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4. Ergebnisse empirische Handlungsstruktur

In der Hauptsache ging aus der Analyse der zu betrachtenden Dokumente hervor, dass sie sich in einer bestimmten Struktur abbilden lassen. Teilweise zeigen sich zwar widersprüchliche Gegebenheiten in den Dokumenten auf, ihre Formulierung liefert allerdings einen gewissen Spielraum für die Auslegung. Die Möglichkeit der Darstellung der formalen Strukturen liefert die Grundlage, sie mit empirischen Handlungsstrukturen zu vergleichen. Im Folgenden werden die Ergebnisse der empirischen Strukturen dargestellt [1], um danach einen Vergleich zu den formalen Strukturen herzustellen. Die einzelnen Strukturen der Fragen sind dabei teilweise kumuliert, d. h. bestimmte Themenkomplexe werden, falls inhaltlich möglich, zusammengefasst und in einer übergeordneten Struktur dargestellt. Gleichzeitig werden die Sichtweisen der unterschiedlichen Akteure zusammengefasst und in der Ergebnisdarstellung hier nicht einzeln beschrieben (s. Dokument t1 Anhang). Beschrieben werden unterschiedliche Parameter, die die jeweilige Struktur und ihre Akteure charakterisieren. Sie beziehen sich:

a. auf die Konnektivität der Struktur. Beschrieben werden die Dichte, der Zusammenhangsgrad, Schleifen, Brücken, Artikulationen, Reziprozitäten und die Verletzbarkeit.

b. auf die Zentralität der Akteursgruppen bzw. die Zentralisierung der Struktur im Graphen. Beschrieben wird die Degree-Zentralität im ungerichteten Graphen. Darüber hinaus werden die Indegree-Zentralität, die Outdegree-Zentralität, die Nähebasierte Zentralität und die Betweenness-basierte Zentralität, sowie die Tendenz und Extremale in Form von Senken und Quellen beschrieben.

Nachfolgend wird die Ergebnistabelle am ersten Beispiel „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ ausführlich beschrieben. Die darauffolgenden Beschreibungen werden zur besseren Lesbarkeit zusammengefasst dargestellt.

4.1 Diagnostik

In der Folge wird die „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ (AS02) [2] aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 3 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 4.

Die Grafik zeigt, dass Klassenlehrpersonen, Eltern, Kinder und Förderlehrpersonen die zentralen Rollen bezüglich der Teilnahme am Schulischen Standortgespräch einnehmen. Sozialpädagogen werden nur von Klassenlehrpersonen einbezogen, während auch Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleitern und Psychologen eine eher periphere Rolle zukommt. Logopädinnen beziehen sich auf sehr viele andere Gruppen, werden aber selber nicht in die Struktur einbezogen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst ist die Struktur schwach zusammenhängend, aber wegen der kurzen Distanzen übersichtlich. In Bezug auf bestimmte Akteursgruppen ist sie sehr zentral.

Abb. 3 Teilnahme Schulisches Standortgespräch

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen; die Akteursgruppen sind farblich gekennzeichnet: Klassenlehrpersonen = gelb, Psychologen = rot; Schulleiter = orange; Eltern = braun; Heilpädagogen = schwarz, FLP/FLK = schwarz, Logopädinnen = lila, Sozialpädagogen = nicht definiert, Kinder = nicht definiert

Tab. 4 Teilnahme Schulisches Standortgespräch

Ergebnisdarstellung

Die empirische Struktur der „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ weist einen Dichtewert von ∆k=0.66 auf. Sie besitzt sechs Schleifen und zeigt somit einen Selbsteinbezug von eselb=1 auf. Der Durchschnitt der Reziprozität der Kantenpaare liegt bei rk=0.2, wobei der Durchschnitt der Reziprozität der Eckenpaare bei re=0.34 liegt.

Die empirische Struktur der „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ weist bezüglich der Zentralisierung der Struktur einen Degree-Zentralitätswert von dz=0.67 auf. Der Degree der Klassenlehrpersonen liegt bei dz=1, der Eltern bei dz=0.88, der Kinder bei dz=0.63, der Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte bei dz=0.63, der Heilpädagogen der Kompetenzzentren bei dz=0.5, der Schulleiter bei dz=0.75, der Sozialpädagogen bei dz=0.13, der Logopädinnen bei dz=0.75 und der Psychologen bei dz=0.75.

Die empirische Struktur der „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ weist bezüglich der Zentralisierung der Struktur einen Indegree-Zentralitätswert von iz=0.56 auf. Der Indegree der Klassenlehrpersonen liegt bei iz=1, der Eltern bei iz=1, der Kinder bei iz=1, der Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte liegt bei iz=1, der Heilpädagogen der Kompetenzzentren bei iz=0.2, der Schulleiter bei iz=0.6, der Sozialpädagogen bei iz=0.2, der Logopädinnen bei iz=0 und der Psychologen bei iz=0.2.

Die empirische Struktur der „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ aus der Sicht aller Befragten weist bezüglich der Zentralisierung der Struktur einen Outdegree-Zentralitätswert von oz=0.42 auf. Der Outdegree der Klassenlehrpersonen liegt bei oz= 0.63, der Eltern bei oz=0.38, der Kinder bei oz=0, der Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte bei oz=0.38, der Heilpädagogen der Kompetenzzentren bei oz=0.38, der Schulleiter bei oz=0.63, der Sozialpädagogen bei oz=0, der Logopädinnen bei oz=0.75 und der Psychologen bei oz=0.63.

Die empirische Struktur der „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ weist bezüglich der Zentralisierung der Struktur einen nähebasierten Zentralitätswert von cc=0.77 auf, der Klassenlehrpersonen bei cc=1, der Eltern bei cc=0.89, der Kinder bei cc=0.73, der Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte bei cc=0.73, der Heilpädagogen der Kompetenzzentren bei cc=0.67, der Schulleiter bei cc=0.8, der Sozialpädagogen bei cc=0.53, der Logopädinnen bei cc=0.8 und der Psychologen bei cc=0.8.

Die empirische Struktur der „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ weist bezüglich der Zentralisierung der Struktur einen betweennessbasierten Zentralitätswert von bz=0.1 auf. Der betweennessbasierte Zentralitätswert der Klassenlehrpersonen bei bz= 0.58, der Eltern bei bz=0.08, der Kinder bei bz=0.01, der Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte bei bz=0.01, der Heilpädagogen der Kompetenzzentren bei bz=0.01, der Schulleiter bei bz=0.07, der Sozialpädagogen bei bz=0, der Logopädinnen liegt bei bz=0.07 und der Psychologen bei bz=0.03.

Die empirische Struktur der „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ weist bezüglich der Zentralisierung der Struktur einen Tendenzwert von tz=-0.06 auf. Der Tendenzwert der Klassenlehrpersonen liegt bei tz=0, der Eltern bei tz=0.25, der Kinder bei tz=0.63, der Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte bei tz=0.25, der Heilpädagogen der Kompetenzzentren bei tz= -0.25, der Schulleiter bei tz=-0.25, der Sozialpädagogen bei tz=0.13, der Logopädinnen bei tz= -0.75 und der Psychologen bei tz=-0.50.

Die empirische Struktur der „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ weist bezüglich der Zentralisierung der Struktur einen Quellenwert von qz=0.13 auf. Der Quellenwert der Klassenlehrpersonen liegt bei qz=0, der Eltern bei qz=0, der Kinder bei qz=0, der Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte bei qz=0, der Heilpädagogen der Kompetenzzentren bei qz= 0, der Schulleiter bei qz= 0, der Sozialpädagogen bei qz=0, der Logopädinnen bei qz=1 und der Psychologen bei qz= 0.

Die empirische Struktur der „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ weist bezüglich der Zentralisierung der Struktur einen Senkenwert von sz=0.25 auf. Der Senkenwert der Klassenlehrpersonen liegt bei sz=0, der Eltern bei sz=0, der Kinder bei sz=1, der Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte bei sz=0, der Heilpädagogen der Kompetenzzentren bei sz= 0, der Schulleiter bei sz=0, der Sozialpädagogen bei sz=1, der Logopädinnen bei sz=0 und der Psychologen liegt bei sz=0.

Die Handlungsstruktur des Schulischen Standortgespräches ist aus Sicht aller befragten Akteure als dicht einzuschätzen. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine starke Ausprägung besitzt. Die Handlungsstruktur des Schulischen Standortgespräches besitzt darüber hinaus insgesamt sechs Schleifen, womit jede der befragten Personengruppen ihre eigene Teilnahme beschreibt. Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare, als auch die Reziprozität der Knotenpaare ist als schwach einzuschätzen. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich einerseits ganz allgemein gegenseitig nur schwach in die Struktur ein. Genauso beziehen sich andererseits direkt nebeneinander liegende, adjazente Akteure nur schwach gegenseitig in die Struktur mit ein.

