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8.8 Freiwillige Arbeit, Religion und Religiosität

Abbildung 13: Konfessionszugehörigkeit hauptamtlicher und freiwilliger Mitarbeiter, in %

Hauptamtliche N = 275, Freiwillige N = 641, x² = 32,5/ CV = 0,19***.

Im letzten Teil der empirischen Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung werden die Hypothesen H5 bis H9, die in Kapitel 6.5 dargestellt wurden, untersucht. Diese Hypothesen beziehen sich auf die Einflüsse von Religion und Religiosität auf freiwillige Arbeit. Zunächst werden die Unterschiede freiwilliger und hauptamtlicher Mitarbeiter hinsichtlich ihrer Religionszugehörigkeit sowie die die Religiosität und die religiöse Praxis betreffenden Merkmale dargestellt. Außerdem werden die Unterschiede der religiösen Merkmale für die drei Organisationsformen beschrieben.

In Kapitel 8.2 und 8.3 wurden bereits die Unterschiede soziodemographischer Merkmale freiwilliger und hauptamtlicher Mitarbeiter der gemeinnützigen Organisationen dargestellt[1]. Zusammengefasst haben Freiwillige ein etwas höheres Haushaltseinkommen, sind dennoch schlechter gebildet und seltener erwerbstätig, haben häufiger einen Migrationshintergrund und sind älter als Personen, die hauptamtlich in gemeinnützigen Vereinen tätig sind (Tabelle A 26). Abbildung 13 zeigt die Verteilung der Konfessionszu-gehörigkeit von hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern. Es ist davon auszugehen, dass die zweckorientierten Organisationen, aufgrund der Möglichkeit, Personal anhand der Religionszugehörigkeit auszuwählen, deutlich häufiger sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter mit entsprechendem Glaubensbekenntnis beschäftigen als solidarische Vereine (Bundesministeriums der Justiz 2009, S. § 9). Das bedeutet, dass die folgenden Ergebnisse für diese beiden Gruppen nicht in demselben Maße variieren als wenn eine reine Zufallsstichprobe aus Mitarbeitern verschiedener Branchen als Referenzgruppe zu den Freiwilligen gezogen worden wäre.

Dennoch geben die hauptamtlichen Mitarbeiter (32,0 %) signifikant häufiger an, keiner Glaubensgemeinschaft anzugehören, als freiwillige Mitarbeiter (23,7 %). Besonders wenige hauptamtlich arbeitende Personen bekennen sich zur islamischen oder alevitischen Glaubensgemeinschaft (2,5 %), während 12,9 % der Freiwilligen islamischen oder alevitischen Glaubens sind. Dies ist der bereits beschriebenen Tatsache geschuldet, dass die türkisch-islamischen Vereine aufgrund ihrer geringeren finanziellen Mittel, durch u.a. fehlende Kirchenbzw. Religionssteuer, dem fehlenden Status als Wohlfahrtsverband und der Abhängigkeit von Spenden, seltener hauptamtliche Kräfte einsetzen können und noch stärker darauf angewiesen sind, dass Personen freiwillige Arbeit leisten (Kapitel 4.2.2). Katholiken sind deutlich unter den hauptamtlichen Mitarbeitern (22,5 %) zu finden als unter den freiwilligen Mitarbeitern (15,3 %). Die Zahl der Protestanten ist in beiden Gruppen etwa gleich bei knapp über und unter 40 %.

Die nachfolgenden Berechnungen wurden ohne die konfessionslosen Personen durchgeführt, was bei den hauptamtlichen Mitarbeitern 88 und bei den Freiwilligen 152 Befragte ausmacht. Daher ergibt sich für die hauptamtlichen Mitarbeiter eine maximale Gruppengröße von 187, für die Freiwilligen von 489 Per-sonen. 35 Befragte haben keine Angaben zur Religionszugehörigkeit gemacht, weshalb diese ebenfalls nicht in den folgenden Analysen berücksichtigt werden können. Der Ausschluss dieser Personen erfolgt, weil Fragen zur Religiosität nur konfessionellen Freiwilligen gestellt wurde.

Die erste Hypothese zum Einfluss von Religion und Religiosität lautete, dass Personen, die religiöser sind als andere, auch häufiger freiwillig arbeiten als andere (H5). Dies wird mit dem in den abrahamitischen Religionen tradierten Grundgedanken der Nächstenliebe begründet (Bekkers und Schuyt 2008, S. 76; Berger 2006, S. 130; Cnaan et al. 1993, S. 37; Reitsma et al. 2006; Wuthnow 1991, S. 162). Diese Norm der sozialen Verantwortung führt dazu, dass freiwillige Arbeit als Akt der Nächstenliebe unter religiösen Personen weit verbreitet ist (Heckhausen 1989, S. 286) (Kapitel 6.3). Wie bereits in Kapitel 6.3 ausführlich

dargestellt, bezeichnet Wuthnow (1995, S. 138; 1991, S. 121) dies mit dem Begriff „Conviction” also der religiösen Überzeugung oder auch Religiosität (Schmitz 2007, S. 244). Der Einfluss der selbsteingeschätzten Stärke der religiösen Überzeugung wird im Folgenden untersucht.

