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4.2 Recht

In der Folge wird die Vorstellung der Handlungsstruktur bezüglich der rechtlichen Verbindlichkeit „Finanzierung besonderer Massnahmen“ (RS01) aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 13 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 13.

Abb. 13 Rechtliche Verbindlichkeit Finanzierung

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe bzw. des Inhaltes in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen bzw. Inhalte; die Akteursgruppen sind wie folgt gekennzeichnet:

Die Grafik zeigt, dass der Kantonsrat, der Regierungsrat und das Amt für Volksschule und Kindergarten die zentralen Rollen bezüglich der rechtlichen Verbindlichkeit der Finanzierung besonderer Massnahmen einnehmen. Der Bundesverfassung kommt eine eher periphere Rolle zu. Psychologen, Klassenlehrpersonen und Eltern beziehen sich auf wenige relevante Instanzen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich die Struktur in der Hauptsache als schwach zusammenhängend, übersichtlich wegen relativ kurzer Distanzen und, im Bezug auf den Regierungsrat, als zentral charakterisieren. Dies soll mit der folgenden Graphik verdeutlicht werden:

Tab. 13 Rechtliche Verbindlichkeit Finanzierung

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur bezüglich der Kategorie „Rechtliche Verbindlichkeit der Finanzierung besonderer Massnahmen“ weist aus der Sicht aller befragten Akteure eine niedrigen Dichtegrad (∆k=0.33) auf. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine schwache Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Kategorie „Rechtliche Verbindlichkeit der Finanzierung besonderer Massnahmen“ besitzt darüber hinaus insgesamt keine Schleifen. Keine der befragten Personengruppen hat somit ihre Relevanz der rechtlichen Verbindlichkeit bezüglich der Finanzierung besonderer Massnahmen beschrieben (eselb=0). Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare (rk=0), wie auch die Reziprozität der Knotenpaare (re=0) ist nicht ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree-Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur der Kategorie „Rechtliche Verbindlichkeit Finanzierung“ schwach (dz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Schulleiter und Regierungsrat zeigen eine moderate Ausprägung (dz zwischen 0.4 und 0.6). Klassenlehrpersonen, Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, die Bundesverfassung, der Kantonsrat und das Amt für Volksschule und Kindergarten hingegen weisen einen schwachen (dz zwischen 0.2 und 0.4), Psychologen einen sehr schwachen Grad auf (dz unter 0.2). Allgemein sind in die Struktur Schulleiter zum Beispiel stärker einbezogen, als Eltern, die wiederum stärker einbezogen sind als Psychologen.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (iz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt:

Der Regierungsrat zeigt eine sehr starke Ausprägung auf (iz über 0.8). Demgegenüber weisen der Kantonsrat und das Amt für Volksschule und Kindergarten einen starken Grad auf (iz zwischen 0.6 und 0.8). Die Bundesverfassung zeigt eine moderate Ausprägung (iz zwischen 0.4 und 0.6). Alle befragten Akteursgruppen weisen keinen Grad auf (iz = 0). Der Indegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur. In diesem Zusammenhang zeigt er, wie stark bestimmte Akteure von anderen einbezogen werden. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Einbezug aller Akteursgruppen insgesamt schwach, wobei sie in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbezogen werden. Der Regierungsrat wird zum Beispiel öfter einbezogen, als der Kantonsrat, der wiederum stärker als die Bundesverfassung einbezogen wird. Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (oz unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Schulleiter zeigen eine moderate Ausprägung (oz zwischen 0.4 und 0.6), während Klassenlehrpersonen, Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren einen schwachen Grad aufweisen (oz zwischen 0.2 und 0.4). Psychologen zeigen eine sehr schwache Ausprägung (oz unter 0.2). Klassenlehrpersonen weisen einen sehr schwachen Grad auf (oz unter 0.2). Die Bundesverfassung, der Kantonsrat, der Regierungsrat und das Amt für Volksschule und Kindergarten weisen keinen Grad auf (oz = 0). Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure andere Akteure einbeziehen. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Bezug auf andere Akteursgruppen allgemein schwach, wobei sie einzeln andere Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbeziehen.