Die Degree-Zentralität der gesamten Struktur ist stark ausgeprägt. Für die verschiedenen Akteursgruppen ist er unterschiedlich ausgeprägt:

Klassenlehrpersonen und Eltern zeigen eine sehr starke Ausprägung. Logopädinnen, Schulleiter, Psychologen, Kinder, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte weisen eine sehr starke Ausprägung auf. Heilpädagogen der Kompetenzzentren hingegen zeigen einen moderaten und Sozialpädagogen einen schwachen Grad auf. Allgemein sind in die Struktur „Teilnahme am Schulischen Standortgespräch“ Klassenlehrpersonen zum Beispiel stärker einbezogen, als Schulleiter, die wiederum stärker einbezogen sind als Sozialpädagogen.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat ausgeprägt. Für die verschiedenen Akteursgruppen ist er unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen, Eltern, Kinder und Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte zeigen eine sehr starke Ausprägung. Demgegenüber weisen Schulleiter einen starken Grad auf. Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Psychologen und Sozialpädagogen zeigen eine schwache Ausprägung, während Logopädinnen keine Ausprägung aufweisen.

Der Indegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur. In diesem Zusammenhang zeigt er, wie stark bestimmte Akteure von anderen einbezogen werden. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Einbezug aller Akteursgruppen insgesamt stark, wobei sie in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbezogen werden. Klassenlehrpersonen werden zum Beispiel mehr als Psychologen und die wiederum weitaus stärker als Logopädinnen einbezogen.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat ausgeprägt. Für die verschiedenen Akteursgruppen ist er unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen, Schulleiter, Logopädinnen und Psychologen zeigen eine starke Ausprägung, während Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren einen schwachen Grad aufweisen. Kinder und Sozialpädagogen zeigen keine Ausprägung. Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und beschreibt in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure andere Akteure einbeziehen. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Bezug auf andere Akteursgruppen allgemein sehr stark, wobei sie einzeln andere Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbeziehen. Logopädinnen beziehen andere Akteursgruppen zum Beispiel mehr in die Struktur als Klassenlehrpersonen ein, die andere Akteure wiederum stärker als Eltern einbeziehen.

Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur stark ausgeprägt. Für die verschiedenen Akteursgruppen ist er unterschiedlich ausgeprägt: Eltern, Schulleiter, Logopädinnen und Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung. Kinder, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren weisen hingegen einen starken Grad auf. Sozialpädagogen und Klassenlehrpersonen zeigen eine moderate Ausprägung. Diese Tatsache zeigt, dass sich die Akteure in der Struktur „Schulisches Standortgespräch“ sehr leicht über kurze Distanzen erreichen, was für einzelne Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung gilt. Eltern werden zum Beispiel besser als Heilpädagogen der Kompetenzzentren erreicht, die wiederum leichter als Sozialpädagogen erreicht werden. Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach ausgeprägt. Für die verschiedenen Akteursgruppen ist er unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen zeigen eine moderate Ausprägung. Alle anderen Akteursgruppen weisen keinen Ausprägungsgrad auf. Das heisst, dass wenige Akteure in dieser Struktur eine relevante Rolle für die Struktur selber spielen. So sind andere Akteure von Klassenlehrpersonen in dieser Struktur zum Beispiel sehr abhängig.

Im gerichteten Graphen ist der Tendenzwert bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen. Für die verschiedenen Akteursgruppen ist er unterschiedlich ausgeprägt: Kinder und Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte zeigen eine stark positive Ausprägung, Logopädinnen weisen einen stark negativen Grad auf. Psychologen zeigen eine moderat negative Ausprägung. Eltern zeigen eine schwach positive Ausprägung. Die Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Schulleiter weisen einen schwach negativen Grad auf. Sozialpädagogen zeigen eine sehr schwach positive Ausprägung. Der Tendenzwert liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und zeigt in diesem Zusammenhang, wie das Verhältnis zwischen dem Einbezug anderer Akteure (Outdegree) und dem Einbezug durch andere Akteure (Indegree) ausgeprägt ist. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist das Verhältnis beider Bezugsarten ausgeglichen, wobei einzelne Akteure unterschiedliche Ausprägungen bezüglich des Tendenzwertes aufweisen. Logopädinnen zum Beispiel beziehen andere Akteure weitaus stärker in die Struktur ein, als sie selber einbezogen werden. Eltern dagegen werden von anderen leicht stärker einbezogen, als sie andere selber einbeziehen.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach bzw. sehr schwach ausgeprägt. Die Logopädinnen bilden die einzige Quelle. Die einzigen Senken werden von Kindern und Sozialpädagogen gebildet. Das heisst, in der dargestellten Struktur gibt es sehr wenige Akteursgruppen, die sich ausschliesslich auf andere beziehen. Zudem gibt es wenige Akteursgruppen, auf die sich ausschliesslich bezogen wird.

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Teilnahme am „Schulischen Standortgespräch“ in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine relativ dichte, nur schwach reziproke Struktur mit einem sehr hohen Selbsteinbezug der Akteursgruppen.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein stark ausgeprägter Degree der Akteure. Bestimmte Akteursgruppen sind weitaus stärker in die Struktur einbezogen als andere.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich sehr hohe nähebasierte Zentralitätswerte, was die kurzen Distanzen aller Akteure zueinander untermauert. Die betweennessbasierte Zentralität hingegen ist nur bei den Klassenlehrpersonen moderat ausgeprägt und unterstreicht damit ihre Relevanz innerhalb der Struktur. Die Indegree-Zentralität fällt in ihrer Ausprägung ebenso moderat aus, wie die Outdegree-Zentralität. Dies zeigt, dass sich die Akteure in ungefähr gleichem Mass einbeziehen bzw. einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Der Tendenzwert präzisiert diese Annahme. Zudem ist der Quellen- und Senkenwert schwach bzw. sehr schwach ausgeprägt.

In der Folge wird die Zentralität (AS03-AS05) des schulischen Standortgesprächs aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 4 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 5

Abb. 4 Zentralität Schulisches Standortgespräch

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen; die Akteursgruppen sind farblich gekennzeichnet: Klassenlehrpersonen = gelb, Psychologen = rot. Schulleiter = orange. Eltern = braun, FLP/FLK = schwarz, Logopädinnen = lila Die Grafik zeigt, dass Klassenlehrpersonen die zentrale Rolle bezüglich des Schulischen Standortgesprächs einnehmen. Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte werden nur von Logopädinnen in die Struktur einbezogen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich die Struktur in der Hauptsache als schwach zusammenhängend, übersichtlich, wegen relativ kurzer Distanzen und, im Bezug auf die Klassenlehrpersonen als Akteursgruppe, als sehr zentral charakterisieren.

Tab. 5 Zentralität Schulisches Standortgespräch

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur der Zentralität des schulischen Standortgespräches weist aus der Sicht aller befragten Akteure einen sehr niedrigen Dichtegrad (∆k=0.17) auf. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine sehr schwache Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Zentralität des Schulischen Standortgespräches besitzt darüber hinaus insgesamt vier Schleifen. Fast alle der befragten Personengruppen haben somit ihre Relevanz bezüglich der Zentralität für das Schulische Standortgespräch beschrieben (eselb=0.57). Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare (rk=0), wie auch die Reziprozität der Knotenpaare (re=0) ist nicht ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein nicht gegenseitig in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich allerdings auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure, nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree-Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur „Zentralität Schulisches Standortgespräch“ schwach (dz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt:

Klassenlehrpersonen zeigen eine sehr starke Ausprägung auf (dz über 0.8). Logopädinnen hingegen weisen einen moderaten (dz zwischen 0.4 und 0.6) und Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Schulleiter, Psychologen sowie Sozialpädagogen einen schwachen Grad auf (dz zwischen 0.2 und 0.4). Heilpädagogen der Kompetenzzentren weisen keine Ausprägung auf (dz=0). Allgemein sind zum Beispiel Klassenlehrpersonen stärker in die Struktur einbezogen, als Schulleiter, die wiederum stärker einbezogen sind als Sozialpädagogen.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (iz unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen zeigen eine sehr starke Ausprägung auf (iz über 0.8). Demgegenüber weisen Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte einen schwachen Grad auf (iz zwischen 0.2 und 0.4). Eltern, Schulleiter, Psychologen und Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen keine Ausprägung (iz = 0) auf. Der Indegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur. In diesem Zusammenhang zeigt er, wie stark bestimmte Akteure von anderen einbezogen werden. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Einbezug aller Akteursgruppen insgesamt stark, wobei sie in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbezogen werden. Klassenlehrpersonen werden zum Beispiel mehr einbezogen als Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, die wiederum stärker als Logopädinnen einbezogen werden.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (oz unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt:

Logopädinnen zeigen eine moderate Ausprägung auf (oz zwischen 0.4 und 0.6), während Eltern, Schulleiter und Psychologen einen schwachen Grad aufweisen (oz zwischen 0.2 und 0.4). Klassenlehrpersonen, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen keine Ausprägung (oz = 0). Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure andere Akteure einbeziehen. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Bezug auf andere Akteursgruppen allgemein sehr schwach, wobei die Akteursgruppen einzeln, andere Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbeziehen. Logopädinnen beziehen andere Akteursgruppen zum Beispiel mehr in die Struktur als Schulleiter ein, die andere Akteure wiederum stärker als Klassenlehrpersonen einbeziehen.

Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (cc zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen weisen eine sehr starke Ausprägung auf (cc über 0.8). Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Schulleiter und Psychologen zeigen eine moderate Ausprägung (cc zwischen 0.4 und 0.6). Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen keine Ausprägung (cc = 0). Diese Tatsache zeigt, dass sich die Akteure in der Struktur „Schulisches Standortgespräch“ in normalem Ausmass über kurze Distanzen erreichen, was für einzelne Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung gilt. Klassenlehrpersonen werden zum Beispiel besser als Logopädinnen erreicht, die wiederum leichter als Heilpädagogen der Kompetenzzentren erreicht werden.

Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (bc zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen zeigen eine sehr starke Ausprägung (bc über 0.8). Logopädinnen weisen hingegen nur einen moderaten Grad auf (bc zwischen 0.4 und 0.6). Alle anderen Akteursgruppen weisen keinen Ausprägungsgrad auf (bc = 0). Das heisst, dass sehr wenige Akteure in dieser Struktur eine relevante Rolle für die Struktur selber spielen. Mit anderen Worten sind die Akteure von den Klassenlehrpersonen in dieser Struktur sehr stark und von den Logopädinnen moderat abhängig sind.

Der Tendenzwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen (tz = 0) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Logopädinnen zeigen eine moderat negative Ausprägung (tz zwischen -0.4 und -0.6), Eltern, Schulleiter und Psychologen weisen einen leicht negativen Grad auf (tz zwischen -0.2 und -0.4). Klassenlehrpersonen zeigen eine sehr stark positive Ausprägung (tz über 0.8), Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte weisen einen leicht positiven Grad auf (tz zwischen 0.2 und 0.4). Der Tendenzwert der Heilpädagogen der Kompetenzzentren ist ausgeglichen ausgeprägt (tz = 0). Der Tendenzwert liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und zeigt in diesem Zusammenhang, wie das Verhältnis zwischen dem Einbezug anderer Akteure (Outdegree) und dem Einbezug durch andere Akteure (Indegree) ausgeprägt ist. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist das Verhältnis beider Bezugsarten ausgeglichen, wobei einzelne Akteure unterschiedliche Ausprägungen bezüglich des Tendenzwertes aufweisen. Logopädinnen zum Beispiel beziehen andere Akteure weitaus stärker in die Struktur ein, als sie selber einbezogen werden. Klassenlehrpersonen dagegen werden von anderen weitaus stärker einbezogen, als sie andere selber einbeziehen.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (sz; qz zwischen 0.2 und 0.4) ausgeprägt. Die Logopädinnen bilden die einzige Quelle (qz=1). Die einzige Senke wird von den Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften gebildet (sz =1). Das heisst, in der dargestellten Struktur gibt es wenige Akteursgruppen, die sich ausschliesslich auf andere beziehen. Zudem gibt es wenige Akteursgruppen, auf die sich ausschliesslich bezogen wird.

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Zentralität des Schulischen Standortgespräches in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine sehr undichte, nicht reziproke Struktur, mit einem moderaten Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein schwach ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure. Klassenlehrpersonen sind weitaus stärker in die Struktur einbezogen, als andere Akteursgruppen.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich moderate, nähebasierte Zentralitätswerte, was die relativ kurzen Distanzen aller Akteure zueinander unterstreicht. Die Betweenness-Zentralität hingegen ist nur bei den Klassenlehrpersonen sehr stark ausgeprägt und unterstreicht ihre Relevanz innerhalb der Struktur. Die Indegree-Zentralität fällt in ihrer Ausprägung ebenso schwach aus, wie die Outdegree-Zentralität. Dies zeigt, dass sich die Akteure in ungefähr gleichem Mass einbeziehen bzw. einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Diesbezüglich erweisen sich auch der Quellen- und Senkenwert als schwach ausgeprägt.

In der Folge wird die zeitliche Überprüfung (AS07) des Schulischen Standortgesprächs aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 5 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 6.

Abb. 5 Zeitliche Überprüfung Schulisches Standortgespräch

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe bzw. des Inhaltes in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen bzw. Inhalte; die Akteursgruppen sind farblich gekennzeichnet: Klassenlehrpersonen = gelb, Psychologen = rot, Schulleiter = orange, Eltern = braun, Heilpädagogen = schwarz, FLP/FLK = schwarz, Logopädinnen = lila Die Grafik zeigt, dass die Überprüfung der im Schulischen Standortgespräch getroffenen Massnahmen in einem zeitlichen Abstand von 6 Monaten durchgeführt wird. Die befragten Akteursgruppen beziehen sich einheitlich auf diesen zeitlichen Abstand. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich die Struktur in der Hauptsache als schwach zusammenhängend, übersichtlich wegen relativ kurzer Distanzen und, im Bezug auf den zeitlichen Abstand von sechs Monaten, als sehr zentral charakterisieren.

Tab. 6 Zeitliche Überprüfung Schulisches Standortgespräch

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur der zeitlichen Überprüfung des schulischen Standortgesprächs weist aus der Sicht aller befragten Akteure einen sehr niedrigen Dichtegrad (∆k=0.14) auf. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine sehr schwache Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Zentralität des Schulischen Standortgespräches besitzt darüber hinaus keine Schleife. Keine der befragten Personengruppen hat somit ihre Relevanz bezüglich der Zentralität für das Schulische Standortgespräch beschrieben (eselb=0). Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare (rk=0), wie auch die Reziprozität der Knotenpaare (re=0) ist nicht ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure, nicht gegenseitig in die Struktur ein. Die Degree Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur „Zeitliche Überprüfung Schulisches Standortgespräch“ schwach (dz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt:

Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine sehr schwache Ausprägung (dz unter 0.2). Die Zeitangabe 6 Monate weist eine sehr starke Ausprägung (dz über 0.8) auf. Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (iz unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine sehr schwache Ausprägung auf (iz unter 0.2). Die Zeitangabe 6 Monate weist einen sehr starken Grad (iz über 0.8) auf. In diesem Zusammenhang zeigt der Indegree, wie stark die Zeitangabe „6 Monate“ von bestimmten Akteuren ausgewählt wird.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (oz unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine sehr schwache Ausprägung auf (oz unter 0.2). Auch die Zeitangabe 6 Monate weist einen sehr schwachen Grad (oz unter 0.2) auf. Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure die Zeitangabe einbeziehen.

Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (cc zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine moderate Ausprägung auf (cc zwischen 0.4 und 0.6). Die Zeitangabe 6 Monate weist einen sehr starken Grad (cc über 0.8) auf.

Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (bc zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine sehr schwache Ausprägung auf (bc unter 0.2). Die Zeitangabe 6 Monate weist einen sehr starken Grad (bc über 0.8) auf.

Im gerichteten Graphen ist der Tendenzwert bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen (tz = 0) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine sehr schwache negative Ausprägung auf (tz unter -0.2). Die Zeitangabe 6 Monate weist einen sehr starken Grad (tz über 0.8) auf.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (sz; zwischen 0.2 und 0.4) bzw. sehr stark (qz über 0.8) ausgeprägt. Die Zeitangabe 6 Monate bildet die einzige Senke (qz=1). Alle Akteursgruppen bilden eine Senke (sz =1).

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Zentralität des schulischen Standortgespräches in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine sehr undichte, nicht reziproke Struktur, ohne Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein sehr schwach ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure. Die Zeitangabe sechs Monate ist weitaus stärker in die Struktur einbezogen, als die jeweiligen Akteursgruppen.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich moderate nähebasierte Zentralitätswerte, was die relativ kurzen Distanzen aller Akteure zueinander unterstreicht. Die Betweenness-Zentralität hingegen ist nur bei der Zeitangabe sehr stark ausgeprägt und unterstreicht ihre Relevanz innerhalb der Struktur. Die Indegree-Zentralität fällt in ihrer Ausprägung ebenso schwach aus, wie die Outdegree-Zentralität. Diesbezüglich erweisen sich auch der Quellen- und Senkenwert als jeweils auf Zeitangabe bzw. Akteursgruppen verteilt ausgeprägt.

In der Folge wird die Teilnahme an der Schulischen Abklärung (AS10) des Schulischen Standortgesprächs aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 6 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 7.