Abbildung 14: Selbsteingeschätzte Religiosität hauptamtlicher und freiwilliger Mitarbeiter, in %

Hauptamtliche N = 180, Freiwillige N = 454, x² = 33,9/ CV = 0,23***.

Obwohl die selbsteingeschätzte Religiosität, wie beschrieben, nur für konfessionell gebundene Personen abgefragt wurde, zeigt die Differenzierung nach hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern signifikant unterschiedliche Ergebnisse. Während mehr als 40,0 % der hauptamtlichen Mitarbeiter angeben, gar nicht oder nur wenig religiös zu sein, tun dies unter den freiwilligen Mitarbeitern nur knapp über 20,0 % (Abbildung 14). Stattdessen geben fast 50,0 % der Freiwilligen an, ziemlich oder sehr religiös zu sein, während sich nur knapp über 20,0 % der Hauptamtlichen als ziemlich oder sehr religiös bezeichnen. Dieses Ergebnis kann als erster Hinweis dafür gewertet werden, dass konfessionelle Freiwillige religiöser sind als konfessionelle hauptamtliche Mitarbeiter.

Die Antworten auf die Fragen zur religiösen Erfahrung nach Kecskes und Wolf (1996, S. 30) zeigen ebenfalls hochsignifikante Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Allen Aussagen stimmten die Freiwilligen häufiger völlig zu als die Hauptamtlichen (Tabelle 59). Besonders deutlich sind die unterschiedlichen Angaben bei der Frage danach, ob die Befragten durch den Glauben schon oft die Nähe Gottes, Allahs oder Hak-Mul)ammad-'Alis erfahren haben, und der Frage danach, ob es schon vorgekommen ist, dass Gott, Allah, Hak-Mul)ammad'Ali in einer konkreten Situation geholfen hat.

Tabelle 59: Einfluss des Glaubens auf das Alltagsleben der freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeiter, in %

Items

Hauptamtliche

Freiwillige

Chi²-Test/ Cramers V

Religion gibt Sicherheit

50,6

73,7

X²=36,1/ CV=0,24***

Nähe Gottes

43,5

69,9

X²=40,7/ CV=0,26***

Gott hat geholfen

42,9

69,0

X²=39,3/ CV=0,25***

Gefühl der Geborgenheit

56,2

79,8

X²=37,5/ CV=0,24***

Leben sinnlos

36,0

60,8

X²=34,4/ CV=0,23***

Nicht verzweifeln

61,9

79,6

X²=26,3/ CV=0,20***

N (max.)

180

460

Nur Personen mit Konfession; nur Antworten „stimme völlig zu“ gezeigt.

Der Anteil der Freiwilligen, die auf der vierstufigen Skala völlig zustimmten, übersteigt den Anteil der Hauptamtlichen um mehr als 26 Prozentpunkte. Der geringste, aber immer noch hochsignifikante Unterschied von noch knapp 18 Prozentpunkten ist bei der letzten Aussage „der Glaube an Gott, Allah, HakMu/:ammad-'All hilft mir, in schwierigen Situationen nicht zu verzweifeln“ zu verzeichnen. Es zeigt sich also, dass Freiwillige häufiger zustimmen, dass ihr Glaube ihren Alltag beeinflusst.

Auch das Merkmal Verbundenheit mit der Glaubensgemeinschaft wurde für alle Befragten, die sich einer Religion zugehörig fühlen, abgefragt. Die Verteilung in den beiden Gruppen ist signifikant unterschiedlich. Während mehr als die Hälfte der Freiwilligen angibt, stark und sehr stark mit der Glaubensgemeinschaft verbunden zu sein, sind es bei den Hauptamtlichen knapp 30 % (Tabelle 60).

Christen, Muslimen und Aleviten wurden unterschiedliche Fragen zum Thema Bethäufigkeit gestellt. Personen, die angaben, katholisch oder evangelisch zu sein, wurde die Frage „Wie häufig beten Sie?“ gestellt. Die Befragten konnten auf einer achtstufigen Skala zwischen „mehrmals am Tag“, „einmal am Tag“, „mehr als einmal in der Woche“, „einmal in der Woche“, „einbis dreimal im Monat“, „mehrmals pro Jahr“, „seltener“ und „nie“ auswählen.

Tabelle 60: Verbundenheit mit der Glaubensgemeinschaft der freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeiter, in %

Hauptamtliche

Freiwillige

Gar nicht

15,6

4,2

Wenig

24,9

14,8

Mittel

30,1

28,0

Stark

20,8

27,1

Sehr stark

8,7

26,0

N

173

454

x² = 49,4/ CV = 0,28***.