Schulleiter beziehen andere Akteursgruppen zum Beispiel mehr in die Struktur als Eltern ein, die andere Akteure wiederum stärker als Psychologen einbeziehen. Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struk tur moderat (cc zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Schulleiter und der Regierungsrat zeigen eine starke Ausprägung (cc über 0.6). Klassenlehrpersonen, Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Psychologen, die Bundesverfassung, der Kantonsrat, der Regierungsrat und das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigen eine moderate Ausprägung auf (cc zwischen 0.4 und 0.6). Diese Tatsache zeigt, dass sich die Akteure in der Struktur „Rechtliche Verbindlichkeit Finanzierung“ über kurze Distanzen erreichen, was für einzelne Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung gilt. Schulleiter werden zum Beispiel besser erreicht als Klassenlehrpersonen, die wiederum leichter als Psychologen erreicht werden. Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (bc unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Schulleiter und der Regierungsrat zeigen eine schwache Ausprägung auf (bc zwischen 0.2 und 0.4). Alle anderen Akteure, ausser Psychologen, die gar keine Ausprägung zeigen (bc = 0), und die Bundesverfassung, der Kantonsrat, der Regierungsrat und das Amt für Volksschule und Kindergarten weisen hingegen einen sehr schwachen Grad auf (bc unter 0.2). Das heisst, dass sehr wenige Akteure in dieser Struktur eine relevante Rolle für die Struktur selber spielen. Andere Akteure sind demnach von den Schulleitern und dem Regierungsrat in dieser Struktur leicht abhängig.

Der Tendenzwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen (tz = 0) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Schulleiter zeigen eine moderat negative Ausprägung (tz zwischen -0.4 und -0.6). Klassenlehrpersonen, Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften und Heilpädagogen der Kompetenzzentren weisen einen schwach negativen Grad auf (tz zwischen -0.2 und -0.4). Psychologen weisen einen sehr schwach negativen Grad auf (tz unter -0.2). Der Regierungsrat zeigt eine moderat positive Ausprägung (tz zwischen 0.4 und 0.6), die Bundesverfassung, der Kantonsrat, der Regierungsrat und das Amt für Volksschule und Kindergarten weisen einen schwach positiven Grad auf (tz zwischen 0.2 und 0.4). Der Tendenzwert liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und zeigt in diesem Zusammenhang, wie das Verhältnis zwischen dem Einbezug anderer Akteure (Outdegree) und dem Einbezug durch andere Akteure (Indegree) ausgeprägt ist. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist das Verhältnis beider Bezugsarten ausgeglichen, wobei einzelne Akteure unterschiedliche Ausprägungen bezüglich des Tendenzwertes aufweisen. Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte zum Beispiel beziehen andere Akteure weitaus stärker in die Struktur ein, als sie selber einbezogen werden. Klassenlehrpersonen dagegen werden von anderen weitaus stärker einbezogen, als sie andere selber einbeziehen.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (sz; qz zwischen 0.4 und 0.6) ausgeprägt. Die Bundesverfassung, der Kantonsrat, der Regierungsrat und das Amt für Volksschule und Kindergarten bilden die Senken (qz=1). Die Quellen werden von den Klassenlehrpersonen, Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleitern und Psychologen (sz =1) gebildet. Das heisst, in der dargestellten Struktur gibt es einige Akteursgruppen, auf die sich ausschliesslich bezogen wird. Zudem gibt es einige Akteursgruppen, die sich ausschliesslich auf andere beziehen.

