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7.11 Stadtteilführung und Get-Together

Um neben den intensiven und arbeitsreichen Treffen auch die Möglichkeit für informellen Austausch und Kennenlernen der zukünftigen Nachbarn/Nachbarinnen zu ermöglichen, wurde eine Stadtteilführung organisiert. Das lokale Stadtteilmanagement ermöglichte den neuen Bewohnern und Bewohnerinnen des Viertels, das bestehende Stadtquartier und ihre neue Wohnumgebung kennenzulernen.

Im Anschluss an die Führung fand ein „Get-Together“ statt. Bei einem Buffet und einer Poster-Ausstellung zum bisherigen Beteiligungsprozess hatten die zukünftigen Nachbarn und Nachbarinnen die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

7.12 Wahl des Bewohnerbeirats/Bewohnerinnenbeirats

Etwa ein halbes Jahr vor Bezug fand die Wahl des Bewohner-/Bewohnerinnenbeirats statt. Die fünf Kandidaten/Kanditatinnen wurden von über 50% der Haushalte als legitimierte Vertretung einstimmig gewählt.

Der Beirat begann gleich nach der Wahl eine intensive Arbeitsphase, die interne Abstimmungsgespräche, Treffen mit den Arbeitsgruppensprecher/

-sprecherinnen, aber auch mit dem Wohnbauträger beinhaltete.

7.13 Wöchentlicher jour fixe

Der Bezug der Wohnanlage wurde durch einen wöchentlich stattfindenden jour fixe vom Besiedlungsmanagement begleitet. Ziel dieses Formats war eine niederschwellige Information und Unterstützung der Bewohner und Bewohnerinnen nach Bezug sowie die Einbindung weiterer Interessierter in den Partizipationsprozess. Gemeinsame Begehungen der Anlage und der Gemeinschaftsräume und thematische Gesprächsrunden mit Vertretern/ Vertreterinnen der Arbeitsgruppen ermöglichten ein gegenseitiges Kennenlernen und einen weiteren Austausch von Ideen und Informationen. Daneben diente der jour fixe Bewohnern und Bewohnerinnen als Anlaufstelle für allgemeine Fragen zum Projekt und zum umgebenden Stadtquartier. In diesem Rahmen konnte auch Vernetzungsarbeit zum bestehenden Stadtteilmanagement erfolgen.

7.14 Zukunft des Projekts

Nach dem Bezug der Wohnanlage geht es nun um das Ankommen und Zusammenfinden der Bewohner und Bewohnerinnen. Die Festigung der gebildeten Strukturen auf der einen Seite, die Beibehaltung einer gewissen Offenheit für Neues andererseits bilden die Herausforderungen, die der Übergang zum Alltagsbetrieb mit sich bringt.

Die begleitetende Unterstützung durch das Besiedlungsmanagement wird nun schrittweise zurückgenommen, und die Organisation und Kommunikation geht zunehmend von den geschaffenen Strukturen innerhalb der Bewohnerschaft aus. Über die Festigkeit und Nachhaltigkeit der geschaffenen Strukturen kann derzeit noch keine Prognose gestellt werden. Das Engagement und die Aktivität der Bewohnerschaft in der Zeit vor Bezug und in der „Einwohnphase“ bildet jedoch eine gute und solide Basis für zukünftige Entwicklungen.

 
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