Auch die Frage nach dem Pflichtgebet[2] für Muslime hat dieselben acht Antwortmöglichkeiten. Die alevitischen Befragten konnten ebenso zwischen den acht genannten Antwortmöglichkeiten auswählen, doch lautete ihre Frage „Wie häufig denken Sie an Hak-Mu/:ammad-'All?“.

Tabelle 61: Häufigkeit des Betens der freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeiter, in %

Hauptamtliche

Freiwillige

Weniger als durchschnittliche Häufigkeit

69,1

38,2

Mittlere Häufigkeit und darüber

30,9

61,8

N

181

468

x² = 47,8/ CV = 0,28***.

Diese Formulierung ergab sich aus den Interviews mit alevitischen Studierenden und dem Bildungsbeauftragten der alevitischen Gemeinde in Deutschland und wird synonym für das Beten verwendet (Kapitel 7.2.1.4). Die religionsspezifischen Fragen nach der Häufigkeit des Betens wurden für die folgenden Analysen zusammengefasst, indem die entsprechenden Mediane betrachtet und die Ausprägungen bis zum Median und darüber zu zwei Gruppen zusammengefasst wurden. So können die Befragten ungeachtet der Fragen anhand der gruppenspezifischen Mediane gemeinsam betrachtet werden und religionsspezifische Unterschiede in der durchschnittlichen Bethäufigkeit pro Religion (Achsenabschnitt) führen nicht Überschätzungen der Bethäufigkeit.

Die Verteilung der Bethäufigkeit ist zwischen hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern signifikant verschieden. 69,1 % der hauptamtlichen und 38,2 % der freiwilligen Mitarbeiter beten weniger als durchschnittlich oft. Entsprechend weisen knapp ein Drittel der hauptamtlichen Mitarbeiter überdurchschnittliche Bethäufigkeiten auf und fast zwei Drittel der freiwilligen Mitarbeiter. Obwohl unter den hauptamtlichen Mitarbeitern 60 % konfessionell gebunden sind und dieser Anteil nur knapp zehn Prozentpunkte unter dem Anteil der Freiwilligen liegt, beten die hauptamtlichen signifikant seltener als die freiwilligen Mitarbeiter. Die Ergebnisse der Merkmale selbsteingeschätzte Religiosität, Einfluss des Glaubens auf das Alltagsleben, Verbundenheit mit der Glaubensgemeinschaft und auch rituelle Handlungen wie das Beten sind also bei Freiwilligen stärker ausgeprägt oder werden häufiger ausgeübt als von hauptamtlichen Mitarbeitern.

Der zweite Teil der „Conviction and Community Theory“ befasst sich mit dem sozialen Aspekt der religiösen Gemeinden (Berger 2006, S. 130; Cnaan und Curtis 2013, S. 23; Wuthnow 1991, S. 127). Der Besuch von Gotteshäusern dient nicht nur der Religionsausübung sondern auch dem Knüpfen und Pflegen von Kontakten zu Personen mit denselben religiösen Werten. Dort treffen Gemeindemitglieder Personen, die sich bereits in der Gemeinde engagieren oder dort arbeiten, werden daher häufiger als andere über Aktionen informiert und gefragt, ob sie sich engagieren möchten. Aufgrund der sozialen Beziehungen der Gemeindemitglieder ist auch die soziale Kontrolle untereinander hoch. Das führ dazu, dass die Gemeindemitglieder seltener ablehnen, wenn sie gefragt werden, ob sie sich engagieren, und die Regeln und Normen, wie z.B. jene der sozialen Verantwortlichkeit, eher eingehalten werden. Die Hypothese H6 befasst sich daher mit der Frage, ob Personen, die häufiger Gottesdienste besuchen, auch häufiger freiwillig arbeiten und vor allem in zweckorientierten Organisationen freiwillig arbeiten als andere.

Wie bereits beschrieben, wurden die unterschiedlichen Fragen nach der Kirchgangs- und Moscheebesuchshäufigkeit für christliche und islamische Befragte zusammengefasst, um die unterschiedlichen Praktiken und Gewohnheiten der beiden Glaubensgemeinschaften zu berücksichtigen. Die Zusammenfassung erfolgte wie bei der Bethäufigkeit anhand der religionsspezifischen Mediane und entsprechender Einteilung in zwei Kategorien: Bis durchschnittliche Besuchshäufigkeit und überdurchschnittliche Besuchshäufigkeit (Kapitel 7.2.1.4). Selbst diese grobe Einteilung zeigt bereits signifikant unterschiedliche Verteilungen zwischen hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern (Tabelle 62). Während nur 20,9 % der hauptamtlichen Mitarbeiter überdurchschnittlich oft in die Kirche oder Moschee gehen, sind es unter den Freiwilligen 46,5 %.