Abb. 6 Teilnahme Schulische Abklärung

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen; die Akteursgruppen sind farblich gekennzeichnet: Klassenlehrpersonen = gelb, Psychologen = rot, Schulleiter = orange, Eltern = braun, Heilpädagogen = schwarz, FLP/FLK = schwarz, Logopädinnen =lila, Sozialpädagogen =nicht definiert, Kind = nicht definiert Die Grafik zeigt, dass Klassenlehrpersonen, Eltern, Kinder und Psychologen die zentralen Rollen bezüglich der Teilnahme an der Schulischen Abklärung einnehmen. Sozialpädagogen werden nur von Schulleiter einbezogen, während auch Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleiter und Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte eine eher periphere Rolle zukommt. Logopädinnen und Schulleiter beziehen sich auf sehr viele andere Gruppen, werden aber selber nicht in die Struktur einbezogen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich die Struktur in der Hauptsache als schwach zusammenhängend, übersichtlich wegen kurzer Distanzen und, im Bezug auf bestimmte Akteursgruppen, als sehr zentral charakterisieren.

Tab. 7 Teilnahme Schulische Abklärung

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur der Teilnahme an der schulischen Abklärung ist aus Sicht aller befragten Akteure als dicht (∆k=0.63) einzuschätzen. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine sehr schwache Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Zentralität des Schulischen Standortgespräches besitzt darüber hinaus insgesamt fünf Schleifen. Fast alle der befragten Personengruppen haben somit ihre Relevanz bezüglich der Zentralität für das Schulische Standortgespräch beschrieben (eselb=0.86). Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare (rk=0.09), wie auch die Reziprozität der Knotenpaare (re=0.05) ist sehr schwach ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig fast nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure, fast nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur „Zentralität Schulisches Standortgespräch“ stark (dz zwischen 0.6 und 0.8) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung (dz über 0.8). Klassenlehrpersonen, Eltern, Förderlehrpersonen/ Förderlehrkräften, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleiter hingegen weisen einen starken (dz zwischen 0.6 und 0.8) und Kinder und Logopädinnen einen moderaten Grad auf (dz zwischen 0.4 und 0.6). Sozialpädagogen weisen eine sehr schwache Ausprägung auf (dz unter 0.2). Allgemein sind in die Struktur Psychologen zum Beispiel stärker einbezogen, als Logopädinnen, die wiederum stärker einbezogen sind als Sozialpädagogen.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (iz zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen, Eltern, Kinder und Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung auf (iz über 0.8). Demgegenüber weisen Heilpädagogen der Kompetenzzentren einen moderaten Grad auf (iz zwischen 0.4 und 0.6). Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Sozialpädagogen zeigen eine schwache Ausprägung (iz zwischen 0.2 und 0.4) auf. Schulleiter und Logopädinnen weisen keinen Grad (iz = 0) auf. Der Indegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur. In diesem Zusammenhang zeigt er, wie stark bestimmte Akteure von anderen einbezogen werden. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Einbezug aller Akteursgruppen insgesamt stark, wobei sie in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbezogen werden. Klassenlehrpersonen werden zum Beispiel mehr einbezogen, als Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, die wiederum stärker als Logopädinnen einbezogen werden.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (oz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Schulleiter zeigen eine starke Ausprägung (oz zwischen 0.6 und 0.8), während Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Logopädinnen und Psychologen einen moderaten Grad aufweisen (oz zwischen 0.4 und 0.6). Klassenlehrpersonen zeigen eine schwache Ausprägung (oz zwischen 0.2 und 0.4). Eltern, Kinder und Sozialpädagogen weisen keinen Grad auf (oz = 0). Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure andere Akteure einbeziehen. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Bezug auf andere Akteursgruppen allgemein schwach, wobei sie einzeln andere Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbeziehen. Schulleiter beziehen andere Akteursgruppen zum Beispiel mehr in die Struktur als Psychologen ein, die andere Akteure wiederum stärker als Eltern einbeziehen.

Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur stark (cc zwischen 0.6 und 0.8) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen, Eltern, Schulleiter und Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung (cc über 0.8). Kinder und Logopädinnen zeigen eine starke Ausprägung (cc zwischen 0.6 und 0.8). Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Sozialpädagogen zeigen eine moderate Ausprägung (cc zwischen 0.4 und 0.6). Diese Tatsache zeigt, dass sich die Akteure in der Struktur „Schulische Abklärung“ gut über kurze Distanzen erreichen, was für einzelne Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung gilt. Klassenlehrpersonen werden zum Beispiel besser als Logopädinnen erreicht, die wiederum leichter als Heilpädagogen der Kompetenzzentren erreicht werden.

Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (bc unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Schulleiter und Psychologen zeigen eine schwache Ausprägung (bc zwischen 0.2 und 0.4). Klassenlehrpersonen, Eltern und Heilpädagogen der Kompetenzzentren weisen hingegen einen sehr schwachen Grad auf (bc unter 0.2). Alle anderen Akteursgruppen weisen keinen Ausprägungsgrad auf (bc = 0). Das heisst, dass sehr wenige Akteure in dieser Struktur eine relevante Rolle für die Struktur selber spielen. Andere Akteure sind demnach von Schulleiter und Psychologen in dieser Struktur leicht abhängig.

Der Tendenzwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach negativ (tz unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Schulleiter zeigen eine starke negative Ausprägung (tz zwischen -0.6 und -0.8). Logopädinnen weisen einen moderat negativen Grad auf (tz zwischen -0.4 und -0.6). Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren weisen einen schwach negativen Grad auf (tz zwischen -0.2 und -0.4). Eltern zeigen eine stark positive Ausprägung (tz zwischen 0.6 und 0.8), Kinder weisen einen moderat positiven Grad auf (tz zwischen 0.4 und 0.6). Klassenlehrpersonen und Sozialpädagogen zeigen eine schwach positive Ausprägung (tz unter 0.2). Der Tendenzwert der Psychologen ist ausgeglichen ausgeprägt (tz = 0). Der Tendenzwert liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und zeigt in diesem Zusammenhang, wie das Verhältnis zwischen dem Einbezug anderer Akteure (Outdegree) und dem Einbezug durch andere Akteure (Indegree) ausgeprägt ist. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist das Verhältnis beider Bezugsarten ausgeglichen, wobei einzelne Akteure unterschiedliche Ausprägungen bezüglich des Tendenzwertes aufweisen. Schulleiter zum Beispiel beziehen andere Akteure weitaus stärker in die Struktur ein, als sie selber einbezogen werden. Eltern dagegen werden von anderen weitaus stärker einbezogen, als sie andere selber einbeziehen.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (sz zwischen 0.2 und 0.4) bzw. moderat (qz = zwischen 0.4 und 0.6) ausgeprägt. Eltern, Kinder, Förderlehrpersonen und Sozialpädagogen bilden die Senken (qz=1). Die Quellen werden von den Schulleiter und Logopädinnen (sz =1) gebildet. Das heisst, in der dargestellten Struktur gibt es wenige Akteursgruppen die sich ausschliesslich auf andere beziehen. Zudem gibt es einige Akteursgruppen auf die sich ausschliesslich bezogen wird.

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Teilnahme an der schulischen Abklärung in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine dichte, sehr schwach reziproke Struktur, mit einem sehr hohen Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein stark ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure. Bestimmte Akteure sind weitaus stärker in die Struktur einbezogen, als andere.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich hohe nähebasierte Zentralitätswerte, was die kurzen Distanzen aller Akteure zueinander belegt. Die Betweenness-Zentralität hingegen ist sehr schwach ausgeprägt. In der beschriebenen Struktur scheinen lediglich Schulleiter und Psychologen eine leichte übergeordnete Rolle zu spielen. Die Indegree-Zentralität fällt moderat, die Outdegree-Zentralität schwach aus. Dies zeigt, dass verschiedene Akteure, andere Akteure unterschiedlich einbeziehen bzw. einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Diesbezüglich erweist sich der Quellenwert als schwach, der Senkenwert hingegen als moderat ausgeprägt.

In der Folge wird die Zentralität der Schulischen Abklärung (AS11-AS13) aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 7 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 8.

Abb. 7 Zentralität Schulische Abklärung

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe bzw. des Inhaltes in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen bzw. Inhalte; die Akteursgruppen sind farblich gekennzeichnet: Klassenlehrpersonen = gelb, Psychologen = rot, Schulleiter = orange, Eltern = braun, Heilpädagogen = schwarz, FLP/FLK = schwarz, Logopädinnen = lila Die Grafik zeigt, dass Klassenlehrpersonen und Psychologen die zentrale Rolle bezüglich der Schulischen Abklärung einnehmen. Schulleiter werden nur von Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften und Heilpädagogen der Kompetenzzentren in die Struktur einbezogen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich die Struktur in der Hauptsache als schwach zusammenhängend, übersichtlich wegen relativ kurzer Distanzen und, im Bezug auf die Psychologen und Klassenlehrpersonen als Akteursgruppe, als zentral charakterisieren.

