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14.2 Aktivitäten und Präventionsprogramme

Nach dem staatlichen Bericht des nationalen KSZ gab es im KSZ der Stadt Iksan im Zeitraum von 2004 bis 2012 insgesamt 1063 gemeldete Fälle, die Gewalt gegen Kinder aufwiesen, davon wurden 92 Fälle abgeschlossen, wie Tab. 34 zeigt (ein SozialarbeiterIn ist für durchschnittlich 177 Fälle zuständig). Im Jahr 2011 lag die Gefährdungsmitteilung bei 217 Fällen, die durch 83 meldeverpflichtete Personen, 195 nicht-meldeverpflichtete Personen und in etwa 15771391 (über 90%) über Notrufnummern getätigt wurden. Davon wurden 141 als Fall von Gewalt gegen Kinder eingestuft, davon wurden in 50 Fällen betroffene Kinder und Jugendliche (36.5%) aus der Familie genommen, in 91 Fällen (64.5%) wurden sie ohne weitere Maßnahmen in der Familie belassen und in insgesamt 6253 Fällen wurden Dienstleistungen abgeboten, sowie Therapien ausgeführt. Das KSZ in Iksan hat eine Kinderschutzrate von etwa 1.13 von 1000 im Jahr 2011.

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Insgesamt

Die Zahl der Fälle

91

96

103

105

133

122

147

125

141

1063

Abschluss der Fälle

1

8

33

30

20

92

Quelle: National Child Abuse report 2004-2012

Tabelle 34: Die Entwicklung derMeldungszahlen von Gewalt gegen Kinder und den Fallabschlüssen des KSZ der Stadt Iksan

Angebot

Zielgruppe

Institution

Puppenspiel als Prävention zur Aufklärung von sexueller Gewalt gegen Kinder

4-7

8-10

Kindergarten Schule

CES: Child Empowering Service

6-7

Kindergarten

CRA: Child Rights Awareness

8-10

Schule

PAPCM:Participatory Activity for the Prevention of Child Maltreatment

10-12

Schule

Präventionsveranstaltung zur Vermeidung von schulischer Gewalt

10-12

Schule

Erziehungskurse für werdende Eltern

19

Gymnasium, Realschule usw.

Erziehungskurse für Eltern

Eltern

Schule

Erziehungskurse für LehrerInnen

LehrerInnen

Schule

Kampagnen als Prävention von Gewalt gegen Kinder

Bevölkerung

Öffentliche Plätze

Netzwerkarbeit in der Region

z.B. Gremien für Kindergärten, Gremien für Schule, Gremien für Gymnasium

Einmal in 3 Monaten

Quelle: KSZ der Stadt Iksan

Tabelle 35: Die Präventionsprogramme des KSZ der Stadt Iksan

Das Präventionsprogramm richtet sich an verschiedene Zielgruppen. Das Kinderschutzzentrum Iksan organisiert verschiedene Veranstaltungen und Kampagnen und betreibt Netzwerkarbeit, um über Gewalt gegen Kinder aufzuklären. Damit soll verbeugend informiert und Lösungsvorschläge angeboten werden, wie Tab. 35 zeigt.

Die zuständigen SozialarbeiterInnen müssen, bevor sie das Programm für ein Jahr durchführen, an einer Fortbildung teilnehmen. Meistens müssen die zuständigen Fachkräfte freiwillige Dienste suchen, um dieses Präventionsprogramm zu ermöglichen. Nach regelmäßigen Fortbildungen und Gruppentreffen mit den Fachkräften können die Freiwilligen in Schulen oder Kindergärten als ErzieherInnen aktiv werden. Um die Fortbildung für Eltern der Kinder/ Jugendlichen und LehrerInnen, müssen sich die SozialarbeiterInnen selbst kümmern. Es ist festgelegt, dass die SozialarbeiterInnen ebenfalls Netzwerkarbeit in der Region und in Gremien für Kindergärten, Schulen und Gymnasien organisieren und einmal im Quartal regelmäßig zum Kinderschutz und Präventionsprogramm beitragen müssen. So werden beispielsweise die Schüler (im Alter von 10-12) durch die Teilnahme am PAPCM Programm geschult, ihre Bewältigungsfähigkeit zu verbessern. Sie lernen durch das PAPCM-Programm, durch Geschichts- und Rechtskarten, dass sie ein Recht auf eine angemessene Absicherung und ein gedeihliches Aufwachsen haben. Des weiteren können die Eltern der Kinder und Jugendlichen sowie die LehrerInnen die Fortbildung gemeinsam besuchen. Die Eltern erhalten durch erzieherische Beratung ein Verständnis über Gewalt Kindern, um diese verhindern zu können. Zudem wird das CRA-Programm mit den SchülerInnen (im Alter von 8-10) in der Schule durchgeführt, dabei werden ihnen Wissen über das Recht des Kindes, basieren auf der UN-Konvention vermittelt. Diese Themen werden veranschaulicht durch Videos und Situationsnachstellungen.

Nach dem nationalen Bericht hat das KSZ Iksan im Jahr 2011 17476 Kindern und Jugendlichen, 683 Eltern, 242 BeamtenInnen, 97 LehrerInnen in der Schule, 1587 SozialarbeiterInnen in sozialen Einrichtungen, 846 ErzieherInnen in Kindergärten, also insgesamt 20931 Personen, die Fortbildung zur Prävention von Gewalt gegen Kinder ermöglicht.

Quelle: KSZ der Stadt Iksan

Abbildung44: Exemplarisches Karteninstrument (PAPCM-Programm)

 
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