Tabelle 62: Häufigkeit der Moschee- und Kirchenbesuche der freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeiter sowie Freiwilliger zweckorientierter und solidarischer Organisationen*, in %

*ohne Aleviten.

Dieses Ergebnis entspricht auch jenen Ergebnissen, der in Kapitel 5.2 und 6.5 vorgestellten Literatur zur freiwilligen Arbeit und Kirchgangshäufigkeit. Allerdings ist bei der vorliegenden Analyse zu berücksichtigen, dass die islamischen Befragten zu etwa 90,0 % in der Gruppe der Freiwilligen zu finden sind. Deren Moscheebesuchshäufigkeit betrifft also fast ausschließlich die Gruppe der Freiwilligen. Allerdings zeigt eine nach Muslimen und Christen getrennte Auswertung, dass die vorliegenden Unterschiede fast ausschließlich der christlichen Kirchgangshäufigkeit geschuldet sind. Während 21,8 % der christlichen Hauptamtlichen überdurchschnittlich oft in die Kirche gehen, sind es 52,7 % der christlichen Freiwilligen (x² = 44,4/ CV = 0,29***). Unter den wenigen islamischen hauptamtlichen Mitarbeitern geht kein Befragter überdurchschnittlich oft in die Moschee. 9,2 % der islamischen Freiwilligen besuchen diese häufiger als durchschnittlich oft (nicht gezeigt). Letztere Ergebnisse sind nicht signifikant.

Werden ausschließlich die Freiwilligen betrachtet und nach zweckorientierten und solidarischen Vereinen unterteilt, zeigt sich, wie erwartet, ein statistisch hochsignifikanter Unterschied zwischen den Einrichtungen (x² = 34,3/ CV = 0,30***). Während 56,0 % der Freiwilligen zweckorientierter Organisati-onen überdurchschnittlich oft in die Kirche gehen, sind es unter solidarischen Freiwilligen nur 17,8 %.

Weiterhin wurden die Freiwilligen gefragt, wie sie zu ihrer freiwilligen Arbeit gekommen sind. Wenn die vorgestellten theoretischen Überlegungen von Wuthnow (1991) und Wilson (1995, S. 138) auf die vorliegende Stichprobe übertragbar sind, sollte der Besuch von Gottesdiensten damit einhergehen, dass diese Personen häufiger durch die Ansprache von bereits in der Organisation tätigen Personen zu ihrer freiwilligen Tätigkeit gekommen sind. Die Hypothese H7 lautet, „je häufiger Freiwillige Gottesdienste besuchen, desto eher sind sie aufgrund der Ansprache von Personen aus der Organisation zu ihrem Engagement gekommen“. Dies können zum einen Mitarbeiter der Organisationen oder Verwandte und Bekannte sein, die aber auch unabhängig vom Gottesdienstbesuch von ihrer Tätigkeit erzählen könnten und nach Engagement fragen könnten. Daher ist für die vorliegende Fragestellung vor allem von Belang, ob Personen aus der Organisation den Anstoß für das eigene Engagement gegeben haben. Freiwillige, die häufig in den Gottesdienst gehen, sollten also häufiger über diese Personen zu ihrer Tätigkeit gekommen sein. Um diese Frage zu beantworten, wurden die Freiwilligen gefragt, woher der Anstoß kam, die Tätigkeit zu übernehmen. Es konnten neun verschiedene Antwortmöglichkeiten angegeben werden, die in Tabelle 63 abgetragen sind.

Tabelle 63: Anstoß für die freiwillige Arbeit

Nur Freiwillige. Mehrfachantworten möglich, nur „trifft zu“ gezeigt.

Am häufigsten wurden mit 46,7 % der Freiwilligen eigene Erlebnisse und Erfahrungen genannt, die ausschlaggebend waren, aktiv zu werden. Am zweithäufigs-ten wurden die leitenden Personen aus der Gruppe oder Organisation genannt, in der die Freiwilligen arbeiten (40,8 %). An dritter Stelle stehen Freunde oder Bekannte, die dort schon aktiv waren (30,9 %). Zwei der drei häufigsten Anstöße für freiwillige Arbeit erfolgten also durch soziale Kontakte aus der Organisation. Familienmitglieder, die bereits aktiv waren, machen nur einen kleinen Anteil derer aus, die den Anstoß zu freiwilliger Tätigkeit gaben. Nur 14,5 % gaben Verwandte an.

Unterteilt nach der Häufigkeit des Kirchen- und Moscheebesuchs ergibt sich folgendes Bild (Tabelle 64): Nur hinsichtlich des Anteils an leitenden Personen aus der Organisation und eigener zurückliegender Hilfebedürftigkeit, die den Anstoß für die freiwillige Tätigkeit gaben, unterscheiden sich die Freiwilligen unterschiedlicher Besuchshäufigkeiten.