Tab. 8 Zentralität Schulische Abklärung

Die Handlungsstruktur der Zentralität des Schulischen Abklärung weist aus der Sicht aller befragten Akteure einen sehr niedrigen Dichtegrad (∆k=0.17) auf. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine sehr schwache Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Zentralität der Schulischen Abklärung besitzt darüber hinaus insgesamt eine Schleife. Fast keine der befragten Personengruppen haben somit ihre Relevanz bezüglich der Zentralität für das Schulische Standortgespräch beschrieben (eselb=0.17). Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare (rk=0), wie auch die Reziprozität der Knotenpaare (re=0) ist nicht ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure, nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree-Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur „Zentralität Schulische Abklärung“ moderat (dz zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen und Psychologen zeigen eine starke Ausprägung (dz zwischen 0.6 und 0.8). Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Logopädinnen hingegen weisen einen moderaten (dz zwischen 0.4 und 0.6) und Eltern und Schulleiter einen schwachen Grad auf (dz zwischen 0.2 und 0.4). Allgemein sind in die Struktur Klassenlehrpersonen zum Beispiel stärker einbezogen, als Logopädinnen, die wiederum stärker einbezogen sind als Schulleiter.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (iz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt:

Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung (iz über 0.8). Demgegenüber weisen Klassenlehrpersonen einen starken Grad auf (iz zwischen 0.6 und 0.8). Schulleiter zeigen eine schwache Ausprägung (iz zwischen 0.2 und 0.4). Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren, zeigen keine Ausprägung (iz = 0). Der Indegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur. In diesem Zusammenhang zeigt er, wie stark bestimmte Akteure von anderen einbezogen werden. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Einbezug aller Akteursgruppen insgesamt schwach, wobei sie in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbezogen werden. Psychologen werden zum Beispiel mehr einbezogen als Klassenlehrpersonen, die wiederum stärker als Eltern einbezogen werden.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (oz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Logopädinnen zeigen eine moderate Ausprägung (oz zwischen 0.4 und 0.6), während Eltern einen schwachen Grad aufweisen (oz zwischen 0.4 und 0.6). Klassenlehrpersonen und Psychologen zeigen keine Ausprägung (oz = 0). Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure andere Akteure einbeziehen. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Bezug auf andere Akteursgruppen allgemein schwach, wobei sie einzeln andere Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbeziehen. Logopädinnen beziehen andere Akteursgruppen zum Beispiel mehr in die Struktur als Eltern ein, die andere Akteure wiederum stärker als Klassenlehrpersonen einbeziehen.

Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (cc zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen zeigen eine starke Ausprägung (cc zwischen 0.6 und 0.8). Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleiter, Psychologen und Logopädinnen zeigen eine moderate Ausprägung (cc zwischen 0.4 und 0.6). Diese Tatsache verdeutlicht, dass sich die Akteure in der Struktur „Schulische Abklärung“ in normalem Ausmass über kurze Distanzen erreichen, was für einzelne Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung gilt. Klassenlehrpersonen werden zum Beispiel besser erreicht als Psychologen oder Logopädinnen.

Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (bc zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen und Logopädinnen zeigen eine moderate Ausprägung (bc zwischen 0.4 und 0.6). Psychologen weisen hingegen einen schwachen Grad auf (bc zwischen 0.2 und 0.4). Eltern, Förderlehrpersonen/ Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen eine sehr schwache Ausprägung (bc unter 0.2). Schulleiter weisen keinen Ausprägungsgrad auf (bc = 0). Das heisst, dass sehr wenige Akteure in dieser Struktur eine relevante Rolle für die Struktur selber spielen. Das wiederum bedeutet, dass andere Akteure von den Klassenlehrpersonen und Logopädinnen in dieser Struktur stark und von den Psychologen nur leicht abhängig sind.

Der Tendenzwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen (tz = 0) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Logopädinnen zeigen eine moderat negative Ausprägung (tz zwischen -0.4 und -0.6), Eltern weisen einen leicht negativen Grad auf (tz zwischen -0.2 und -0.4). Psychologen zeigen eine stark positive Ausprägung (tz zwischen 0.6 und 0.8), Klassenlehrpersonen weisen einen leicht positiven Grad auf (tz zwischen 0.4 und 0.6). Der Tendenzwert der Schulleiter ist ausgeglichen (tz = 0). Der Tendenzwert liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und zeigt in diesem Zusammenhang, wie das Verhältnis zwischen dem Einbezug anderer Akteure (Outdegree) und dem Einbezug durch andere Akteure (Indegree) ausgeprägt ist. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist das Verhältnis beider Bezugsarten ausgeglichen, wobei einzelne Akteure unterschiedliche Ausprägungen bezüglich des Tendenzwertes aufweisen. Logopädinnen zum Beispiel beziehen andere Akteure weitaus stärker in die Struktur ein, als sie selber einbezogen werden. Psychologen dagegen werden von anderen weitaus stärker einbezogen als sie andere selber einbeziehen.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (qz zwischen 0.4 und 0.6) bzw. schwach ( sz zwischen 0.2 und 0.4) ausgeprägt. Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Logopädinnen bilden die einzigen Quellen (qz=1). Die einzige Senke wird von den Psychologen gebildet (sz =1). Das heisst, in der dargestellten Struktur gibt es wenige Akteursgruppen die sich ausschliesslich auf andere beziehen. Zudem gibt es wenige Akteursgruppen, auf die sich ausschliesslich bezogen wird.

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Zentralität der Schulischen Abklärung in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine undichte, sehr schwach reziproke Struktur, mit einem sehr schwachen Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein moderat ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure. Bestimmte Akteure sind weitaus stärker in die Struktur einbezogen, als andere.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich moderate nähebasierte Zentralitätswerte, was die kurzen Distanzen aller Akteure zueinander belegt. Die Betweenness-Zentralität hingegen ist schwach ausgeprägt. In der beschriebenen Struktur spielen Klassenlehrpersonen, Logopädinnen und Psychologen eine übergeordnete Rolle. Sowohl die Indegree-Zentralität wie auch Outdegree-Zentralität, fallen schwach in ihrer Ausprägung aus. Dies zeigt, dass verschiedene Akteure, andere Akteure unterschiedlich einbeziehen bzw. einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Diesbezüglich erweist sich der Quellenwert als moderat, der Senkenwert hingegen als schwach ausgeprägt.

In der Folge wird die Zeitliche Überprüfung der Schulischen Abklärung (AS15) aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 8 wiedergegeben.

Abb. 8 Zeitliche Überprüfung der Schulischen Abklärung

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe bzw. des Inhaltes in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen bzw. Inhalte; die Akteursgruppen sind wie folgt gekennzeichnet: Klassenlehrpersonen = Die Grafik zeigt, dass die Überprüfung der im Schulischen Standortgespräch getroffenen Massnahmen in einem zeitlichen Abstand von sechs Monaten durchgeführt wird. Von den befragten Akteursgruppen konnten sich allerdings nur die Klassenlehrpersonen einheitlich auf diesen zeitlichen Abstand beziehen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich das Struktur in der Hauptsache als schwach zusammenhängend, übersichtlich, wegen relativ kurzer Distanzen und, im Bezug auf den zeitlichen Abstand von sechs Monaten, als sehr zentral, charakterisieren [3].

In der Folge wird die Entscheidung zur Sonderbeschulung als Massnahme (AS18) aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 9 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 9.

Abb. 9 Entscheidung Massnahme Sonderschule

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen; die Akteursgruppen sind farblich gekennzeichnet: Klassenlehrpersonen = gelb, Psychologen = rot, Schulleiter = orange, Eltern = braun, Heilpädagogen = schwarz, FLP/FLK = schwarz, Logopädinnen = lila, Vertreter AVK = nicht definiert, Kind = nicht definiert Die Grafik zeigt, dass Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Psychologen und das Amt für Volksschule und Kindergarten die zentralen Rollen bezüglich der Entscheidung „Massnahme Sonderschule“ einnehmen. Schulleiter werden nur von Heilpädagogen der Kompetenzzentren einbezogen, während auch Kindern eine eher periphere Rolle zukommt. Logopädinnen und Klassenlehrpersonen beziehen sich auf sehr viele andere Gruppen, werden aber selber nicht in die Struktur einbezogen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich die Struktur in der Hauptsache als moderat zusammenhängend, übersichtlich wegen der kurzen Distanzen und, im Bezug auf bestimmte Akteursgruppen, als sehr zentral charakterisieren.

