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5.1.3 Zeitliche Überprüfung der verfügten Massnahmen

Hinsichtlich der aus der theoretischen Rahmenkonzeption auf ihre Bedeutsamkeit hin überprüfte Hypothese, ergibt sich folgendes Bild:

a. Hinsichtlich der zeitlichen Überprüfung verfügter Massnahmen sind die Handlungsstrukturen aller Akteursgruppen prägnant.

Alle in die spezielle Förderung fallenden Massnahmen werden nach 6 Monaten überprüft, was sich tendenziell mit den formalen Vorgaben deckt. Auch hier lässt sich wieder erkennen, dass die formalen Vorgaben teilweise widersprüchlich oder zumindest unklar formuliert sind, was der Inkonsistenz der Struktur geschuldet sein könnte. So bleibt für die betroffenen Akteure ein gewisser Handlungsspielraum, die formalen Vorgaben auch nach Effizienzkriterien auslegen zu können (vgl. Kühl, 2011).

5.1.4 Zusammenfassung Schulisches Standortgespräch

Zusammenfassend kann man davon ausgehen, dass das „Schulische Standortgespräch“ ein Teil des Abklärungsprozesses darstellt, der für Eltern und Fachpersonen wichtig und von seiner Struktur, dem Ablauf und dem Inhalt her klar ist. Es gibt deutliche Vorstellungen zu den einzelnen Handlungsabläufen der Teilnahme, Koordination und Überprüfung der Massnahmen, die zwar grundsätzlich sehr divers sind, sich aber auf bestimmte Muster reduzieren und darstellen lassen. Diese Muster sind dann auch wichtig, um das schulische Standortgespräch erfolgreich umzusetzen. Die tragende Rolle die dabei den Klassenlehrpersonen, Eltern, Schulleitern und Förderlehrpersonen/Förderlehrkräften zukommt, kann als entscheidender Faktor für den Informations- und Kommunikationsfluss interpretiert werden. Trotzdem stimmen die gefundenen empirischen Handlungsstrukturen nicht in allen Fällen mit den gesetzlichen Vorgaben überein und lassen aufgrund des starken Fokus auf die Klassenlehrpersonen, insbesondere bezüglich der Zentralität, die Struktur zudem sehr anfällig wirken. Insgesamt kann man daraus ziehen, dass das System nicht mit unnötig vielen Teilnehmern überladen wird, sondern durch klare Strukturen gekennzeichnet ist. Darüber hinaus findet eine regelmässige Überprüfung der Massnahmen statt, so wie sie durch das Gesetz auch vorgesehen ist. Es lässt sich abschliessend festhalten, dass der theoretische Referenzrahmen für das „Schulische Standortgespräch“ in diesem Fall nur bedingt zu gelten scheint und sich vor allem im Bereich der Koordination massive Unterschiede zwischen empirischer und formaler Struktur zeigen.

 
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