Tabelle 64: Anstoß für freiwillige Arbeit nach Moscheeu.Kirchgangshäufigkeit, in %

Nur Freiwillige, ohne Aleviten und Konfessionslose, nur „trifft zu“ gezeigt.

Während 52,5 % der Freiwilligen mit überdurchschnittlich häufigem Gotteshausbesuch von Leitern der Organisation gefragt wurden, wurden solche mit geringerer Besuchshäufigkeit nur zu 38,0 % von leitenden Personen gefragt, sich zu engagieren.

Freiwillige, die nur bis zu durchschnittlich oft zur Kirche oder in die Moschee gehen (26,0 %), sind dagegen signifikant häufiger als andere (16,6 %) dadurch zur freiwilligen Arbeit gekommen, dass sie selbst die Hilfe des Vereins in Anspruch genommen haben (X² = 5,0/ CV = 0,12*).

Wenn religiöse Personen eher in zweckorientierten Organisationen, also reli-

giösen Vereinen tätig sind, sind weniger religiöse Personen eher in solidarischen Organisationen tätig. Weiterhin besuchen weniger religiöse Personen seltener Gottesdienste. Wenn die Gottesdienste aber die Orte sozialer Beziehungen sind, in welchen Personen gefragt werden, ob sie sich engagieren möchten, sollten Personen, die in solidarischen Organisationen freiwillig arbeiten, seltener durch die Ansprache von Personen aus der Organisation oder von Personen, die dort schon aktiv waren, zu ihrem Engagement gekommen sein. Es ist nicht davon auszugehen, dass Leiter von solidarischen, also nicht konfessionell gebundenen Einrichtungen, systematisch Kirchen und Moscheen nutzen, um Mitarbeiter und Freiwillige zu rekrutieren. Es wird im Folgenden überprüft, ob Freiwillige, die in zweckorientierten Vereinen arbeiten, häufiger aufgrund der Ansprache von Personen aus der Organisation zu ihrem Engagement gekommen sind als Personen, die in solidarischen Vereinen arbeiten (H8). Werden die Antworten der Personen auf die Frage nach dem Anstoß für ihr Engagement in solidarische und zweckorientierte Vereine unterteilt, zeigen sich zunächst jedoch keine Unterschiede (Tabelle 65).

Tabelle 65: Anstoß für freiwillige Arbeit nach Organisationsform, in %

Nur Freiwillige, nur „trifft zu“ gezeigt.

Wird aber nach Organisationsform und Moscheebesuchs- und Kirchgangshäufigkeit getrennt, zeigt sich, wie zu erwarten war, dass konfessionelle Freiwillige in zweckorientierten Einrichtungen, die häufiger als durchschnittlich oft in die Kirche oder Moschee gehen, signifikant häufiger (53,2 %) von leitenden Personen der Organisation gefragt wurden, ob sie sich freiwillig engagieren möchten (X² = 11,8/ CV = 0,20***) (Tabelle 66). Freiwillige zweckorientierter Vereine, die bis zu mittelmäßig oft in die Kirche oder Moschee gehen, sind weiterhin signifikant häufiger durch Informations- und Kontaktstellen und Hinweisen aus der Presse, dem Rundfunk oder dem Fernsehen zu ihrer freiwilligen Tätigkeit gekommen.

Tabelle 66: Anstoß für freiwillige Arbeit in solidarischen und zweckorientierten Organisationen nach Moscheebesuchs- und Kirchgangshäufigkeit, in %

Nur konfessionelle Freiwillige, ohne Aleviten, nur „trifft zu“ gezeigt, Zweckorientierte N = 313, Solidarische N = 77.

Die Moscheebesuchs- und Kirchgangshäufigkeit hat dagegen für Freiwillige in solidarischen Vereinen weder bezüglich des Anstoßes von Leitern der Organisa-

tionen (X² = 0,2/ CV = 0,04 n.s.) noch für die anderen Merkmale einen Einfluss.

Allerdings ist dies nicht zuletzt auch der geringen Varianz des Merkmals Mo-

scheebesuchs- und Kirchgangshäufigkeit unter Freiwilligen solidarischer Organisationen geschuldet (über Mittelwert 17,8 %, N = 13). Daher müssen diese Ergebnisse für Freiwillige solidarischer Vereine mit Vorsicht interpretiert werden.

Die letzte Hypothese H9, die in Kapitel 6.5 aufgestellt wurde, lautete „,je mehr Personen der eigenen Konfession in das Netzwerk integriert sind, desto eher arbeiten Personen freiwillig und vor allem eher freiwillig in zweckorientierten Organisationen als andere“.

