Institut für Demoskopie Allensbach: Allensbacher Marktund Werbeträgeranalyse

Das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD Allensbach) gilt heute als eine der renommiertesten Einrichtungen der Umfrageforschungen in Deutschland. Mit rund 1 600 InterviewerInnen besitzt es deutschlandweit eine der größten Feldorganisationen für die Faceto-Face-Interviews. Es deckt damit die gesamte Bandbreite der Umfrageforschung ab (Marktforschung, Media-Analysen, Sozialforschung, politische Meinungsforschung, Umfragegutachten für die Rechtspraxis). Der Sitz des Instituts ist Allensbach am Bodensee, Besitzer des Instituts ist die Stiftung Demoskopie Allensbach.

Die Allensbacher Marktund Werbeträgeranalyse (AWA) wird seit 1959 vom IfD Allensbach durchgeführt. Sie untersucht Einstellungen, Konsumgewohnheiten und die Mediennutzung (in den Bereichen Print, TV, Hörfunk, Internet, Kino, Außenwerbung) der Bevölkerung in Deutschland. Die Ergebnisse werden jährlich veröffentlicht und sind repräsentiv für die deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 14 Jahren. Die Erhebung der Daten erfolgt in einem mündlich-persönlichen Interview.

Im Rahmen der AWA werden mehr als 2 000 Märkte und Teilmärkte betrachtet. Hier liegt der Fokus auf Kaufund Verbrauchsgewohnheiten sowie Interessenstrukturen und Verhaltensweisen der Verbraucher. Zudem werden gesellschaftspolitische und soziokulturelle Rahmenbedingungen des Verbraucherverhaltens berücksichtigt und differenziert erhoben.

Abbildung 8: Märkte und Zielgruppen der AWA

Einen Schwerpunkt bildet der Printbereich, hier werden rund 240 Printmedien aus allen Bereichen erfasst. Untersuchungsgegenstände bilden dabei:

▪ Bekanntheitsgrad

▪ Weitester Leserkreis

▪ Lesehäufigkeit

▪ Lesemenge

▪ Lesertypologie

▪ Leserschaft pro Ausgabe (LpA)

Zudem wird die Nutzung der TV-Sender (weitester Seherkreis, Seher pro Tag), des Radios (Hörer pro Tag) und Internets (Nutzer pro Tag) und des Kinos (Kinobesuch pro Woche) ermittelt und Daten zur Plakatund Verkehrsmittelwerbung (Kontaktchancen pro Tag) erhoben.

Initiative D21: (N)Onliner Atlas, Die digitale Gesellschaft und D21-Digital-Index

Die Initiative D21 wurde 1999 mit der Aufgabe, die digitale Spaltung in Deutschland zu verhindern, gegründet. Sie gilt als Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Etwa 200 Mitgliedsunternehmen und -organisationen und politische Partner von Bund und Ländern sind Teil des gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Berlin.

Der (N)Onliner Atlas wird seit 2001 in Zusammenarbeit mit TNS Infratest herausgegeben. Er enthält, basierend auf großen Fallzahlen, empirische Informationen zu Onlinern, Offlinern und Nutzungsplanern und ist die größte Studie zur Internetnutzung in Deutschland.

Die Daten basieren auf etwa 30 000 Interviews pro Jahr. Schwerpunkte sind quantitative und qualitative Erhebungen zu Basiszahlen über Nutzer, Nicht-Nutzer und Nutzungsplaner sowie ihre Segmentierung in soziodemographische Merkmale (Geschlecht, Alter, Berufstätigkeit, Einkommen, etc.). Dabei wird auch der Internetzugang in Deutschland untersucht und für die einzelnen Bundesländer näher betrachtet.

Eine Ergänzung zum (N)Onliner Atlas bildet die Studie zur Digitalen Gesellschaft. Diese ist eine umfassende empirische Bestandsaufnahme der (aktuellen) Situation der deutschen Gesellschaft im Informationszeitalter. Auch diese Studie erscheint jährlich (seit 2009) und hilft beispielsweise, die digitale Gesellschaft mit verschiedenen Nutzertypen segmentiert darzustellen.

Seit 2013 vereint der D21-Digital-Index die beiden Studien mit dem Ziel, einen umfassenden Blick auf den aktuellen Stand der Digitalisierung in Deutschland und in den einzelnen Bundesländern zu bekommen. Auch neue digitale Trends wurden in diese Studie mit aufgenommen. Es werden Ergebnisse zur Internetnutzung mit denen von digitalen Medien zusammengeführt – mit dem Ziel, dass eine einzige Zahl die aktuelle Situation der Digitalisierung widerspiegelt.

Tabelle 3: D21-Digital-Index Deutschland 2013

Digitalindex gesamt

Digitale Nutzung

Digitale Kompetenz

Digitaler Zugang

Digitale Offenheit

Deutschland

51,2

40,3

50,3

54,2

53,9

Demnach beträgt der D21-Digital-Index im Jahr 2013 51,2 Punkte – Mittelfeld. Insgesamt wurden hierzu 3 819 Interviews in Deutschland durchgeführt (Grundgesamtheit: Deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 14 Jahren mit Festnetztelefonanschluss im Haushalt).

 
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