Tab. 9 Entscheidung Massnahme Sonderschule

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur der Entscheidung der Zuweisung zur Sonderschule ist aus Sicht aller befragten Akteure als dicht (∆k=0.47) einzuschätzen. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine moderate Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur bei der Entscheidung der Zuweisung zur Sonderschule besitzt darüber hinaus insgesamt vier Schleifen. Fast alle der befragten Personengruppen haben somit ihre Relevanz bezüglich der Zentralität für das Schulische Standortgespräch beschrieben (eselb=0.57). Die Reziprozität der Kantenpaare ist schwach (rk=0.20), die Reziprozität der Knotenpaare (re=0.11) sehr schwach ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig fast nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure, fast nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur „Entscheidung Massnahme Sonderschule“ moderat (dz zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Psychologen zeigen eine starke Ausprägung auf (dz zwischen 0.6 und 0.8). Eltern hingegen weisen einen moderaten (dz zwischen 0.4 und 0.6) und Kinder, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Schulleiter, Logopädinnen und das Amt für Volksschule und Kindergarten einen schwachen Grad auf (dz zwischen 0.2 und 0.4). Allgemein sind in die Struktur Psychologen zum Beispiel stärker einbezogen, als Eltern, die wiederum stärker einbezogen sind als Logopädinnen.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (iz zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt:

Eltern und Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung (iz über 0.8). Demgegenüber weist das Amt für Volksschule und Kindergarten einen starken Grad auf (iz zwischen 0.6 und 0.8). Kinder, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen eine schwache Ausprägung (iz zwischen 0.4 und 0.6). Klassenlehrpersonen und Schulleiter weisen einen schwachen Grad (iz zwischen 0.2 und 0.4) auf. Logopädinnen zeigen keine Ausprägung (iz = 0). Der Indegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur. In diesem Zusammenhang zeigt er, wie stark bestimmte Akteure von anderen einbezogen werden. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Einbezug aller Akteursgruppen insgesamt moderat, wobei sie in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbezogen werden. Eltern werden zum Beispiel mehr einbezogen, als Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, die wiederum stärker als Logopädinnen einbezogen werden.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (oz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen zeigen eine starke Ausprägung (oz zwischen 0.6 und 0.8), während Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Logopädinnen und Psychologen einen moderaten Grad aufweisen (oz zwischen 0.4 und 0.6). Eltern und Schulleiter zeigen eine schwache Ausprägung (oz zwischen 0.2 und 0.4). Kinder, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und das Amt für Volksschule und Kindergarten weisen keinen Grad auf (oz = 0). Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure andere Akteure einbeziehen. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Bezug auf andere Akteursgruppen allgemein schwach, wobei sie einzeln andere Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbeziehen. Klassenlehrpersonen beziehen andere Akteursgruppen zum Beispiel mehr in die Struktur als Psychologen ein, die andere Akteure wiederum stärker als Eltern einbeziehen.

Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur stark (cc zwischen 0.6 und 0.8) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen und Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung (cc über 0.8). Eltern, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Logopädinnen und das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigen eine starke Ausprägung (cc zwischen 0.6 und 0.8). Kinder, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Schulleiter zeigen eine moderate Ausprägung (cc zwischen 0.4 und 0.6). Diese Tatsache deutet darauf hin, dass sich die Akteure in der Struktur „Entscheidung Massnahme Sonderschule“ gut über kurze Distanzen erreichen, was für einzelne Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung gilt. Klassenlehrpersonen werden zum Beispiel besser erreicht als Logopädinnen, die wiederum leichter als Schulleiter erreicht werden.

Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (bc unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen und Psychologen zeigen eine schwache Ausprägung (bc zwischen 0.2 und 0.4). Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleiter, Logopädinnen und das Amt für Volksschule und Kindergarten weisen hingegen einen sehr schwachen Grad auf (bc unter 0.2). Kinder weisen keinen Ausprägungsgrad auf (bc = 0). Das heisst, dass sehr wenige Akteure in dieser Struktur eine relevante Rolle für die Struktur selber spielen. Andere Akteure sind demnach von Klassenlehrpersonen und Psychologen in dieser Struktur leicht abhängig.

Der Tendenzwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen (tz = 0) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen zeigen eine starke negative Ausprägung (tz zwischen -0.6 und -0.8). Logopädinnen weisen einen schwach negativen Grad auf (tz zwischen -0.2 und -0.4). Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Schulleiter weisen einen sehr schwach negativen Grad auf (tz unter -0.2). Eltern, Kinder, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigen eine schwach positive Ausprägung (tz zwischen 0.4 und 0.6), Psychologen weisen einen sehr schwach positiven Grad auf (tz unter 0.2). Der Tendenzwert liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und zeigt in diesem Zusammenhang, wie das Verhältnis zwischen dem Einbezug anderer Akteure (Outdegree) und dem Einbezug durch andere Akteure (Indegree) ausgeprägt ist. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist das Verhältnis beider Bezugsarten ausgeglichen, wobei einzelne Akteure unterschiedliche Ausprägungen bezüglich des Tendenzwertes aufweisen. Klassenlehrpersonen zum Beispiel beziehen andere Akteure weitaus stärker in die Struktur ein, als sie selber einbezogen werden. Das Amt für Volksschule und Kindergarten dagegen wird von anderen weitaus häufiger einbezogen, als es andere selber einbezieht.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (sz zwischen 0.2 und 0.4) bzw. sehr schwach (qz unter 0.2) ausgeprägt. Kinder und das Amt für Volksschule und Kindergarten bilden die Senken (qz=1). Die Quellen werden von den Logopädinnen (sz =1) gebildet. Das heisst, in der dargestellten Struktur gibt es wenige Akteursgruppen, auf die sich ausschliesslich bezogen wird. Zudem gibt es sehr wenige Akteursgruppen die sich ausschliesslich auf andere beziehen

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Entscheidung zur Sonderbeschulung als Massnahme in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine dichte, schwach bzw. sehr schwach reziproke Struktur, mit einem moderaten Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein moderat ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure. Bestimmte Akteure sind weitaus stärker in die Struktur einbezogen als andere.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich hohe nähebasierte Zentralitätswerte, was die kurzen Distanzen aller Akteure zueinander belegt. Die Betweenness-Zentralität hingegen ist sehr schwach ausgeprägt. In der beschriebenen Struktur scheinen lediglich Klassenlehrpersonen und Psychologen eine leichte übergeordnete Rolle zu spielen. Die Indegree-Zentralität fällt moderat, die Outdegree Zentralität hingegen schwach aus. Dies zeigt, dass verschiedene Akteure andere Akteure unterschiedlich einbeziehen bzw. von ihnen einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Diesbezüglich erweist sich der Quellenwert als sehr schwach, der Senkenwert hingegen als schwach ausgeprägt.

In der Folge wird die Entscheidung zur Beschulung in der Kleinklasse als Massnahme (AS19) aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 10 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 10.

Abb. 10 Entscheidung Massnahme Kleinklasse

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen; die Akteursgruppen sind farblich gekennzeichnet: Klassenlehrpersonen = gelb, Psychologen = rot, Schulleiter = orange, Eltern = braun, Heilpädagogen = schwarz, FLP/FLK = schwarz, Logopädinnen = lila, Vertreter AVK = nicht definiert Die Grafik zeigt, dass Eltern, Klassenlehrpersonen und Psychologen die zentralen Rollen bezüglich der Entscheidung zur Beschulung in der Kleinklasse als Massnahme einnehmen. Das Amt für Volksschule und Kindergarten wird nur von Psychologen einbezogen, während auch Schulleiter, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte eine eher periphere Rolle zukommt. Logopädinnen beziehen sich auf sehr viele andere Gruppen, werden aber selber nicht in die Struktur einbezogen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich die Struktur in der Hauptsache als moderat zusammenhängend, übersichtlich wegen relativ kurzer Distanzen und, im Bezug auf die Klassenlehrpersonen als Akteursgruppe, als zentral charakterisieren.

Tab. 10 Entscheidung Massnahme Kleinklasse

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur der Entscheidung bezüglich der Zuweisung zu einer Kleinklasse ist aus Sicht aller befragten Akteure als dicht (∆k=0.57) einzuschätzen. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine moderate Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Entscheidung über die Zuweisung zur Sonderschule besitzt darüber hinaus insgesamt zwei Schleifen. Fast keine der befragten Personengruppen hat somit ihre Relevanz bezüglich der Entscheidung zur Beschulung in der Kleinklasse als Massnahme beschrieben (eselb=0.33). Die Reziprozität der Kantenpaare ist schwach (rk=0.29), die Reziprozität der Knotenpaare (re=0.17) sehr schwach ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig fast nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure, fast nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree-Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur „Entscheidung Massnahme Kleinklasse“ moderat (dz zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Eltern und Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung (dz über 0.8). Klassenlehrpersonen, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren hingegen weisen einen starken (dz zwischen 0.6 und 0.8) und das Amt für Volksschule und Kindergarten weist einen schwachen Grad auf (dz zwischen 0.4 und 0.6). Schulleiter und Logopädinnen zeigen eine schwache Ausprägung auf (dz zwischen 0.2 und 0.4). Allgemein sind in die Struktur Psychologen zum Beispiel stärker einbezogen als Eltern, die wiederum stärker einbezogen sind als Logopädinnen.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (iz zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Klassenlehrpersonen zeigen eine sehr starke Ausprägung (iz über 0.8). Demgegenüber weisen Eltern und Psychologen einen starken Grad auf (iz zwischen 0.6 und 0.8). Schulleiter zeigen eine moderate Ausprägung (iz zwischen 0.4 und 0.6). Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und das Amt für Volksschule und Kindergarten weisen einen schwachen Grad (iz zwischen 0.2 und 0.4) auf. Logopädinnen zeigen keine Ausprägung (iz = 0). Der Indegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur. In diesem Zusammenhang zeigt er, wie stark bestimmte Akteure von anderen einbezogen werden. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Einbezug aller Akteursgruppen insgesamt moderat, wobei sie in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbezogen werden. Klassenlehrpersonen werden zum Beispiel öfter/häufiger einbezogen, als Psychologen, die wiederum stärker als Logopädinnen einbezogen werden.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (oz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Psychologen zeigen eine starke Ausprägung (oz zwischen 0.6 und 0.8), während Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Logopädinnen einen moderaten Grad aufweisen (oz zwischen 0.4 und 0.6). Klassenlehrpersonen zeigen eine sehr schwache Ausprägung (oz unter 0.2). Schulleiter und das Amt für Volksschule und Kindergarten weisen keinen Grad auf (oz = 0). Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure andere Akteure einbeziehen. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Bezug auf andere Akteursgruppen allgemein schwach, wobei sie einzeln andere Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbeziehen. Psychologen beziehen andere Akteursgruppen zum Beispiel mehr in die Struktur als Eltern ein, die andere Akteure wiederum stärker als Schulleiter einbeziehen.

Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur stark (cc zwischen 0.6 und 0.8) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Eltern und Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung (cc über 0.8). Klassenlehrpersonen, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleiter und Logopädinnen zeigen eine starke Ausprägung (cc zwischen 0.6 und 0.8). Das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigt eine moderate Ausprägung (cc zwischen 0.4 und 0.6). Diese Tatsache zeigt, dass sich die Akteure in der Struktur „Entscheidung Massnahme Kleinklasse “ gut über kurze Distanzen erreichen, was für einzelne Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung gilt. Eltern werden zum Beispiel besser erreicht als Logopädinnen, die wiederum leichter als das Amt für Volksschule und Kindergarten erreicht werden. Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (bc unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Psychologen zeigen eine moderate Ausprägung (bc zwischen 0.4 und 0.6). Klassenlehrpersonen, Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren weisen hingegen einen sehr schwachen Grad auf (bc unter 0.2). Schulleiter, Logopädinnen und das Amt für Volksschule und Kindergarten weisen keinen Ausprägungsgrad auf (bc = 0). Das heisst, dass sehr wenige Akteure in dieser Struktur eine relevante Rolle für die Struktur selber spielen. Andere Akteure sind demnach von Psychologen in dieser Struktur abhängig.

Der Tendenzwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen (tz = 0) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Logopädinnen zeigen eine moderat negative Ausprägung (tz zwischen -0.4 und -0.6). Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren weisen einen schwach negativen Grad auf (tz zwischen -0.2 und -0.4). und Psychologen weisen einen sehr schwach negativen Grad auf (tz unter -0.2). Klassenlehrpersonen zeigen eine moderat positive Ausprägung (tz zwischen 0.4 und 0.6), Schulleiter weisen einen schwach positiven Grad auf (tz zwischen 0.2 und 0.4). Das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigt einen sehr schwach positiven Grad (tz unter 0.2). Der Tendenzwert der Eltern ist ausgeglichen (tz = 0). Der Tendenzwert liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und zeigt in diesem Zusammenhang, wie das Verhältnis zwischen dem Einbezug anderer Akteure (Outdegree) und dem Einbezug durch andere Akteure (Indegree) ausgeprägt ist. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist das Verhältnis beider Bezugsarten ausgeglichen, wobei einzelne Akteure unterschiedliche Ausprägungen bezüglich des Tendenzwertes aufweisen. Logopädinnen zum Beispiel beziehen andere Akteure weitaus stärker in die Struktur ein, als sie selber einbezogen werden. Das Amt für Volksschule und Kindergarten dagegen wird von anderen weitaus stärker einbezogen, als es andere selber einbezieht.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (sz zwischen 0.2 und 0.4) bzw. sehr schwach (qz unter 0.2) ausgeprägt.

Schulleiter und das Amt für Volksschule und Kindergarten bilden die Senken (qz=1). Die einzige Quelle wird von den Logopädinnen (sz =1) gebildet. Das heisst, in der dargestellten Struktur gibt es wenige Akteursgruppen, auf die sich ausschliesslich bezogen wird. Zudem gibt es sehr wenige Akteursgruppen, die sich ausschliesslich auf andere beziehen

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich des Entscheides zur Kleinklassenbeschulung als Massnahmen in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine dichte, schwach bzw. sehr schwach reziproke Struktur mit einem schwachen Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein moderat ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure. Bestimmte Akteure sind weitaus stärker in die Struktur einbezogen als andere.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich hohe nähebasierte Zentralitätswerte, was die kurzen Distanzen aller Akteure zueinander belegt. Die Betweenness-Zentralität hingegen ist sehr schwach ausgeprägt. In der beschriebenen Struktur scheinen lediglich Psychologen eine leichte übergeordnete Rolle zu spielen. Die Indegree-Zentralität fällt moderat, die Outdegree-Zentralität hingegen schwach aus. Dies zeigt, dass verschiedene Akteure andere Akteure unterschiedlich häufig einbeziehen bzw. von ihnen einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Diesbezüglich erweist sich der Quellenwert als sehr schwach, der Senkenwert hingegen als schwach ausgeprägt.

In der Folge wird die Entscheidung zur integrativen Beschulung als Massnahme (AS20) aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 11 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 11.

Abb. 11 Entscheidung Massnahme Integrative Beschulung

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe in das Netzwerk; Die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen; Die Akteursgruppen sind farblich gekennzeichnet: Klassenlehrpersonen = gelb, Psychologen = rot, Schulleiter = orange, Eltern = braun, Heilpädagogen = schwarz, FLP/FLK = schwarz, Logopädinnen = lila, Vertreter AVK = nicht definiert Die Grafik zeigt, dass Psychologen und Klassenlehrpersonen die zentralen Rollen bezüglich der Entscheidung integrativer Beschulung als Massnahme einnehmen. Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften werden nur von Logopädinnen einbezogen, während auch dem Amt für Volksschule und Kindergarten und den Eltern, eine eher periphere Rolle zukommt. Logopädinnen beziehen sich auf wenige andere Gruppen und werden selbst nicht in die Struktur einbezogen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich die Struktur in der Hauptsache als stark zusammenhängend übersichtlich, wegen relativ kurzer Distanzen und, in Bezug auf diverse Akteursgruppen, als zentral charakterisieren.

Tab. 11 Entscheidung Massnahme integrative Beschulung

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur der Entscheidung für eine integrative Beschulung ist aus Sicht aller befragten Akteure als dicht (∆k=0.66) einzuschätzen. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine starke Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Entscheidung zur integrativen Beschulung besitzt darüber hinaus insgesamt zwei Schleifen. Fast keine der befragten Personengruppen hat somit ihre Relevanz bezüglich des Entscheides zur Kleinklassenbeschulung als Massnahme beschrieben (eselb=0.33). Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare (rk=0.13), wie auch die Reziprozität der Knotenpaare (re=0.07) ist sehr schwach ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig fast nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure fast nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree-Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur „Entscheidung Massnahme integrative Beschulung“ stark (dz zwischen 0.6 und 0.8) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleiter und Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung (dz über 0.8). Klassenlehrpersonen und Eltern hingegen weisen einen starken (dz zwischen 0.6 und 0.8), Logopädinnen und das Amt für Volksschule und Kindergarten einen schwachen Grad auf (dz zwischen 0.4 und 0.6). Allgemein sind in die Struktur Psychologen zum Beispiel stärker einbezogen als Eltern, die wiederum stärker einbezogen sind als Logopädinnen.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (iz zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt:

Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung auf (iz über 0.8). Demgegenüber weisen Klassenlehrpersonen und Schulleiter einen starken Grad auf (iz zwischen 0.6 und 0.8). Eltern und das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigen eine moderate Ausprägung auf (iz zwischen 0.4 und 0.6). Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren weisen einen schwachen Grad (iz zwischen 0.2 und 0.4) auf. Logopädinnen zeigen keine Ausprägung auf (iz = 0). Der Indegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur. In diesem Zusammenhang zeigt er, wie stark bestimmte Akteure von anderen einbezogen werden. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Einbezug aller Akteursgruppen insgesamt moderat, wobei sie in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbezogen werden. Psychologen werden zum Beispiel mehr einbezogen als Klassenlehrpersonen, die wiederum stärker als Logopädinnen einbezogen werden.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (oz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen eine sehr starke Ausprägung auf (oz über 0.8), während Eltern einen moderaten Grad aufweisen (oz zwischen 0.4 und 0.6). Schulleiter, Logopädinnen und Psychologen zeigen eine schwache Ausprägung (oz zwischen 0.2 und 0.4). Klassenlehrpersonen weisen einen sehr schwachen (oz unter 0.2) und das Amt für Volksschule und Kindergarten keinen Grad auf (oz = 0). Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure andere Akteure einbeziehen. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Bezug auf andere Akteursgruppen allgemein schwach, wobei sie einzeln andere Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbeziehen. Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte beziehen andere Akteursgruppen zum Beispiel mehr in die Struktur als Eltern ein, die andere Akteure wiederum stärker als Schulleiter einbeziehen.

Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur stark (cc zwischen 0.6 und 0.8) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleiter und Psychologen zeigen eine sehr starke Ausprägung (cc über 0.8). Klassenlehrpersonen, Eltern, Logopädinnen und das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigen eine starke Ausprägung (cc zwischen 0.6 und 0.8). Diese Tatsache zeigt, dass sich die Akteure in der Struktur „Entscheidung Massnahme integrative Beschulung “ gut über kurze Distanzen erreichen, was für einzelne Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung gilt. Schulleiter werden zum Beispiel besser erreicht als Logopädinnen oder das Amt für Volksschule und Kindergarten. Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (bc unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen eine schwache Ausprägung (bc zwischen 0.2 und 0.4). Schulleiter und Psychologen weisen hingegen einen sehr schwachen Grad auf (bc unter 0.2). Alle anderen Akteure weisen keinen Ausprägungsgrad auf (bc = 0). Das heisst, dass sehr wenige Akteure in dieser Struktur eine relevante Rolle für die Struktur selber spielen. Andere Akteure sind demnach von Förderlehrpersonen/ Förderlehrkräften und Heilpädagogen der Kompetenzzentren in dieser Struktur leicht abhängig.

Der Tendenzwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen (tz = 0) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften und Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen eine stark negative Ausprägung (tz zwischen -0.6 und -0.8). Logopädinnen weisen einen schwach negativen Grad auf (tz zwischen -0.2 und -0.4). Eltern weisen einen sehr schwach negativen Grad auf (tz unter -0.2). Klassenlehrpersonen, Psychologen und das Amt für Volksschule und Kindergarte zeigen eine moderat positive Ausprägung (tz zwischen 0.4 und 0.6), Schulleiter weisen einen sehr schwach positiven Grad auf (tz unter 0.2). Der Tendenzwert der Eltern ist ausgeglichen (tz = 0). Der Tendenzwert liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und zeigt in diesem Zusammenhang, wie das Verhältnis zwischen dem Einbezug anderer Akteure (Outdegree) und dem Einbezug durch andere Akteure (Indegree) ausgeprägt ist. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist das Verhältnis beider Bezugsarten ausgeglichen, wobei einzelne Akteure unterschiedliche Ausprägungen bezüglich des Tendenzwertes aufweisen. Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte zum Beispiel beziehen andere Akteure weitaus stärker in die Struktur ein, als sie selber einbezogen werden. Klassenlehrpersonen dagegen werden von anderen weitaus stärker einbezogen, als sie andere einbeziehen. Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (sz; qz unter 0.2) ausgeprägt. Das Amt für Volksschule und Kindergarten bildet die einzige Senke (qz=1). Die einzige Quelle wird von den Logopädinnen (sz =1) gebildet. Das heisst, in der dargestellten Struktur gibt es sehr wenige Akteursgruppen, auf die sich ausschliesslich bezogen wird. Zudem gibt es sehr wenige Akteursgruppen, die sich ausschliesslich auf andere beziehen.

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Entscheidung zur integrativen Beschulung als Massnahme in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine dichte, sehr schwach reziproke Struktur, mit einem schwachen Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein stark ausgeprägter Degree Einbezug der Akteure. Bestimmte Akteure sind weitaus stärker in die Struktur einbezogen, als andere.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich hohe nähebasierte Zentralitätswerte, was die kurzen Distanzen aller Akteure zueinander belegt. Die Betweenness-Zentralität hingegen ist sehr schwach ausgeprägt. In der beschriebenen Struktur scheinen lediglich Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte bzw. Heilpädagogen der Kompetenzzentren eine leicht übergeordnete Rolle zu spielen. Die Indegree-Zentralität fällt moderat, die Outdegree-Zentralität hingegen schwach aus. Dies zeigt, dass verschiedene Akteure andere Akteure unterschiedlich einbeziehen bzw. von ihnen einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Diesbezüglich erweist sich der Quellen- und der Senkenwert als sehr schwach ausgeprägt.

In der Folge wird die Struktur der „Beschwerdemöglichkeiten“ (AS21) aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 12 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 12.

Abb. 12 Beschwerdemöglichkeit nach Entscheidung bestimmter Massnahmen

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe bzw. des Inhaltes in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen bzw. Inhalte; die Akteursgruppen sind wie folgt gekennzeichnet: Klassenlehrpersonen = Schulleiter = Die Grafik zeigt, dass die Beschwerde über getroffene Massnahmen aus Sicht der Schulleiter beim Kanton durchgeführt werden kann. Klassenlehrpersonen geben an, die Beschwerdeinstanz für getroffene Massnahmen, nicht zu kennen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich die Struktur in der Hauptsache als schwach zusammenhängend, übersichtlich wegen relativ kurzer Distanzen und als sehr dezentral charakterisieren.

Tab. 12 Beschwerdemöglichkeit nach Entscheidung bestimmter Massnahmen

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur der Kategorie „Beschwerdemöglichkeit nach Entscheidung bestimmter Massnahmen“ weist aus der Sicht aller befragten Akteure einen niedrigen Dichtegrad (∆k=0.33) auf. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine sehr schwache Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Kategorie „Beschwerdemöglichkeiten bei der Entscheidung bestimmter Massnahmen“ besitzt darüber hinaus keine Schleife. Keine der befragten Personengruppen hat somit ihre Relevanz bezüglich der Zentralität für das Schulische Standortgespräch beschrieben (eselb=0). Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare (rk=0), wie auch die Reziprozität der Knotenpaare (re=0) ist nicht ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure, nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree-Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur „Beschwerdemöglichkeit nach Entscheidung bestimmter Massnahme“ schwach (dz zwischen

0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine schwache Ausprägung (dz zwischen 0.2 und 0.4). Die Kategorien „Kanton“ und „Ich weiss es nicht“ weisen einen schwachen Grad (dz zwischen 0.4 und 0.6) auf.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (iz zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen keine Ausprägung (iz = 0). Die Kategorien „Kanton“ und „Ich weiss es nicht“ weisen einen sehr starken Grad (iz über 0.8) auf. In diesem Zusammenhang zeigt der Indegree wie stark die Kategorien „Kanton“ bzw. „Ich weiss es nicht“ von bestimmten Akteuren ausgewählt wird.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (oz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine moderate Ausprägung (oz zwischen 0.4 und 0.6). Die Kategorien „Kanton“ und „Ich weiss es nicht“ weisen keinen Grad (oz = 0) auf. Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure die Kategorien „Kanton“ und „Ich weiss es nicht“ einbeziehen. Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr stark (cc über 0.8) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine sehr starke Ausprägung (cc über 0.8).

Die Kategorien „Kanton“ und „Ich weiss es nicht“ weisen einen sehr starken Grad (cc über 0.8) auf.

Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur und für die verschiedenen Akteursgruppen nicht ausgeprägt (bc = 0).

Im gerichteten Graphen ist der Tendenzwert bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen (tz = 0) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine moderat negative Ausprägung (tz zwischen -0.4 und -0.6). Die Kategorien „Kanton“ und „Ich weiss es nicht“ weisen einen moderaten Grad (tz zwischen 0.4 und 0.6) auf.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (sz; qz zwischen 0.4 und 0.6) ausgeprägt. Die Kategorien „Kanton“ und „Ich weiss es nicht“ bilden die einzige Quelle (qz=1). Klassenlehrpersonen und Schulleiter bilden eine Senke (sz =1).

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur der Kategorie „Beschwerdemöglichkeiten nach der Entscheidung einer bestimmten Massnahme“ in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine undichte, nicht reziproke Struktur ohne Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein moderat ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich sehr starke nähebasierte Zentralitätswerte. Die Betweenness-Zentralität hingegen ist nicht ausgeprägt. Die Indegree-Zentralität fällt moderat, die Outdegree-Zentralität hingegen schwach aus. Diesbezüglich erweisen sich auch der Quellen- und Senkenwert als jeweils moderat ausgeprägt.

  • [1] Die Kategorien „Institutionelle Landschaft“ und „Aus- und Weiterbildung“ haben sich bei den Analysen als eher periphere Bereiche herausgestellt. Die diesbezüglichen Ergebnisse und die Interpretation der Kategorie „Aus- und Weiterbildung“ sind im Anhang zu finden (s. Dokument d6 Anhang & Tabelle t1 Anhang).
  • [2] Nachfolgend werden die Fragekonstrukte durch die Buchstaben- und Nummernkombination in der Klammer dargestellt. Die ausformulierten Fragen sind in Kapitel 3.2.2.
  • [3] Da die Struktureigenschaften für dieses Ergebnis nicht relevant sind, sind die Details des Ergebnisses im Anhang zu finden(s. Tabelle t1).
 
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