< Zurück   INHALT   Weiter >

7.7 Abstimmungsgespräch für die Ausstattung der Gemeinschaftsräume

Die erarbeiteten Nutzungskonzepte bildeten die Grundlage für die Abstimmungsgespräche zur Ausstattung der Gemeinschaftsräume zwischen den zukünftigen Bewohnern und Bewohnerinnen und dem Wohnbauträger. Nicht oder schwer umsetzbare Nutzungsideen und Vorschläge wurden diskutiert, Erklärungen und Argumente kommuniziert und meist gemeinsame Lösungen erarbeitet. In einem kritischen Fall bezüglich der Errichtung einer Sauna im Dachgeschoss wurde zusätzlich ein Stimmungsbild der zukünftigen Bewohnerschaft durch eine Online-Befragung eingeholt, was letztlich zu einer Ablehnung des Vorschlages führte.

7.8 Präsentation und Diskussion des Freiraumkonzepts

Ein Abend widmete sich dem Thema „Freiraum“. Das mit der Freiraumplanung beauftragte Büro präsentierte das Konzept zur Gestaltung und Nutzung der gemeinschaftlichen Freiflächen und Spielzonen und diskutierte es mit den zukünftigen Mietern und Mieterinnen.

7.9 Erarbeitung der Rahmenbedingungen der Selbstorganisation

Zur Förderung, Stärkung und Legitimierung der Selbstorganisation wurde gemeinsam mit den zukünftigen Bewohnern und Bewohnerinnen und dem Wohnbauträger das „Mitbestimmungsstatut SO.VIE.SO“ erarbeitet. Dieses Statut beruht auf der freiwilligen Akzeptanz durch die Hausverwaltung, regelt die Partizipation und Organisation der Hausgemeinschaft und legt die internen und externen Kommunikationsstrukturen fest. So ist darin beispielsweise geregelt, wie die Wahl des Bewohner-/Bewohnerinnenbeirats erfolgt, welche Aufgaben der Beirat hat oder wie die Entscheidungsfindung erfolgt.

Abb. 5: Struktur der Selbstorganisation, die durch das gemeinsam erarbeitete Mitbestimmungsstatut SO.VIE.SO festgelegt wird (Quelle: wohnbund:consult 2014).

7.10 Arbeitsgruppen-Workshops

An zwei Workshop-Abenden wurde die Organisation der Arbeitsgruppen diskutiert und konkretisiert. Dabei ging es um erste Festlegungen der Aufgaben und benötigten Ressourcen sowie die Organisation der Kommunikation innerhalb und zwischen den Arbeitsgruppen. Eine erste Diskussion von Regeln für die Nutzung der einzelnen Räume half dabei, unterschiedliche Vorstellungen wahrzunehmen und einen gemeinsamen Weg zu entwickeln. Erste Ansprechpersonen für die jeweiligen Gruppen wurden gefunden, um die Verständigung zwischen den Gruppen und den interessierten Bewohnern und Bewohnerinnen zu erleichtern.

Im Zuge dieser Workshops bildeten sich neun unterschiedliche Arbeitsgruppen, wie beispielsweise die AG Gemeinschafts-/Mehrzweckraum, AG Freiraum/Nutzgarten oder die AG Kleinkinderspielraum. Neben diesen raumbezogenen Arbeitsgruppen bildete sich eine AG zum Thema Kommunikation, die in den nächsten Monaten eine eigene Homepage mit Forum für die Bewohner und Bewohnerinnen entwickelte und moderierte. Diese Seite diente den zukünftigen Bewohnern und Bewohnerinnen schon vor Bezug als Plattform für Austausch, Diskussion und Selbstorganisation.

Die Arbeitsgruppen hielten im Anschluss an die Workshops mehr oder weniger regelmässige selbstorganisierte Treffen ab, bei denen die Inhalte weiter bearbeitet und vertieft wurden.

 
< Zurück   INHALT   Weiter >