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Kategorie „Rechtliche Verbindlichkeit der Finanzierung besonderer Massnahmen“ in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine undichte, nicht reziproke Struktur ohne Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein schwach ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure. Bestimmte Akteursgruppen bzw. Institutionen sind weitaus stärker in die Struktur einbezogen als andere.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen moderate nähebasierte Zentralitätswerte, was die kurzen Distanzen aller Akteure zueinander untermauert. Die betweennessbasierte Zentralität hingegen ist sehr schwach ausgeprägt. Die Indegree-Zentralität fällt schwach, die Outdegree Zentralität hingegen sehr schwach aus. Dies zeigt, dass verschiedene Akteure andere Akteure unterschiedlich einbeziehen bzw. von ihnen einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Zudem ist der Quellen- und Senkenwert moderat ausgeprägt.

In der Folge wird die Vorstellung der Handlungsstruktur der rechtlichen Verbindlichkeit bezüglich der Kategorie „Diagnostik für besondere Massnahmen“ rechtliche Verbindlichkeit der Diagnostik besonderer Massnahmen (RS02) aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 14 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 14.

Abb. 14 Rechtliche Verbindlichkeit Diagnostik

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe bzw. des Inhaltes in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen bzw. Inhalte; die Akteursgruppen sind wie folgt gekennzeichnet:

Die Grafik zeigt, dass das Amt für Volksschule und Kindergarten die zentrale Rolle bezüglich der Kategorie „Rechtliche Verbindlichkeit bei der Diagnostik besonderer Massnahmen“ einnimmt. Dem Kantonsrat kommt eine eher periphere Rolle zu. Psychologen, Klassenlehrpersonen und Eltern beziehen sich auf wenige relevante Instanzen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich das Struktur in der Hauptsache als schwach zusammenhängend, übersichtlich wegen relativ kurzer Distanzen und, im Bezug auf das Amt für Volksschule und Kindergarten, als zentral charakterisieren.

Tab. 14 Rechtliche Verbindlichkeit Diagnostik

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur der Kategorie „Rechtliche Verbindlichkeit bei der Diagnostik besonderer Massnahmen“ weist aus der Sicht aller befragten Akteure einen niedrigen Dichtegrad (∆k=0.28) auf. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine schwache Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Kategorie „Rechtliche Verbindlichkeit bei der Diagnostik besonderer Massnahmen“ besitzt darüber hinaus insgesamt keine Schleifen. Keine der befragten Personengruppen hat somit ihre Relevanz bezüglich der rechtlichen Verbindlichkeit bezüglich der Diagnostik für besondere Massnahmen beschrieben (eselb=0). Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare (rk=0), wie auch die Reziprozität der Knotenpaare (re=0) ist nicht ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure, nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree-Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur „Rechtliche Verbindlichkeit Diagnostik“ schwach (dz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigt eine starke Ausprägung (dz zwischen 0.6 und 0.8). Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren weisen einen moderaten Grad (dz zwischen 0.4 und 0.6) Schulleiter und Regierungsrat hingegen zeigen eine schwache Ausprägung (dz zwischen 0.2 und 0.4).

Klassenlehrpersonen, Eltern, Psychologen und der Kantonsrat weisen einen sehr schwachen Grad auf (dz unter 0.2). Allgemein ist das Amt für Volkschule und Kindergarten zum Beispiel stärker einbezogen, als der Regierungsrat, der wiederum stärker einbezogen ist als der Kantonsrat.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (iz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt:

