Studie 3


Design der Studie, Datenerhebung und Operationalisierung der Konstrukte

Die dritte Studie untersucht den Einfluss unterschiedlicher Anwendungsszenarien des automatisierten Fahrens, jeweils angeboten von einer schwachen bzw. starken Marke. Über den in den Studien 1 und 2 als Stimulus genutzten Autobahnpiloten hinaus werden zwei weitere Szenarien eingeführt, die ein geringeres persönliches Risiko (automatisiertes ValetParken) und ein besonders hohes persönliches Risiko (vollautomatisiertes Fahren ohne manuelle Steuermöglichkeit) beinhalten. Nachfolgend sind die in der dritten Studie verwendeten Pressemitteilungen wiedergegeben.

Anwendungsfall 2: Vollautomatisiertes Fahrzeug, geringes persönliches Risiko

[Marke] demonstriert vollautomatisiertes Parken der nächsten Generation – Markteinführung ab Mitte 2015 Berlin (dpa). Wie [Marke] heute bekannt gab, wird im Zuge der jährlichen FahrzeugUpdates ab Mitte 2015 ein optionales Modul namens APT (englisch für „Automated Parking Technology“) für alle Fahrzeugklassen der Marke [Marke] angeboten, mit dem Parken vollautomatisiert wird.

Der Fahrer kann nun in der Innenstadt einfach am gewünschten Zielort aussteigen. Mit dem Smartphone kann er das APT-System aktivieren das, dann selbstständig innerhalb eines Radius von 5 km einen kostenfreien Parkplatz sucht. Sämtliche Fahrfunktionen werden vom APT bei einer Geschwindigkeit von maximal 30 km/h übernommen. „Der Fahrer wird somit zum Passagier und kann speziell in Innenstädten direkt den gewünschten Zielort erreichen – um das Parken kümmert sich dann das Auto“, sagte PKW-Chef Herbert Müller. Auch nach einem Geschäftstermin oder Theaterbesuch kann das Auto per Smartphone aktiviert und zu einem frei wählbaren Ort bestellt werden. Das Auto bleibt hierbei für Dritte – mit Ausnahme der Polizei – stets verschlossen.

Das APT-System wird ab Juli 2015 in allen [Marke]-Modellen für einen Aufpreis von

3.500 € erhältlich sein. „Mit der Einführung des vollautomatisierten Parkens leistet das APT einen wertvollen Beitrag zur Stressreduktion bei der Suche nach knappen Parkplätzen“, betonte der Pkw-Manager.

Anwendungsfall 3: Vollautomatisiertes Fahrzeug, hohes persönliches Risiko

[Marke] demonstriert vollautomatisiertes Fahren – Markteinführung ab Mitte 2015

Berlin (dpa). Wie [Marke] heute bekannt gab, wird im Zuge der jährlichen FahrzeugUpdates ab Mitte 2015 ein optionales Modul namens ADR (englisch für „Automated Driving Robot“) für alle Fahrzeugklassen der Marke [Marke] angeboten, mit dem auf allen deutschen Straßen ein vollautomatisiertes Fahren möglich wird.

Die Interaktion zwischen Passagier und Fahrzeug erfolgt hierbei über das Navigationssystem. Nach Eingabe des Zielorts wird das Fahrzeug komplett selbstständig bewegt und erlaubt keine Eingriffe durch den Nutzer. Lediglich eine Änderung des Zielorts, der Route und eine Notstopfunktion zum sicheren Halt und Verlassen des Fahrzeugs sind vorgesehen. Sämtliche Fahrfunktionen werden dann vom ADR bei einer manuell wählbaren Reisegeschwindigkeit von maximal 160 km/h (Autobahn) übernommen. „Der Fahrer wird somit zum Passagier und kann die Zeit zur Entspannung oder zum Arbeiten nutzen“, sagte Pkw-Chef Herbert Müller. „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass der Fahrroboter zuverlässiger auf Gefahrensituationen reagiert als der Mensch“, so Müller weiter. Gerade nach Phasen der Inaktivität der Passagiere sei die Gefahr des Überreagierens hoch, daher würde bei [Marke] konsequent auf vollautomatisiertes Fahren gesetzt. Trotzdem haben die Ingenieure von [Marke] an Notsituationen gedacht, so können Nutzer jederzeit intervenieren. Dann wird ein sicherer Haltepunkt angefahren.

Das ADR wird ab Juli 2015 in allen [Marke]-Modellen für einen Aufpreis von 3.500 € erhältlich sein. „Mit der Einführung des vollautomatisierten Fahrens leistet [Marke] einen wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit auf deutschen Straßen“, betonte der PkwManager.

Eine starke und eine schwache Automobilmarke wurden jeweils in Verbindung mit den beiden weiteren Anwendungsfällen getestet, sodass sich insgesamt vier zusätzliche Szenarien ergeben. Analog zu den Studien 1 und 2 wurde jeder Proband mit einem der vier Szenarien konfrontiert und gebeten, eine fiktive Pressemitteilung aufmerksam zu lesen, in der die Einführung eines automatisierten Valet-Parkens bzw. eines vollautomatisierten Fahrzeugs angekündigt wurde. Das konzipierte Modell wurde wiederum auf Basis von Daten einer Befragung von Konsumenten eines Online-Panels getestet. Die Kriterien der Stichprobenauswahl sind identisch mit den ersten beiden Studien, die Struktur der Umfrage wurde ebenfalls beibehalten.

In Summe setzt sich die Stichprobe der dritten Studie aus 342 Befragten zusammen. Die Probanden sind in etwa gleichverteilt zwischen den sechs Szenarien (drei Anwendungsfälle x starke/schwache Marke). Die Zellen umfassen zwischen 49 und 65 Probanden, zwischen den Zellen konnten keine Unterschiede hinsichtlich der Altersoder Geschlechtsverteilung festgestellt werden. Im Einklang mit den vorangegangenen Studien wurde die Kaufbereitschaft mit drei Fragen gemessen und die gleichen Co-Variablen aufgenommen. Das Strukturgleichungsmodell wurde ebenfalls in der gleichen Modellstruktur repliziert, um mögliche Einflussfaktoren der Kaufbereitschaft zu identifizieren und einen Modellvergleich zu ermöglichen. Das Messmodell erfüllt die gängigen Reliabilitäts- und Validitätskriterien.

 
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