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6.1.1.2 Die Rückfälle von Gewalt gegen Kinder

Bei den Rückfällen von Gewalt gegen Kinder geht um Fälle die bereits behandelt und abgeschlossen wurden und dann erneut als verdächtig gemeldet werden. Die folgende Abbildung 12 beweist die rapide Zunahme von Rückfallquote der Kindesmisshandlungsfälle im Jahr 2001 bis 2011, wobei ein Anstieg von 20 (0.5%) im Jahr 2001 auf 1325 (13.1%) im Jahr 2011 verzeichnet wurde.

Quelle: National Child Abuse report von Südkorea [1]

Abbildung 12: Rückfälle in Südkorea 2001 -2011

Nach vielen Studien kann die Zunahme der Rückfälle damit begründet werden, dass die Schwierigkeit des effektiven Hilfeprozesses für Kinder bzw. Familien und das fehlende Follow-up, geringe Möglichkeiten für Strafmaßnahmen gegen die Täter und mangelnde Fachkräfte des KSZ beinhalten[2]. Dieses Phänomen löst ebenfalls wieder einige Problem aus, sodass Leistungsbelastungen für die Schutzsysteme und Fachkräfte entstehen und es zu zusätzlichen sozialen Kosten kommt. Vor diesem Hintergrund ist die Tabelle aufschlussreich.

6.1.1.3 Die Arten der Meldepflicht

Meldepflichtig sind alle Fälle, bei denen eine Auffälligkeit bezüglich Gewalt gegen Kinder zu beobachten ist. Hier besteht gemäß § 25 KWG die Verpflichtung der Meldung zur Abwehr von Gewalt gegen Kinder. Bei der nachfolgenden Abbildung 13 geht es um die Zahl der Meldungen in Südkorea zwischen von 2001 bis 2011. Dabei ist die Zunahme der Zahl von Meldungen kontinuierlich von 686 (26.3%) im Jahr 2001 auf 2704 (32.4%) angestiegen.

Quelle: National Child Abuse report von Südkorea [3]

Abbildung 13: Die Zahl der Meldepflichtigen in Südkorea 20012011

Nach der Überarbeitung des KWG 2012 in Südkorea erhöhte sich die Zahl der Meldungen auf bis zu 22 verschiedene Berufsgruppen [4] , wobei sich diese Personen in Berufsgruppen befinden, die verpflichtet sind, an Fortbildungen teilzunehmen und eine Geldstrafen auferlegt bekommen, wenn sie ihrer Meldepflicht nicht nachkommen.

  • [1] Ebd., S. 295
  • [2] National Child Protection Agency, 2011. National Child Abuse Report. S. 295; Moon, Y., 2011. A Study on the prevention of Child Abuse and the Protection Measures of the Abused Child. Diss.Dongguk Uni, S. 46
  • [3] Ebd., S. 298
  • [4] Meldeverpflichtete Personen gemäß § 25 KWG: 1. die Mitarbeiter von Kinderpflegezentren 2. Kinderheime 3. Beamte 4. die Beratungsstelle für häusliche Gewalt 5. Gesundheitsförderungszentren 6. Integrationsförderungszentren 7. SozialarbeiterInnen 8. Beratungstelle bei sexuellem Handeln 9. Beratungsstelle bei sexuellem Missbrauch 10. Feuerwehr 11. Rettungsdienst 12. Kindergarten 13. ErzieherInnen 14. MedizintechnikerInnen 15. ÄrztIhnen 16. die Mitarbeiter von Behinderteneinrichtungen 17. psychische Gesundheitszentren 18. Einrichtungen für Jugendliche 19. Jugendschutzzentren 20. LehrerInnen 21. Beratungsstelle für Alleinerziehende 22. private Schulen (Überarbeitung des KWG 22.10.2012, Ministry of Gevernment Legislation)
 
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