Das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigt eine sehr starke Ausprägung (iz über 0.8). Demgegenüber weist der Regierungsrat einen moderaten Grad auf (iz zwischen 0.4 und 0.6). Die Kategorie „Kantonsrat“ zeigt eine schwache Ausprägung (iz zwischen 0.2 und 0.4). Alle befragten Akteursgruppen weisen keinen Grad auf (iz = 0). Der Indegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur. In diesem Zusammenhang zeigt er, wie stark bestimmte Akteure von anderen einbezogen werden. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Einbezug aller Akteursgruppen insgesamt schwach, wobei sie in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbezogen werden. Das Amt für Volksschule und Kindergarten wird zum Beispiel mehr einbezogen, als der Regierungsrat, der wiederum stärker als der Kantonsrat einbezogen wird. Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (oz unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen eine moderate Ausprägung (oz zwischen 0.4 und 0.6), während Schulleiter einen schwachen Grad aufweisen (oz zwischen 0.2 und 0.4). Klassenlehrpersonen, Eltern und Psychologen zeigen eine sehr schwache Ausprägung (oz unter 0.2). Der Kantonsrat, der Regierungsrat und das Amt für Volksschule und Kindergarten weisen keinen Grad auf (oz = 0). Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure andere Akteure einbeziehen. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Bezug auf andere Akteursgruppen allgemein schwach, wobei sie einzeln andere Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbeziehen. Förderlehrpersonen/ Förderlehrkräfte beziehen andere Akteursgruppen zum Beispiel mehr in die Struktur als Schulleiter ein, die andere Akteure wiederum stärker als Psychologen einbeziehen. Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (cc zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und die Kategorie „Amt für Volksschule und Kindergarten“ (cc zwischen 0.6 und 0.8). Klassenlehrpersonen, Eltern, Schulleiter, Psychologen und der Kantonsrat zeigen eine moderate Ausprägung (cc zwischen 0.4 und 0.6). Diese Tatsache zeigt, dass sich die Akteure in der Struktur „Rechtliche Verbindlichkeit Diagnostik“ über kurze Distanzen erreichen, was für einzelne Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung gilt. Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte werden zum Beispiel besser erreicht als Klassenlehrpersonen oder Psychologen.

Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (bc unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigt eine starke Ausprägung (bc zwischen 0.6 und 0.8). Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren weisen einen schwachen Grad auf (bc zwischen 0.2 und 0.4). Schulleiter und der Regierungsrat zeigen eine sehr schwache Ausprägung auf (bc unter 0.2). Klassenlehrpersonen, Eltern, Psychologen und der Kantonsrat weisen keinen Grad auf (bc = 0). Das heisst, dass sehr wenige Akteure in dieser Struktur eine relevante Rolle für die Struktur selber spielen. Andere Akteure sind demnach vom Amt für Volksschule und Kindergarten in dieser Struktur leicht abhängig.

Der Tendenzwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach ausgeprägt (tz = 0.02 ) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften und Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen eine moderat negative Ausprägung auf (tz zwischen -0.4 und -0.6). Schulleiter weisen einen schwach negativen (tz zwischen -0.2 und -0.4), Klassenlehrpersonen, Eltern, und Psychologen hingegen einen sehr schwach negativen Grad auf (tz unter -0.2). Das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigt eine stark positive Ausprägung (tz zwischen 0.6 und 0.8), der Regierungsrat weist einen schwach positiven (tz zwischen 0.2 und 0.4) und der Kantonsrat einen sehr schwach positiven Grad auf (tz unter 0.2). Der Tendenzwert liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und zeigt in diesem Zusammenhang, wie das Verhältnis zwischen dem Einbezug anderer Akteure (Outdegree) und dem Einbezug durch andere Akteure (Indegree) ausgeprägt ist. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist das Verhältnis beider Bezugsarten ausgeglichen, wobei einzelne Akteure unterschiedliche Ausprägungen bezüglich des Tendenzwertes aufweisen. Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte zum Beispiel beziehen andere Akteure weitaus stärker in die Struktur ein, als sie selber einbezogen werden. Das Amt für Volksschule und Kindergarten dagegen wird von anderen weitaus stärker einbezogen, als es andere selber einbeziehen.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (sz zwischen 0.2 und 0.4) bzw. moderat ausgeprägt (qz zwischen 0.4 und 0.6). Der Kantonsrat, der Regierungsrat und das Amt für Volksschule und Kindergarten bilden die Senken (qz=1). Die Quellen werden von den Klassenlehrpersonen, Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleitern und Psychologen (sz =1) gebildet. Das heisst, in der dargestellten Struktur gibt es einige Akteursgruppen, auf die sich ausschliesslich bezogen wird. Zudem gibt es einige Akteursgruppen, die sich ausschliesslich auf andere beziehen.

