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5.1.7 Zeitliche Überprüfung der verfügten Massnahmen

Hinsichtlich der aus der theoretischen Rahmenkonzeption auf ihre Bedeutsamkeit hin überprüften Hypothesen ergibt sich folgendes Bild:

a. Hinsichtlich der zeitlichen Überprüfung der verfügten Massnahmen sind nur die Handlungsstrukturen der Klassenlehrpersonen prägnant.

b. Die formale Struktur und die empirische Struktur weisen keine Übereinstimmung auf.

Es ist davon auszugehen, dass die Massnahmen in unterschiedlichen Abständen überprüft werden. Diese Annahme würde auch den offen gehaltenen solothurnischen Vorgaben entsprechen. So bleibt für die betroffenen Akteure ein gewisser Handlungsspielraum, die formalen Vorgaben, auch nach Effizienzkriterien, auslegen zu können (vgl. Kühl, 2011). In diesem Fall lassen die fehlenden empirischen Strukturen aber trotzdem auf eine sehr hohe Varianz in der Praxis schliessen. Diese Tatsache dürfte sich nicht positiv auf einen standardisierten Abklärungsprozess auswirken.

5.1.8 Zusammenfassung Schulische Abklärung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die SA ein Teil des Abklärungsprozesses darstellt, der den Fachpersonen gut bekannt ist. Es gibt in der Gruppe der Eltern zwar keine einheitlichen Vorstellungen zu den einzelnen Handlungsabläufen der Teilnahme, genauso wie zur Koordination und Überprüfung der Massnahmen die Vorstellungen der Lehrpersonen diffus sind, was wahrscheinlich auch wesentlich damit zusammen hängt, dass die Erhebung vor der Etablierung des „Standardisierten Abklärungsverfahrens“ durchgeführt wurde. Die übrigen Vorstellungen, wenn sie auch sehr divers sind, lassen sich aber trotzdem in einer bestimmten Struktur darstellen. Obwohl keine wirklich feste Struktur zu erkennen ist, kommt die tragende Rolle für die „Schulische Abklärung“ den Psychologen und teilweise auch den Klassenlehrpersonen zu, was den Informations- und Kommunikationsfluss sichert und stabil hält. Kennzeichnend sind für die SA darüber hinaus auch die einfachen und klaren Informationswege. Das System ist somit nicht mit unnötig vielen Teilnehmern überladen, sondern durch klare Strukturen gekennzeichnet. Ob und in welcher Form eine regelmässige Überprüfung der Massnahmen stattfindet, kann nicht direkt beantwortet werden. Es lässt sich aber vermuten, dass die Massnahmenüberprüfung unregelmässig und in verschiedenen Abständen stattfindet. Dieser Tatsache wird durch den formale Rahmen in seiner Ausgestaltung auch Rechnung getragen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die SA ein komplexerer Prozess ist und deshalb nicht zu solch klaren Vorstellungen führt, wie es beim SSG der Fall ist, aber dennoch erstaunlich stark mit den formalen Vorgaben übereinstimmt. Diese Erkenntnisse zeigen sich weitgehend auch in anderen Untersuchungen (z. B. Kommunikation), weisen teilweise die erwarteten Ergebnisse auf (z. B. hinsichtlich zentraler Akteure), zeigen aber auch zum Teil unerwartete Ergebnisse (z. B. keine Strukturdifferenz).

 
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