt werden Deutsche ab 14 Jahren (seit 2001) jährlich. Bei der Studie handelt es sich um eine Repräsentativerhebung, die Befragung erfolgt telefonisch. Die Ergebnisse werden in der Fachzeitschrift Media Perspektiven und online veröffentlicht. Neben der Untersuchung der Onlinenutzung bilden der -zugang, die mobile und Multimedianutzung, Social Media, sowie die Medienausstattung und -nutzung weitere Schwerpunkte.

Die ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation wird im Fünf-Jahres-Turnus seit 1964 durchgeführt und dokumentiert die Nutzung und Bewertung der Medien durch die deutsche Bevölkerung. Zentrale Untersuchungsaspekte sind dabei unter anderem Reichweite und Nutzungsdauer der Massenmedien sowie die subjektiven Einstellungen der Menschen zu Medien. Dabei lassen sich langfristige Entwicklungen von Mediengewohnheiten erkennen und dokumentieren. Auch Nutzungsgründe und Images der Medien werden im Rahmen der Studie erfragt. Durch den langen Beobachtungszeitraum wurde die Studie bzw. die Methodik immer wieder angepasst, da sich viele Rahmenbedingungen veränderten (z. B. Wiedervereinigung Deutschlands, Etablierung duales Rundfunksystem, Markteinführung neuer Medien/ Technologien). Für die Erhebung der Langzeitstudie Massenkommunikation 2010 wurden 4 503 zufällig ausgewählte Personen telefonisch befragt. Als zentrales Ziel der Studie gilt die Reflexion der jeweils aktuellen Mediensituation.

4.4 Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V.: Media-Analyse

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen e.V. (agma) ist ein Forschungsbund, der mehr als 240 Werbeund Medienunternehmen vereint, mit dem Ziel, Leistungswerte für die Nutzung von Werbeträgern zur Verfügung zu stellen. Der Rechtsform nach ist die agma ein eingetragener Verein und betreibt als Joint Industry Committee (JIC) Forschung unter Einbeziehung aller relevanten Marktpartner (Verkäufer, Mittler, Käufer). Gegründet wurde der Verein im Jahr 1954 zunächst zur Erforschung der Lesegewohnheiten der Deutschen (Arbeitsgemeinschaft Leser-Analysen). Durch die kontinuierlich wachsende Medienlandschaft wurde die Forschung ebenfalls erweitert. Heute untersucht die agma, wie die Verbraucher die gesamten Medien jeweils nutzen. Mit den Ergebnissen der agma-Forschungen wird die Werbewährung in Deutschland erstellt.

Die von der agma jährlich durchgeführte Media-Analyse (ma) ist die größte in Deutschland durchgeführte Medienanalyse. Sie erhebt die Nutzungsdaten für folgende Medien: Radio, Zeitschriften und Wochenzeitungen (inkl. Supplements, Konpress, Lesezirkel, Kino), TV, Tageszeitungen (Abound Kaufzeitungen), Online, Plakat. Zur Grundgesamtheit zählt die deutschsprachige Bevölkerung in Privathaushalten am Ort der Hauptwohnung in der Bundesrepublik Deutschland ab 14 Jahren (bei der ma Online und ma Radio ab 10 Jahren). Dabei gibt die Media-Analyse hauptsächlich Auskunft darüber, wer welche Medien nutzt, sowie Daten zu Besitz und Konsum verschiedener Konsumgüter. Verhaltensmerkmale fließen kaum ein. Die Zielgruppen werden anhand soziodemographischer Faktoren, wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Einkommen, Beruf oder Religion beschrieben.

Die Daten der ma Online werden in Form von technischen Messungen der Nutzung sowie einer Telefonbefragung erhoben. Bei der ma Plakat, die vor allem für Werbetreibende eine große Rolle spielt, werden Mobilitätsdaten erhoben und hier die Wege der Personen mit Plakatstandorten in Zusammenhang gebracht. Die Daten der ma Radio, der ma Tageszeitungen und der ma Zeitschriften ergeben sich durch Interviews. Für das Medium Fernsehen stehen Messdaten aus der kontinuierlichen Fernsehzuschauerforschung der AGF/GfK-Fernsehforschung zur Verfügung.

 
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