Menü
Start
Anmelden / Registrieren
Suche
 
Start arrow Sozialwissenschaften arrow Kinderschutz in institutionellen Arrangements
< Zurück   INHALT   Weiter >

1.3 Ziele und Aufbau dieser Studie

Diese Studie zielt darauf ab, das Kinderschutzsystem in Bezug auf Gewalt gegen Kinder durch den Zwei-Länder-Vergleich in Deutschland und Südkorea darzustellen. Diese Arbeit konzentriert sich nicht auf individuelle und ethische Fragen, sondern nach Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Systeme in beiden Ländern und die Entdeckung von Systemfehlern (z.B. fehlende Gesetze und Kooperation der beteiligten Institutionen, Schwachstellen in der organisatorischen Struktur). Das Aufzeigen von effektiveren Möglichkeiten sollen durch diesen Vergleich deutlich gemacht werden. Mit folgenden Fragen werde ich mich diesbezüglich in meiner Studie befassen:

Ÿ Wie haben sich die Kinderschutzsysteme in Deutschland und Südkorea entwickelt?

Ÿ Wie ist Gewalt gegen Kinder in beiden Ländern definiert?

Ÿ Welche Rollen kommen Staat, Gerichten und freien Trägern in den Kinderschutzsystemen in Deutschland und Südkorea zu?

Ÿ Wie geht das jeweilige Land bei Kindeswohlgefährdungen vor, um Kinder vor Gewalt zu schützen bzw. sie zu unterstützen, wenn sie in einer gefährlichen Umgebung aufwachsen?

Ÿ Wie ist bei Gewalt gegen Kinder das Risiko einzuschätzen und zu verfahren?

Vor diesem Hintergrund wird ein Überblick über die gesellschaftliche Lage von Kindern und Jugendlichen in beiden Ländern gegeben und der geschichtliche Rahmen in Bezug auf den Verlauf der Gewalt gegen Kinder in beiden Ländern untersucht (Kap. 2). Darauf folgend wird mithilfe von Sekundärliteratur und bisherigen theoretischen Studien im Allgemeinen die Gewalt gegen Kinder in beiden Ländern thematisiert. Dabei werden die unterschiedlichen Begriffe und Formen erläutert, sowie die Häufigkeit und Verbreitung in beiden Ländern dargestellt werden (Kap. 3). Anhand von Literatur und Gesetzen werden dann die gesetzlichen und praktischen Gesichtspunkte für die Hauptthemenbereiche aufgearbeitet, als auch rechtliche Regelungen und organisatorische Gegebenheiten und Handlungs-ansätze für die Praxis betrachtet (Kap. 4, 5). Darauf folgt ein praxisbezogener Vergleich zwischen dem KSZ Iksan in Südkorea und dem Jugendamt Kassel sowie dem Präventionsprojektmodell von beiden Ländern in der heutigen Praxis (Kap. 6). Schließlich wird die in beiden Ländern aktuelle geführte Diskussion zusammengefasst.

Einen Beitrag zur erweiterten Perspektive über ländervergleichende Kinderschutzsysteme zu leisten, ist eine entscheidende Motivation für diese Studie.

Eine vergleichende Betrachtung der Situation in Südkorea und Deutschland soll hierzu fruchtbare Anregungen, Diskussionsstoff und Denkanstöße liefern.

Abbildung 1: Forschungsdesign

Teil Eins: Der Hintergrund – Die gesellschaftliche Lage in Deutschland und Südkorea

Ohne Kenntnis über die gesellschaftliche Lage von Kinder- und Jugendhilfe und der geschichtlichen Entwicklung des Kinderschutzsystems in Deutschland und Südkorea sind realistische Vergleiche nicht möglich. Da Gewalt gegen Kinder mit dem historischen soziokulturellen Prozess eng verzahnt ist, wird somit auch das Schutzsystems beeinflusst.

Als ein Schwerpunkt wird die soziale Grundlage und Situation der Kinder und Jugendlichen im Kontext der gesellschaftlichen Lage und des sozialen Wandels in Südkorea und Deutschland aufgegriffen. Weiterhin werden die historischen Verläufe der Kinderschutzsysteme in beiden Ländern betrachtet und das Thema der Gewalt gegen Kinder als das Resultat der modernen Gesellschaft betrachtet. Obwohl die gesellschaftliche- und historische Datenlage über Kinder, Jugendliche und Familien in beiden Ländern unterschiedlich ist, sind diese Daten dennoch relativ aussagekräftig.

 
Fehler gefunden? Bitte markieren Sie das Wort und drücken Sie die Umschalttaste + Eingabetaste  
< Zurück   INHALT   Weiter >
 
Fachgebiet
Betriebswirtschaft & Management
Erziehungswissenschaft & Sprachen
Geographie
Informatik
Kultur
Lebensmittelwissenschaft & Ernährung
Marketing
Maschinenbau
Medien und Kommunikationswissenschaft
Medizin
Ökonomik
Pädagogik
Philosophie
Politikwissenschaft
Psychologie
Rechtswissenschaft
Sozialwissenschaften
Statistik
Finanzen
Umweltwissenschaften