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12.3.2.4 Rollen und Aufgaben der anderen Netzwerkpartner

Sonstige Netzwerkpartner übernehmen ebenfalls wichtige Rollen und Aufgaben.

Nachfolgend werden die häufigsten Angebote zusammengefasst: [1]

a) Kinder- und Jugendschutzdienste

Ÿ Handlungen im Auftrag des Jugendamtes sowie Hilfe und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die von Misshandlung, Missbrauch, schwerer Vernachlässigung betroffen oder davon bedroht sind Hilfe und Unterstützung bei der Verarbeitung ihrer individuellen Problemlagen,

Ÿ Sensibilisierung und Information im Rahmen der präventiven Arbeit von Eltern, ErzieherInnen und sonstigen pädagogisch Verantwortlichen, um Gewaltanwendungen rechtzeitig zu verhindern bzw. deren Symptome zu erkennen

b) Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen

Ÿ Psychologische und sozialpädagogische Beratung bei Erziehungsschwierigkeiten, Verhaltensproblemen und bei familiären Krisen,

Ÿ Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche und Erwachsene,

Ÿ Unterstützung bei der Suche nach möglichen Ursachen für Krisen und bei der Alltagsbewältigung,

Ÿ Anregung der Hilfe zur Selbsthilfe.

c) Frauenzentren

Ÿ Beratung von Frauen, die seelischer oder körperlicher Gewalt erleiden oder davon bedroht sind,

Ÿ Gewährleistung von Zuflucht für Frauen und Kindern in akuten Krisensituationen,

Ÿ Vermittlung von Kontakten und Unterstützung durch Behörden.

d) Suchtberatungsstellen

Ÿ Beratung der Menschen, die Probleme mit verschiedenen Formen von Süchten haben (Alkohol, Medikamente, illegale Drogen, suchtmäßiges Spielverhalten, Essstörungen u. a.) und deren Angehörige,

Ÿ Vermittlung der Selbsthilfegruppen und Therapiemöglichkeiten,

Ÿ Unterstützung durch Nachsorge nach einem stationären Aufenthalt und bei der Wahrnehmung sozialer Rechte,

Ÿ Durchführung von Präventionsveranstaltungen.

e) Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen

Ÿ Beratung zu gesundheitlichen, sozialen, juristischen und psychischen Aspekten bei Schwangerschaft und Geburt bzw. bei Schwangerschaftsabbruch,

Ÿ Information über Möglichkeiten der Familienplanung und familienfördernde Leistungen,

Ÿ Unterstützung durch Vermittlung und Begleitung zu Ämtern und Behörden.

f) Der Weiße Ring

Ÿ Bitte der Zuwendung, Beistand und Beratung für Opfer einer Straftat,

Ÿ Unterstützung sowohl materiell (z. B. Übernahme von Kosten für einen Rechtsbeistand) als auch beim Umgang mit Behörden. Die Kooperation mit dem lokalen Netzwerk entwickelt sich und wird vor Ort gelebt. Nachhaltigkeit kann nur erreicht werden, wenn diese Kooperation nicht ausschließlich dem Engagement einzelner Personen unterliegt, sondern strukturell verankert wird. Gute Beispiele zeigen, dass von gemeinsamen Fortbildungen verschiedener Professionen, der Mitwirkung im Arbeitskreis und/oder dem regelmäßigen fachlichen Austausch positive Effekte ausgehen.

  • [1] Vgl. Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit. 2012. Kinderschutz in Thüringer Schulen. S. 54-55
 
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