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6 Verbreitung und Häufigkeit von Gewalt gegen Kinder

In den folgenden Abschnitten wird die Verbreitung und Häufigkeit von Fällen im Hinblick auf Gewalt gegen Kinder dargestellt. Hierbei bezieht sich die Erläuterung auf die Hell- und Dunkelzahlen zur Auftretenshäufigkeit.

6.1 Statistische Daten von Gewalt gegen Kinder in Südkorea

In Südkorea ist es sehr schwierig, die genaue Zahl für die Verbreitung und Häufigkeit von Gewalt gegen Kinder zu berechnen. Grund dafür ist, dass die in Südkorea zuständigen Ämter, z.B Polizei oder Ministerien, bzw. freie Träger sowie Kinderschutzzentren, One-Stop Förderungszentrum usw. gesonderte Statistiken erstellen, die geschätzt sind oder oft nicht korrekt berechnet wurden, weshalb es in Südkorea keine einheitliche, offizielle Statistik in Bezug auf Gewalt gegen Kinder gibt. Trotzdem bestehen elementare Forschungen über das Hellfeld aus den Berichten der Kinderschutzzentren und über das Dunkelfeld aus den Forschungen der Ministerien.

6.1.1 Hellfeld

In Südkorea wird der staatliche Bericht für die Fälle von Kindesmisshandlung seit 2001 jedes Jahr veröffentlicht. Dieser beruht auf den registrierten Fällen im Kinderschutzsystem durch Fachkräfte aus 45 Kinderschutzzentren.

6.1.1.1 Die Fallzahl der Meldungen

Die Abbildung 11 zeigt, wie sich die Zahl der Meldungen unter der Notrufnummer 1577-1391 des KSZ, dem Callcenter 129 des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt, der Kontaktaufnahme über das Internet und dem Besuch des KSZ, usw. im Zeitraum von 2001 bis 2011 entwickelte. Die Anzahl der Meldungen vermehrte sich im Jahr 2001 von 4133 im Jahr 2011 auf 10146 kontinuierlich. Davon stiegen die Zahlen der verdächtigen Fälle an.

Quelle: National Child Abuse report von Südkorea [1]

* Verdächtige Fälle: Verdacht auf Gewalt gegen Kinder.

** Duplizität: Der gemeldete Fall wird von einer weiteren Person gemeldet.

*** Allgemeine Beratung: Kein Verdacht auf Gewalt gegen Kinder.

Abbildung 11: Die Anzahl der Meldungen von Gewalt an Kindern in Südkorea 20012011

Gemäß § 27 Abs. 1. KWG sollen die SozialarbeiterInnen des KSZ auf die Meldungen der verdächtigen Fälle unverzüglich vor Ort reagieren. Die allgemeine Beratung bezüglich der Kindererziehung oder Erziehungsproblemen stieg erst im Jahr 2001 bis 2006 an und ist dann ab 2007 wieder zurückgegangen. Als Grund gibt das zentrale Kinderschutzzentrum an, dass die mediale öffentliche Auskunft aufmerksam machen und Bürger dadurch auf auffallende Fälle von Gewalt gegen Kinder sensibilisiert werden[2].

  • [1] Ebd., S. 294
  • [2] National Child Protection Agency, 2011. National Child Abuse Report. Seoul, S. 293
 
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