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Kategorie „Rechtliche Verbindlichkeit der Diagnostik besonderer Massnahmen“ in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine undichte, nicht reziproke Struktur ohne Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein schwach ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure. Bestimmte Akteure bzw. Institutionen sind weitaus stärker in die Struktur einbezogen, als andere.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich moderate nähebasierte Zentralitätswerte, was die kurzen Distanzen aller Akteure zueinander untermauert. Die betweennessbasierte Zentralität hingegen ist sehr schwach ausgeprägt. Die Indegree-Zentralität fällt schwach, die Outdegree Zentralität hingegen sehr schwach aus. Dies zeigt, dass verschiedene Akteure andere Akteure unterschiedlich einbeziehen bzw. von ihnen einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Zudem ist der Quellen- und Senkenwert moderat bzw. schwach ausgeprägt.

In der Folge wird die Informationsquelle bei rechtlichen Fragen (RS03-RS05) aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 15 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 15.

Die Grafik zeigt, dass das Amt für Volksschule und Kindergarten und Schulleiter die zentrale Rolle als Informationsquelle bei rechtlichen Fragen einnehmen. Das Sonderschulheim und der Lehrerverband werden nur von Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften einbezogen. Psychologen, Klassenlehrpersonen und Eltern beziehen sich auf wenige andere Gruppen und werden selbst nicht in die Struktur einbezogen. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich die Struktur in der Hauptsache als schwach zusammenhängend, übersichtlich wegen relativ kurzer Distanzen und, im Bezug auf diverse Akteursgruppen, als zentral charakterisieren.

Abb. 15 Informationsstelle bei rechtlichen Fragen

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe bzw. des Inhaltes in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen bzw. Inhalte; d ie Akteursgruppen sind wie folgt gekennzeichnet:

Tab. 15 Informationsstelle bei rechtlichen Fragen

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur der Kategorie „Informationsquelle bei rechtlichen Fragen“ weist aus der Sicht aller befragten Akteure einen niedrigen Dichtegrad (∆k=0.35) auf. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine moderate Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Kategorie „Informationsquelle bei rechtlichen Fragen“ besitzt darüber hinaus insgesamt keine Schleifen. Keine der befragten Personengruppen hat somit ihre Relevanz als Informationsquelle bei rechtlichen Fragen beschrieben (eselb=0). Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare (rk=0) wie auch die Reziprozität der Knotenpaare (re=0) ist nicht ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree-Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur der Kategorie „Informationsstelle bei rechtlichen Fragen“ schwach (dz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und die Kategorie „Amt für Volksschule und Kindergarten“ zeigen eine sehr starke Ausprägung (dz über 0.8). Schulleiter hingegen weisen einen moderaten (dz zwischen 0.6 und 0.8), Klassenlehrpersonen und Eltern einen schwachen Grad auf (dz zwischen 0.2 und 0.4). Psychologen und die Kategorien „Lehrerverband“ und „Sonderschulheim“ zeigen eine sehr schwache Ausprägung (dz unter 0.2). Allgemein ist in die Struktur das Amt für Volksschule und Kindergarten zum Beispiel stärker einbezogen, als Schulleiter, die wiederum stärker einbezogen sind als das Sonderschulheim.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (iz unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigt eine sehr starke Ausprägung (iz über 0.8). Demgegenüber weisen Schulleiter einen starken Grad auf (iz zwischen 0.6 und 0.8). Der Lehrerverband und das Sonderschulheim zeigen eine schwache Ausprägung (iz zwischen 0.2 und 0.4). Klassenlehrpersonen, Eltern, Förderlehrpersonen/ Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Psychologen zeigen keine Ausprägung (iz = 0). Der Indegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur. In diesem Zusammenhang zeigt er, wie stark bestimmte Akteure von anderen einbezogen werden. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Einbezug aller Akteursgruppen insgesamt sehr schwach, wobei sie in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbezogen werden. Das Amt für Volksschule und Kindergarten wird zum Beispiel mehr einbezogen, als Schulleiter, die wiederum stärker als Eltern einbezogen werden.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (oz unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen eine moderate Ausprägung (oz zwischen 0.4 und 0.6), während Eltern und Klassenlehrpersonen einen schwachen Grad aufweisen (oz zwischen 0.2 und 0.4). Schulleiter und Psychologen zeigen eine sehr schwache Ausprägung (oz unter 0.2). Der Lehrerverband, das Sonderschulheim und das Amt für Volksschule und Kindergarten weisen keinen Grad auf (oz = 0). Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure andere Akteure einbeziehen. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist der Bezug auf andere Akteursgruppen allgemein sehr schwach, wobei die Akteure einzeln, andere Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung in die Struktur einbeziehen. Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte beziehen andere Akteursgruppen zum Beispiel mehr in die Struktur ein als Eltern ein, die andere Akteure wiederum stärker als Psychologen einbeziehen.

Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur moderat (cc zwischen 0.4 und 0.6) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren, Schulleiter und das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigen eine starke Ausprägung (cc zwischen 0.6 und 0.8). Alle anderen Akteure weisen einen moderaten Grad auf (cc zwischen 0.4 und 0.6). Diese Tatsache zeigt, dass sich die Akteure in der Struktur „Informationsstelle bei rechtlichen Fragen “ gut über kurze Distanzen erreichen, was für einzelne Akteursgruppen in unterschiedlicher Ausprägung gilt. Schulleiter werden zum Beispiel besser erreicht als Psychologen oder Eltern.

Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur sehr schwach (bc unter 0.2) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigen eine moderate Ausprägung (bc zwischen 0.2 und 0.4). Schulleiter weisen hingegen einen sehr schwachen Grad auf (bc unter 0.2). Alle anderen Akteure weisen keinen Ausprägungsgrad auf (bc = 0). Das heisst, dass sehr wenige Akteure in dieser Struktur eine relevante Rolle für die Struktur selber spielen. Andere Akteure sind demnach von Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften und Heilpädagogen der Kompetenzzentren in dieser Struktur leicht abhängig.

Der Tendenzwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen (tz = 0) und für die verschiedenen Akteursgruppen unterschiedlich ausgeprägt: Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte und Heilpädagogen der Kompetenzzentren zeigen eine moderate Ausprägung (tz zwischen -0.4 und -0.6). Klassenlehrpersonen und Eltern weisen einen schwach negativen Grad auf (tz zwischen -0.2 und -0.4). Psychologen weisen einen sehr schwach negativen Grad auf (tz unter -0.2). Das Amt für Volksschule und Kindergarten zeigt eine stark positive Ausprägung (tz zwischen 0.6 und 0.8), Schulleiter weisen einen schwach positiven Grad auf (tz zwischen 0.2 und 0.4). Der Lehrerverband und das Sonderschulheim zeigen eine sehr schwach positive Ausprägung auf (tz unter 0.2). Der Tendenzwert liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und zeigt in diesem Zusammenhang, wie das Verhältnis zwischen dem Einbezug anderer Akteure (Outdegree) und dem Einbezug durch andere Akteure (Indegree) ausgeprägt ist. Betrachtet man diesbezüglich die gesamte Struktur, ist das Verhältnis beider Bezugsarten ausgeglichen, wobei einzelne Akteure unterschiedliche Ausprägungen bezüglich des Tendenzwertes aufweisen. Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte zum Beispiel beziehen andere Akteure weitaus stärker in die Struktur ein, als sie selber einbezogen werden. Das Amt für Volksschule und Kindergarten dagegen wird von anderen weitaus stärker einbezogen als es andere selber einbezieht.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (sz zwischen 0.2 und 0.4) bzw. moderat (qz zwischen 0.4 und 0.6) ausgeprägt. Lehrerverband, Sonderschulheim und das Amt für Volksschule bilden die Senken (qz=1). Die Quellen werden von den Klassenlehrpersonen, Eltern, Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Psychologen (sz =1) gebildet. Das heisst, in der dargestellten Struktur gibt es sehr wenige Akteursgruppen, auf die sich ausschliesslich bezogen wird. Zudem gibt es sehr wenige Akteursgruppen, die sich ausschliesslich auf andere beziehen.

