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Vierte Verfahrensregel der Konstellationsanalyse

Formuliere auf Grundlage des Ausgangsmaterials inhaltliche Hypothesen und markiere verbleibende Forschungslücken! Formuliere Hypothesen über die Relevanz potentiell zu untersuchender sozialer Serien (d. h. hinzuzuziehender Materialien)!

Wir wollen, da es uns hier nicht um eine vollständige Analyse, sondern die Illustration einer Vorgehensweise geht, im Folgenden nicht in gleicher Detailliertheit auf sämtliche anhand des Briefs identifizierbaren sozialen Serien eingehen, wie wir dies oben mit Blick auf die Strauss-Kojève-Serie und die Serien Kojève coram publico bzw. Strauss coram publico getan haben; ebenso wenig geben wir eine exakte Darstellung des Argumentationsgangs, der uns mit Blick auf die einzelnen Serien zur Formulierung dieser Hypothese oder jener Forschungsfrage geführt hat. Stattdessen geben wir eine Überblicksdarstellung in tabellarischer Form (Tab. 3.1), die – in der Rubrik ‚Kennzeichnung im Rahmen der Strauss-Kojève-Serie' – die Äußerung, auf die wir uns beziehen, beinhaltet, so dass die Leser*innen die Möglichkeit haben, die Plausibilität der Hypothesen und Forschungsfragen, die wir formulieren, zu überprüfen (und sie gegebenenfalls zu ergänzen, präziser zu fassen oder zu ersetzen).

Tab. 3.1 Serie Strauss-Kojève: Sequenz vom 03. Juni 1965 (Brief Strauss)

Diese tabellarische Überblicksdarstellung fasst hinsichtlich des Ausgangsmaterials das Ergebnis des Schritts der Konstellationsanalyse, den wir als Identifikation der Ereigniskonstellation gekennzeichnet haben, zusammen. Zwar ist es nicht geradezu notwendig, im Zuge einer Konstellationsanalyse Tabellen dieser (oder ähnlicher) Art anzulegen; gleichwohl empfehlen wir ein solches Vorgehen, da es die Systematisierung des Materials wesentlich erleichtert. Der Grund für diese Empfehlung lässt sich einfach erklären. Für diese Erklärung müssen wir die Operationen, die an diesen ersten Schritt anschließen, antizipieren. Wir verhandeln sie in der Folge im Zusammenhang, da es sich, wie wir dargestellt haben, bei der seriellen und der interseriellen Analyse um interagierende Operationen handelt, die unterschiedliche Fragestellungen an ein und dasselbe Material herantragen. Hingegen bei der transseriellen Analyse handelt es sich, wie wir oben dargestellt haben, um eine Operation, die dieselbe Fragestellung an unterschiedliche Materialien heranträgt; daher werden wir zu diesem Aspekt der Konstellationsanalyse keine Exemplifikation vornehmen, sondern lediglich einige allgemeine Hinweise geben.

 
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