Zum einen bieten die zweckorientierten Organisationen die Möglichkeit, mit Personen der eigenen Konfession in Kontakt zu kommen (Bourdieu 1983, S. 192; Gaskin et al. 1996, S. 107; Park und Smith 2000, S. 276; Wilson und Janoski 1995, S. 138). Sie ermöglichen also, soziale Beziehungen zu Gleichgesinnten zu knüpfen, da zweckorientierte Organisationen eher Mitarbeiter beschäftigen, die sich zu der Religionsgemeinschaft des Vereins bekennen. Zum anderen sind die Personen ihrer zweckorientierten Organisation deshalb besonders attraktiv für die Freiwilligen, weil diese eher religiöses Kapital besitzen, auf das die Freiwilligen in sozialen Austauschprozessen zurückgreifen können, um so die eigenen Kosten für die religiöse Produktion zu teilen und zu vermindern (Iannaccone 1990, S. 303; Reitsma et al. 2006). Gleichzeitig müssen die Austauschbeziehungen aufrechterhalten werden, indem gewisse Verpflichtungen wie z.B. freiwilliges Engagement eingehalten werden. Zwar können die Qualität der Beziehungen und die Inhalte der Austauschbeziehung in der vorliegenden Analyse nicht genauer untersucht werden, doch kann ein Vergleich zwischen Freiwilligen und Hauptamtlichen sowie Freiwilligen, die in solidarischen und zweckorientierten Vereinen arbeiten, angestellt werden. Freiwillige sollten mehr Freunde derselben Konfession im Freundeskreis haben als Hauptamtliche, und Freiwillige in zweckorientierten Vereinen sollten mehr Freunde derselben Konfession haben als Freiwillige in solidarischen Vereinen. Abbildung 15 zeigt den Mittelwertvergleich des Anteils der Konfessionszuge-hörigkeit der maximal fünf engen Freunde, unterteilt nach dem Glaubensbekenntnis der Befragten.

Die Verteilung der Freunde ohne und verschiedener Konfessionszugehörigkeiten unterscheidet sich deutlich innerhalb der Befragtengruppen. 33,4 % der Freunde von Konfessionslosen gehören selbst auch keiner Glaubensgemeinschaft an. 3,5 % der Freunde sind islamischen oder alevitischen Glaubens und 49,0 % der Freunde gehören einer christlichen Religionsgemeinschaft an. Christen verzeichnen den größten Anteil an christ-lichen Freunden (76,3 %). 14,8 % der Freunde sind konfessionslos und 0,4 % ihrer Freunde bekennen sich zum islamischen oder alevitischen Glauben. Dagegen sind nur 2,5 % der Freunde von Befragten mit islamischem oder alevitischem Glauben konfessionslos. 91,0 % gehören ihrer eigenen Glaubensgemeinschaft an. 5,2 % ihrer Freunde sind Christen.

Der Mittelwertvergleich des Anteils der Freunde mit derselben bzw. keiner Konfession bestätigt den Unterschied zwischen den Gruppen (Tabelle 67). Kon-fessionell Gebundene haben also deutlich häufiger Freunde derselben Glaubensgemeinschaft unter ihren fünf engsten Freunden als konfessionslose Personen Freunde ohne Glaubensbekenntnis.

Abbildung 15: Mittelwertvergleich des Anteils der Konfessionszugehörigkeit der engen Freunde nach Konfession der Befragten, in %

Konfessionslose N = 205, F = 46,4***, q² = 0,11; Christen N = 465, F = 2164,2***, q² = 0,85; Muslime/ Aleviten N = 75, F = 185,3***, q² = 0,33. Anderes = Sonstiges oder keine Angabe, nicht in FTests.

Tabelle 67: Mittelwertvergleich des Anteils der Freunde mit derselben bzw. keiner Konfession

Freunde

N

%

Konfessionslose

205

33,4

Christen

465

76,3

Muslime/ Aleviten

75

91,0

Gesamt

745

66,0

F = 158,5***, q² = 0,30.

Das enge Freundschaftsnetzwerk von Muslimen und Aleviten besteht fast vollständig aus Personen, die sich ebenfalls zum islamischen oder alevitischen Glauben bekennen. Dagegen gehören etwa ein Drittel der Freunde Konfessionsloser keiner Glaubensge-meinschaft an. Die Unterschiede zwischen den Befragungs-gruppen sind ebenfalls signifikant (F = 158,5***, q² = 0,30). Um zu überprüfen, ob zum einen Freiwillige insgesamt häufiger Personen desselben Glaubens in ihr Netzwerk integrieren und zum anderen, ob dies vor allem bei Freiwilligen zweckorientierter Vereine der Fall ist, wurden die folgenden Mittelwertvergleiche getrennt für hauptamtliche und freiwillige Mitarbeiter berechnet und anschließend getrennt nach freiwilliger Tätigkeit in solidarischen und zweckorientierten Organisationen.