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Kategorie „Informationsstelle bei rechtlichen Fragen“ in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine dichte, nicht reziproke Struktur, ohne Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein schwach ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure. Bestimmte Akteure sind weitaus stärker in die Struktur einbezogen als andere.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich moderate nähebasierte Zentralitätswerte, was die kurzen Distanzen aller Akteure zueinander unterstreicht. Die Betweenness-Zentralität hingegen ist sehr schwach ausgeprägt. Sowohl die Indegree-Zentralität wie auch Outdegree-Zentralität, fallen sehr schwach in ihrer Ausprägung aus. Dies zeigt, dass sich die Akteure in ungefähr gleichem Mass einbeziehen bzw. einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Diesbezüglich erweist sich der Quellenwert als moderat und der Senkenwert als schwach ausgeprägt.

In der Folge wird die rechtliche Verbindung bei Zusammenarbeit (RS06) aus der Sicht aller befragten Akteursgruppen dargestellt. Die Ergebnisse werden in Abbildung 16 wiedergegeben und zusammengefasst in Tabelle 16

Abb. 16 Rechtliche Verbindung bei Zusammenarbeit

Der Durchmesser der Punkte kennzeichnet den Einbezug der Akteursgruppe bzw. des Inhaltes in das Netzwerk; die Breite des Pfeils kennzeichnet das Ausmass des Bezugs auf andere Akteursgruppen bzw. Inhalte; die Akteursgruppen sind wie folgt gekennzeichnet:

Die Grafik zeigt, dass die rechtliche Verbindung bei Zusammenarbeit aus Sicht der Förderlehrpersonen/Förderlehrkräfte, Heilpädagogen der Kompetenzzentren und Eltern nicht rechtlich, aber anders geregelt ist. Die Breite der Pfeile kennzeichnet die Orientierung an anderen Akteursgruppen, die Farbe steht für die jeweilige Akteursgruppe selber (rot = Psychologen, braun = Eltern, usw.). Zusammengefasst lässt sich das Struktur in der Hauptsache als stark zusammenhängend, übersichtlich wegen relativ kurzer Distanzen und als dezentral charakterisieren.

Tab. 16 Rechtliche Verbindung bei Zusammenarbeit

Ergebnisdarstellung

Die Handlungsstruktur der Kategorie „Rechtliche Verbindung bei Zusammenarbeit“ ist aus Sicht aller befragten Akteure als dicht (∆k=0.66) einzuschätzen. Das bedeutet, dass die tatsächlich realisierten Bezüge, also die Nennungen anderer Personengruppen im Vergleich zu den potenziell möglichen Bezügen, eine starke Ausprägung besitzen. Die Handlungsstruktur der Kategorie „Rechtliche Verbindung bei Zusammenarbeit“ besitzt darüber hinaus keine Schleife. Keine der befragten Personengruppen hat somit ihre Relevanz bezüglich der Zentralität für das Schulische Standortgespräch beschrieben (eselb=0). Sowohl die Reziprozität der Kantenpaare (rk=0), wie auch die Reziprozität der Knotenpaare (re=0) ist nicht ausgeprägt. Das heisst, die einzelnen Akteure beziehen sich ganz allgemein gegenseitig nicht in die Struktur ein. Andererseits beziehen sich auch direkt nebeneinander liegende, adjazente, Akteure nicht gegenseitig in die Struktur ein.

