Bedingungskontexte des Definitionsversuchs

Handlungsrelevante kontextuelle Bedingung

Die Personen, die eine bildungsbereichsübergreifende Umsetzung lebenslangen Lernens im Sinne einer parallelen Inklusion der Lernenden in Bildungseinrichtungen mehrerer Bildungsbereiche verstehen, gehören der Expertengruppen ,Erwachsenenbildung/Weiterbildung' sowie ,Bildungspolitik' an. Bei der Formulierung des Definitionsversuchs kommt bei allen eine bestimmte handlungsrelevante kontextuelle Bedingung zum Tragen: Bei der Darlegung ihres Verständnisses des lebenslangen Lernens formulieren sie den Bedeutungskontext ,Lebenslanges Lernen als Bewältigungsstrategie potenzieller beruflicher Diskontinuitäten' (vgl. Kapitel 7.5.4). Im Mittelpunkt dieses Bedeutungskontextes steht eine zunehmende Gewichtung des Lernens Erwachsener in beruflichen Kontexten, aufgrund von Globalisierung und technologischem Wandel hervorgerufener Veränderungen in der Berufswelt. Das Lernen Erwachsener in beruflichen bzw. für berufliche Kontexte wird bei der Darlegung dieses Definitionsversuchs ebenfalls überwiegend thematisiert (vgl. Kapitel 8.2.1). [1] Der Definitionsversuch der parallelen Inklusion der Lernenden in Einrichtungen mehrerer Bildungsbereiche zielt darauf ab, vor dem Hintergrund der kontextuellen Bedingung, dass das lebenslange Lernen eine Bewältigungsstrategie für potenzielle berufliche Diskontinuitäten darstellt, neue Zugänge zu Lernund Bildungsangeboten durch interorganisationale Kooperationen zu eröffnen.

  • [1] Die Ausrichtung des Lernens auf berufliche Kontexte wird ebenfalls in dem Kooperationsbeispiel der Informantin aus der Erwachsenenbildung thematisiert, wenn sie auf die Relevanz von Fremdsprachen im Berufsleben zu sprechen kommt
 
< Zurück   INHALT   Weiter >