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8.3 Die Instanz des Kinderschutzsystems

8.3.1 Organisatorische Strukturen und Aufgaben des KSZ

Gemäß § 45 KWG wurde im Jahr 2000 das zentrale KSZ und das regionale KSZ zum angemessenen Eingreifen und zur Vermeidung von Gewalt gegen Kinder etabliert. Es wird deutlich dargestellt, dass der Staat zunächst das zentrale KSZ einzurichten hat, um die Leistungen und Netzwerke des regionalen KSZ zu unterstützen. Weiterhin haben die Landesbehörde und Städte das regionalzuständige KSZ einzubinden. Dabei hat das Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt, die obersten Landesbehörden und Städte den freien Trägern die Leistungen zu übergeben und deren Finanzierung und Ausstattung zur Tätigwerdung zu unterstützen (§ 45 Abs. 1-4 KWG). Die nachstehende Abbildung 26 zeigt die Strukturen des Kinderschutzsystems in Südkorea.

Quelle: National Child Abuse report [1]

Abbildung 26: Strukturen des Kinderschutzsystems in Südkorea

Im Besonderen verantwortet das nationale KSZ neben dem Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt auch die allgemeine Politik im Hinblick auf Gewalt gegen Kinder. Auch das regionale KSZ beschäftigt sich mit der Förderung und dem Eingreifen zur Abwehr von Gewalt an Kindern. Dafür kann das KSZ die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Institutionen sowie Polizei oder freien Trägern gestalten[2].

Nach § 46 Abs. 1-2 KWG sind die Aufgaben des KSZ folgende:

Ÿ Die Aufgaben des nationalen KSZ: Förderung der regionalen KSZ, Forschung und Publizierung in Bezug auf Gewalt gegen Kinder, Aufbau der Netzwerke für die effektive Zuteilung von Leistungen, Erschließung und Bewertung der Programme für Prävention und Therapie, Fortbildung der Fachkräfte und Öffentlichkeitsarbeit, Führung einer nationalen Datenbank

Ÿ Die Aufgaben der regionalen KSZ: Annahmestellen der Meldung von Gewalt gegen Kinder, Hausbesuche und Inobhutnahme, Erziehung und Beratung für Kinder und Eltern, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit, Follow-up für Kinder und Familien, die Begleitung zum Fallentscheidungsausschuss

Wie oben bereits dargestellt, können nicht nur Staat, oberste Landesbehörde oder Städte als öffentlicher Träger das KSZ führen, sondern auch freie Träger. Dabei müssen diese freien Träger folgende Voraussetzungen erfüllen, dass sie die Leistung des Kindeswohl über drei Jahre erbringen und das hinreichende Budget für die Arbeit mit Gewalt gegen Kinder nachweisen (§ 15 Rechtsverordnung, KWG). Weiterhin ist die Qualifikation der Fachkraft im KSZ wichtig. Hier tätige Personen müssen die staatliche Prüfung erster Klasse als SozialarbeiterInnen bestehen oder im Fach der Psychologie bzw. Sozialarbeit ein abgeschlossenes Studium aufweisen und beim freien Träger insgesamt 100 Stunden eine elementare- und qualifizierte Ausbildung absolviert haben (§ 17 Rechtsverordnung, KWG). Die Abbildung 27 zeigt die Qualifikationen für das KSZ und die Fachkräfte in Südkorea.

Quelle: Kim, (2003) [3]

Abbildung 27: Die Qualifikationen des KSZ und die Fachkräfte in Südkorea

Die Zahl der KSZ in Südkorea im Jahr 2000 betrug 17 und weitete sich 13 Jahre später auf 44 KSZ aus, worunter sich zwei staatliche Träger und 42 freie Träger, wie Tab. 19 zeigt, befinden.

Quelle: Zentrales Kinderschutz-Zentrum[4]

Tabelle 19: Die Kinderschutzzentren in Südkorea

  • [1] Ebd., 18.01.2013
  • [2] Allerdings gibt es keine Vorschriften zur Mitwirkung mit anderen sozialen Einrichtungen im KWG.
  • [3] Kim, H., 2003. Future Tasks of Child Abuse Prevention Policy in Korea. Journal of Korean council for children's rights Vol. 7-3, S. 14
  • [4] Kinderschutzzentrum, Korea1391.org. 11.05.2012
 
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