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Teil Vier: Die sozialpädagogische Handlungsdomäne

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den sozialpädagogischen Handlungsdomänen und deren Grenzen beider Länder. Dafür muss zunächst auf die Übersicht der Handlungsverfahren, der sozialpädagogischen Ansätze und Methoden, im Rahmen von Gewalt gegen Kinder, in den jeweiligen Ländern, eingegangen werden. Dabei spielt eine wichtige Rolle, auf welche Art und Weise die Risikoeinschätzung bei Kindeswohlgefährdung in beiden Ländern vorgenommen wird. Danach wird eine Kooperation für einen effektiven und nachhaltigen Kinderschutz erörtert, und dargestellt, wie der Grad oder die Absichten der Verbesserung von Kinderschutz in der Kooperation zu verzahnen ist.

11 Sozialpädagogische Handlungen und deren Grenzen in Südkorea

11.1 Die Handlungskonzepte sozialpädagogischer Arbeit im Kontext von Gewalt gegen Kinder

Nach dem Leitprinzip des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt gibt es Handlungskonzepte für sozialpädagogische Arbeit und ein effektives Kinderschutzystem, wonach zunächst alle Kinder vor Gewalt geschützt werden müssen. Kinder und Jugendliche haben nicht nur den Anspruch auf angemessene Hilfsangebote zur gedeihlichen Entwicklung, sondern auch auf geeigneten Schutz bei Gefährdung ihres Wohls des Kindes und Jugendlichen. Dabei gilt es dem „Verbleiben in der Familie“ der Inobhutnahme vorzuziehen. Weiterhin versucht der Staat die Funktion der Familien, die Abwendung von Gewalt gegen Kinder zu verbessern und eine gute Atmosphäre in Bezug auf die gedeihlichen Entwicklung zu schaffen. Bei der Intervention zur Abwehr von Gefahren des Kindeswohls versuchen die zuständigen SozialarbeiterInnen, die Kommunikation und das Vertrauen zwischen Kind und Eltern zu berücksichtigen. Damit soll der Grundsatz des Datenschutzes eingehalten werden. [1]

11.2 Handlungsverfahren

Das KSZ agiert im Rahmen des Kinderschutzsystem als Delivery-System und begleitet den Prozess vor der Meldungen der Gewalt gegen Kinder, bis zum Abschluss der Hilfemaßnahmen. Die Fallbearbeitung bei Verdacht auf Gewalt gegen Kinder wird in Südkorea in folgende fünf Phasen unterteilt (Abb. 36):

Ÿ Phase 1: Meldung von Gewalt gegen Kinder

Ÿ Phase 2: Die Untersuchung vor Ort

Ÿ Phase 3: Die Einschätzung und Entscheidung über die Maßnahmen

Ÿ Phase 4: Hilfeprozesse für das Kind, den Jugendlichen und die Familie

Ÿ Phase 5: Abschluss der Fallbearbeitung oder follow-up service

Quelle: National Child Abuse report

Abbildung 36: Handlungsverfahren der KSZ in Südkorea

  • [1] Das Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt, 2000. Das Leitprinzip für effektive Durchführung im Kinderschutzsystem. S. 1
 
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