Abbildung 16: Mittelwertvergleich des Anteils der Freunde mit derselben bzw. keiner Konfession, nach freiwilliger und hauptamtlicher Tätigkeit, in %

Konfessionslose N = 205, F = 0,8n.s., q² = 0,00; Christen N = 465, F = 0,5 n.s., q² = 0,00; Muslime/ Aleviten N = 75, keine verlässlichen Tests möglich.

Da unter den hauptamtlichen Befragten nur sechs Personen und unter den Mitarbeitern solidarischer Vereine nur eine Person alevitischen oder islamischen Glaubens sind, wurde diese Gruppe für die hauptamtlichen Mitarbeiter und solidarischen Vereine ausgeschlossen. Diese Ergebnisse können nicht zuverlässig interpretiert werden.

Abbildung 16 zeigt die Anteile der Freunde mit derselben bzw. keiner Konfes-sion bei Konfessionslosen, unterschieden nach hauptamtlicher und freiwilliger Tätigkeit. Es zeigen sich keine statistisch relevanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich der Freunde derselben Konfession bzw. ohne Konfession. Dasselbe Bild zeigt sich für die Unterscheidung nach solidarischen und zweckorientierten Vereinen (Abbildung 17). Zwischen Mitarbeitern soli-darischer und zweckorientierter Organisationen unterscheiden sich die Anteile an Freunden mit derselben oder keiner Konfession nicht. Werden nur freiwillige Mitarbeiter betrachtet, zeigen sich ebenfalls keine unterschiedlichen Anteile konfessioneller und konfessionsloser Freunde (nicht gezeigt).

Abbildung 17: Mittelwertvergleich des Anteils der Freunde mit derselben bzw. keiner Konfession, nach Tätigkeit in solidarischen und zweckorientierten Organisationen, in %

Konfessionslose N = 205, F = 1,8 n.s., q² = 0,01; Christen N = 465, F = 2,8 n.s., q² = 0,01; Muslime/ Aleviten N = 75, keine verlässlichen Tests möglich.

Es zeigt sich, dass die Unterschiede zwischen den Konfessionen bzw. Konfessionslosen innerhalb der Gruppen statistisch relevant sind. Doch sind weder unterschiedliche Verteilungen zwischen den hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern, noch den freiwilligen Mitarbeitern solidarischer und zweckorientierter Vereine zu erkennen. Die Ergebnisse weisen also nicht darauf-hin, dass es einen Zusammenhang zwischen der Konfession der Freunde und freiwilliger Arbeit gibt.

Doch wurden die Befragten weiterhin gebeten anzugeben, wer ihrer fünf engsten Freunde im gleichen Verein freiwillig tätig ist. Von allen Befragten, die Angaben zu ihren maximal fünf engsten Freunden gemacht haben, gaben 501 Personen und damit etwa zwei Drittel an, dass sie keine engen Freunde haben, die freiwillig in „ihrer“ Organisation tätig sind (nicht gezeigt). Ein Drittel (N = 269) dagegen gab an, mindestens einen Freund zu haben, der freiwillig in derselben Organisation wie sie arbeitet.

Tabelle 68: Mittelwertvergleich des Anteils im selben Verein tätiger Freunde nach Organisationsform und Beschäftigungsart, in %

Organisationen

N

%

Beschäftigung

N

%

Solidarisch

273

12,3

Hauptamtlich

243

6,3

Zweckorientiert

497

23,2

Freiwillig

527

25,4

N

770

19,4

N

770

19,4

Solidarische/ Zweckorientierte Organisationen: F = 21,0***, q²=0,03; Hauptamtliche und Freiwillige

F = 65,1***, q² = 0,08.

Abbildung 18: Mittelwertvergleich Anteil Freiwilliger unter Freunden u.Anteil Freunde derselben oder keiner Konfessionszugehörigkeit, nach Mitarbeitern zweckorientierter u. solidarischer Organisationen, in %

Nur Befragte, die Angaben zu Alteri machten, solidarische Organisationen N = 132, F = 0,7 n.s.,

q² = 0,06, zweckorientierte Organisationen N = 408, F = 4,0***, q² = 0,09.

Diese Personen sind die beschriebenen attraktiven sozialen Beziehungen, die für die Austauschprozesse religiöser Produktion infrage kommen. Ein Mittelwertvergleich zwischen hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern sowie solchen zweckorientierter und solidarischer Organisationen ergibt, dass sowohl Haupt-amtliche als auch Mitarbeiter solidarischer Einrichtungen ungeachtet ihres Beschäftigungsverhältnisses durchschnittlich signifikant seltener Personen unter ihren maximal fünf engsten Freunden aufweisen, die freiwillig in dem Verein tätig sind, in dem sie selbst arbeiten (Tabelle 68). Während durchschnittlich 12,3 % der engen Freunde von Mitarbeitern solidarischer Vereine ebenfalls in demselben Verein freiwillig arbeiten, sind es unter Mitarbeitern zweckorientierter Vereine 23,2 %. Der Vergleich zwischen hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern fällt noch deutlicher aus.

