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16 Vergleich

[1]

In der Kinderschutzarbeit des Jugendamts Kassel und des KSZ Iksan finden sich Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede. Sieh stehen vor gleichen Herausforderungen und Aufgaben, greifen jedoch auf unterschiedliche Intervention zurück. Zudem fällt eine ausführliche Beschreibung der Präventionsprogramme wegen vertraulich zu handhabenden Interviews schwer.

1. Ein erster Unterschied ist, dass das KSZ Iksan den Auftrag zur Bewältigung von Gewalt gegen Kinder vom Staat zugeteilt bekam, die Leistungskosten werden von den Kommunen finanziert und diese werden im Verhältnis von ca. 7:3 von den freien Trägern „Goodneighbors“ unterstützt. Die SozialarbeiterInnen des KSZ haben nicht nur die Arbeit den Kinderschutz und die Präventionsprogrammen zu leisten, sondern auch administrative Tätigkeiten und Beihilfearbeit zu bewältigen. Aus diesem Grund haben sie vielfältige unterschiedliche Arbeitsbereiche, die sich schwer auf die Kinderschutzarbeit reduzieren lassen. Dagegen wird das Jugendamt Kassel, als öffentlicher Träger, durch die staatlichen Finanzierungen getragen. Die Aufgaben des ASD befassen sich mit der Sicherstellung, die Kinder und Jugendlichen vor Gefahren zu schützen und ganzheitliche, präventive Hilfen anzubieten. Der ASD des Jugendamtes Kassel beschäftigt sich zielgerichtet mit der Aufgabe des Kinderschutzarbeit, welche im KJHG geregelt ist.

2. Im KSZ Iksan beträgt die Zahl der SozialarbeiterInnen insgesamt 10 Fachkräfte, sechs davon Arbeiten für den Kinderschutz. Von 2004 bis 2011 lagen insgesamt 1063 Fälle von Gewalt gegen Kinder beim KSZ Iksan vor und jährlich kommen über 100 Fälle hinzu. Dagegen liegt die Anzahl der MitarbeiterInnen des ASD in Kassel bei ca. 40 Fachkräften, die für die folgende Aufgabenbereiche zuständig sind: die Bearbeitung von Gefährdungsmitteilungen in Bezug auf Kinder und Jugendliche, Erziehungs-, Trennungs- und Scheidungsberatung, Einleitung von erzieherischen Hilfen etc. Im Jahr 2012 bearbeiteten sie 260 Fälle von Gefährdungsmeldungen und insgesamt 64 Fälle nach einer festgestellten Gefährdung.

3. Das KSZ Iksan hat vielfältige Programme zur Prävention des Kinderschutzes erstellt, die nach Alter des Kindes und Jugendlichen unterteilt sind und in verschiedenen Institutionen und sozialen Einrichtungen sowie Schulen und staatlichen Behörden durchgeführt werden. Neben der Präventionsaktivität, wird aktive Netzwerkarbeit betrieben, unter dem Fokus des Kinderschutzes finden regelmäßige Konferenz mit Experten und Fachkräften in Institutionen statt. Diese Präventionstätigkeiten sind kontinuierlich stabil und aktiv. Sie sind jedoch nicht für die Gruppe der Risikogefährdeten gedacht, sondern werden je nach regionalem KSZ und freiem Träger unterschiedlich für alle Interessierten angeboten. Dagegen leistet das Jugendamt Kassel sehr passive und statische Präventionsaktivitäten. In Deutschland werden diese Präventionsaktivitäten bei Kindern unter drei Jahren und deren Familien, durch staatlich vielfältige Projektmodelle durchgeführt, um die Gruppe der Risikogefährdeten zu verringern und Prävention von Gewalt gegen Kinder verstärkt zu etablieren. Verstärkte Netzwerkarbeit spielt auch hier eine große Rolle.

  • [1] Vgl. Kap. VI
 
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