Die Degree-Zentralität ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur der Kategorie „Rechtliche Verbindung bei Zusammenarbeit“ stark (dz zwischen 0.6 und 0.8) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine moderate Ausprägung (dz zwischen 0.4 und 0.6). Die Kategorie „Nicht rechtlich, aber sie ist anders geregelt“ weist einen sehr starken Grad (dz über 0.8) auf.

Der Indegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (iz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen keine Ausprägung (iz = 0). Die Kategorie „Nicht rechtlich, aber sie ist anders geregelt“ weist einen sehr starken Grad (iz über 0.8) auf. In diesem Zusammenhang zeigt der Grad, wie stark die Kategorie von bestimmten Akteuren ausgewählt wird.

Der Outdegree ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (oz zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine moderate Ausprägung (oz zwischen 0.4 und 0.6). Die Kategorie „Nicht rechtlich, aber sie ist anders geregelt“ weist keinen Grad (oz = 0) auf. Der Outdegree liefert eine verfeinerte Aussage über die Zentralität der Akteure in der beschriebenen Struktur und bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark bestimmte Akteure die Kategorie „Nicht rechtlich, aber sie ist anders geregelt“ einbeziehen.

Der nähebasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur stark (cc zwischen 0.6 und 0.8) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine starke Ausprägung (cc zwischen 0.6 und 0.8). Die Kategorie „Nicht rechtlich, aber sie ist anders geregelt“ weist einen sehr starken Grad (cc über 0.8) auf.

Der betweennessbasierte Zentralitätswert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (bc zwischen 0.2 und 0.4) und für die verschiedenen Akteursgruppen nicht ausgeprägt: Die Kategorie „Nicht rechtlich, aber sie ist anders geregelt“ weist einen sehr starken Grad (bc zwischen 0.2 und 0.4) auf.

Im gerichteten Graphen ist der Tendenzwert bezüglich der Zentralisierung der Struktur ausgeglichen (tz = 0) und für die verschiedenen Akteursgruppen gleich ausgeprägt: Alle befragten Akteursgruppen zeigen eine moderat negative Ausprägung (tz zwischen -0.4 und -0.6). Die Kategorie „Nicht rechtlich, aber sie ist anders geregelt“ weist einen sehr starken Grad (tz über 0.8) auf.

Der Senken- und Quellenwert ist bezüglich der Zentralisierung der Struktur schwach (sz zwischen 0.2 und 0.4) bzw. stark (qz zwischen 0.6 und 0.8) ausgeprägt. Die Kategorien „Der Kanton“ und „Ich weiss es nicht“ bilden die einzige Quelle (qz=1). Klassenlehrpersonen und Schulleiter bilden eine Senke (sz =1).

Zusammenfassung

Insgesamt zeichnet sich die Struktur bezüglich der Kategorie „Rechtliche Verbindlichkeit bei Zusammenarbeit“ in der Hauptsache durch folgende Eigenschaften aus:

• Hinsichtlich der Konnektivität zeigt sich eine dichte, nicht reziproke Struktur ohne Selbsteinbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im ungerichteten Graphen zeigt sich ein stark ausgeprägter Degree-Einbezug der Akteure.

• Hinsichtlich der Zentralität/Zentralisierung im gerichteten Graphen zeigen sich starke nähebasierte Zentralitätswerte. Die Betweenness-Zentralität hingegen ist schwach ausgeprägt. Sowohl die Indegree-Zentralität wie auch OutdegreeZentralität, fallen schwach in ihrer Ausprägung aus. Dies zeigt, dass verschiedene Akteure andere Akteure unterschiedlich einbeziehen bzw. einbezogen werden, was auch durch den Tendenzwert bestätigt wird. Diesbezüglich erweist sich der Quellenwert als stark und der Senkenwert als schwach ausgeprägt.

 
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