Abbildung 19: Mittelwertvergleich Anteil Freiwilliger unter Freunden u. Anteil derselben Konfessionszugehörigkeit, nach hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern, in %

Nur Befragte, die Angaben zu Alteri gemacht haben, Hauptamtliche N = 157, F = 1,3 n.s.,

q² = 0,07, Freiwillige N = 383, F = 3,8***, q² = 0,09.

Weiterhin zeigt sich ein Zusammenhang zwischen dem Anteil Freiwilliger unter den fünf engsten Freunden und dem Anteil der Freunde mit derselben oder keiner Konfessionszugehörigkeit (Abbildung A2, Abbildung A3). Während nur durchschnittlich 6,3 % der engen Freunde von hauptamtlichen Mitarbeitern freiwillig in demselben Verein engagiert sind, in welchem sie selbst beschäftigt sind, engagieren sich 25,4 % der engen Freunde Freiwilliger in demselben Verein.

Getrennt nach Mitarbeitern solidarischer und zweckorientierter Vereine zeigt sich nur unter letzteren ein signifikanter Zusammenhang (F = 4,0***, q² = 0,09) (Abbildung 18). Für Mitarbeiter solidarischer Organisationen ist kein Zusam-menhang zwischen den beiden Merkmalen festzustellen (F = 0,7 n.s., q² = 0,06). Je mehr der fünf engsten Freunde von Mitarbeitern zweckorientierter Vereine derselben (oder keiner) Konfession wie die Befragten angehören, desto mehr dieser Freunde arbeiten freiwillig in demselben Verein.Und auch getrennte Berechnungen für Freiwillige und hauptamtliche Mitarbeiter ergeben, dass es nur einen Zusammenhang zwischen dem Anteil freiwilliger Freunde und dem Anteil der Freunde derselben Konfession unter Freiwilligen gibt (F = 3,8***, q² = 0,09) (Abbildung 19).

Abbildung 20: Mittelwertvergleich Anteil Freiwilliger unter Freunden u. Anteil Freunde derselben Konfession, nach Freiwilligen zwecko. u. solidarischer Organisationen, in %

Nur Befragte, die Angaben zu Alteri gemacht haben, Solidarische Organisationen N = 66, F = 0,06

n.s., q² = 0,09, Zweckorientierte Organisationen N = 259, F = 2,9**, q² = 0,10.

Je mehr der fünf engsten Freunde von freiwilligen Mitarbeitern derselben Konfession angehören, desto mehr dieser Freunde arbeiten freiwillig im selben Verein. Werden unter den Freiwilligen solche solidarischer und solche zweckorientierter Vereine differenziert, zeigt sich ausschließlich ein signifikanter Zusammenhang für Freiwillige zweckorientierter Vereine (Abbildung 20). Mit dem steigenden Anteil an Freunden mit derselben bzw. keiner Konfession steigt auch der Anteil an ebenfalls freiwillig aktiven Freunden, wenn die Befragten selber freiwillig in zweckorientierten Vereinen arbeiten. Für Freiwillige solidarischer Vereine kann ebenfalls kein Zusammenhang zwischen der Konfession und freiwilliger Tätigkeit der Freunde festgestellt werden.

  • [1] Die vorangegangenen deskriptiven Analysen umfassten nur Freiwillige, deren Tätigkeit in einem der betrachteten Vereine durchgeführt wird. Die folgenden Analysen im Vergleich zu den Hauptamtlichen integrieren jedoch zunächst alle Personen, die angaben, freiwillig zu arbei- ten, ungeachtet des Vereins, in dem diese tätig sind. Da in den Berechnungen mit dieser erweiterten Gruppe der Freiwilligen außer für das Merkmal Haushaltstyp keine Unterschiede festgestellt wurden, werden keine neuen deskriptiven Analysen gezeigt werden, sondern es wird auf die bereits dargestellten Berechnungen mit der kleineren Gruppe der Freiwilligen Bezug genommen. Insgesamt umfasst die erweiterte Gruppe der Freiwilligen 63 Personen mehr, die in anderen Vereinen als den betrachteten tätig sind. Das Merkmal Haushaltstyp ist für den Vergleich zwischen Hauptamtlichen und der erweiterten Gruppe Freiwilliger knapp nicht mehr signifikant (nicht gezeigt). Die Verteilung ähnelt jedoch stark den Analysen aus Kapitel 8.2. Für die nach Organisationstyp unterteilten Analysen wird die bereits in Kapitel 8.6.4.1 beschriebe Gruppe mit N = 557 betrachtet.
  • [2]Wie häufig beten Sie das Pflichtgebet?“
 
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