< Zurück   INHALT   Weiter >

5.4.7 Finanzen des Kantons für die Sonderbeschulung

Hinsichtlich der aus der theoretischen Rahmenkonzeption auf ihre Bedeutsamkeit hin überprüften Hypothesen ergibt sich folgendes Bild:

a. Hinsichtlich des Finanzbeitrages des Kantons bei Sonderschulung sind die Handlungsstrukturen einiger Akteursgruppen prägnant.

Klassenlehrpersonen und Psychologen geben an nicht zu wissen, wie viele Franken der Kanton pro Monat für die Beschulung eines Schülers aufbringt. Bei allen anderen befragten Gruppen konnte keine prägnante Struktur nachgewiesen werden. Das heisst, dass die Vorstellungen über die finanzielle Situation den beschäftigten Akteuren in diesem Bereich unklar sind bzw. sie Vorstellungen haben, die zu stark voneinander abweichen. Die Ergebnislage bestätigt bisher durchgeführte Untersuchungen darin, dass bestimmte, damit befasste Akteursgruppen, auch eine inhaltliche Vorstellung der Umsetzung haben (vgl. z. B. Trachsler, 2005).

5.4.8 Finanzen des Kantons für die Kleinklassenbeschulung

Hinsichtlich der aus der theoretischen Rahmenkonzeption auf ihre Bedeutsamkeit hin überprüften Hypothesen ergibt sich folgendes Bild:

a. Hinsichtlich des Finanzbeitrages des Kantons bei Beschulung in der Kleinklasse sind die Handlungsstrukturen nur einiger Akteursgruppen prägnant.

Ausser den Schulleitern zeigen alle befragten Akteursgruppen eine prägnante Vorstellung von der Handlungsstruktur. Sie geben prägnant an nicht zu wissen wie viele Franken der Kanton pro Monat für die Beschulung eines Schülers in einer Kleinklasse aufbringt. Das heisst, dass die Vorstellungen über die finanzielle Situation den beschäftigten Akteuren auch in diesem Bereich unklar sind bzw. dass sie Vorstellungen haben, die zu stark voneinander abweichen. Die Ergebnislage bestätigt bisher durchgeführte Untersuchungen darin, dass bestimmte, damit befasste Akteursgruppen, auch eine inhaltliche Vorstellung der Umsetzung haben (vgl. z. B. Trachsler, 2005).

5.4.9 Finanzen des Kantons für die Integrative Beschulung

Hinsichtlich der aus der theoretischen Rahmenkonzeption auf ihre Bedeutsamkeit hin überprüften Hypothesen ergibt sich folgendes Bild:

a. Hinsichtlich des Finanzbeitrages der Eltern bei integrativer Beschulung sind die Handlungsstrukturen nur einiger Akteursgruppen prägnant.

Schulleiter geben einen Betrag zwischen 1400 und 1900 Franken an, während Eltern, Klassenlehrpersonen und Psychologen angeben nicht zu wissen, wie viele Franken der Kanton pro Monat für die integrative Unterstützung eines Schülers aufbringt. Das heisst, dass die Vorstellungen über die finanzielle Situation den beschäftigten Akteuren auch in diesem Bereich unklar sind bzw. sie Vorstellungen haben, die zu stark voneinander abweichen. Die Ergebnislage bestätigt bisher durchgeführte Untersuchungen darin, dass bestimmte, damit befasste Akteursgruppen, auch eine inhaltliche Vorstellung der Umsetzung haben (vgl. z. B. Trachsler, 2005).

5.4.10 Zusammenfassung Finanzen

Die Kategorie „Finanzen“ ist insgesamt gekennzeichnet durch die Finanzierung der Sonderbeschulung, der Kleinklassenbeschulung und integrativer Beschulung auf kantonaler ebene, Gemeindeebene und durch die Eltern. Über alle Bereiche hinweg lassen sich prägnante Finanzangaben grösstenteils nur bei den Schulleitern aufzeigen, was bestätigt, dass diese Akteursgruppe hauptsächlich mit der Finanzierung besonderer Massnahmen befasst ist und ihre zentrale Stellung diesbezüglich auch festigt. Zusätzlich geben andere Akteursgruppen (v. a. Psychologen und Eltern) prägnant an, nicht zu wissen wie die Finanzierung einzelner Massnahmen im Detail geregelt ist. Auch diese Tatsache festigt die Position der Schulleiter und wirft die Frage auf, ob der Informationsfluss gefährdet ist, falls die Gruppe der Schulleiter aus der jeweiligen Struktur entfernt wird.

 
< Zurück   INHALT   Weiter >