Menü
Start
Anmelden / Registrieren
Suche
 
Start arrow Rechtswissenschaft arrow Vergleichsweise menschlich
< Zurück   INHALT   Weiter >

7 Geldstrafe

Ein bestimmter Geldbetrag muss an die Staatskasse bezahlt werden.

In allen teilnehmenden Ländern ist die Verhängung einer Geldstrafe möglich. Diese kann als feste Summe oder in Abhängigkeit vom konkreten Einkommen (Tagessatz, dazu unter 8.) festgesetzt werden. Eine Geldstrafe kann eine Alternati-ve zum Freiheitsentzug darstellen, kann aber auch nachträglich eine ursprünglich nicht vorgesehene (Ersatz-) Freiheitsstrafe bewirken, wenn die verurteilte Person zahlungsunfähig ist. In Deutschland führt die Unfähigkeit zur Zahlung einer Geldstrafe zum Freiheitsentzug, wobei ein Tagessatz durch einen Tag in Haft ersetzt wird. Zusätzlich existieren in allen Bundesländern Programme zur Abwendung einer solchen Ersatzfreiheitsstrafe durch die Ableistung von gemeinnütziger Arbeit. Im vergangenen Jahrzehnt waren fast 4.000 Gefangenen (Bestand) zum jeweiligen Erfassungszeitpunkt im Rahmen einer Ersatzfreiheitsstrafe in deutschen Justizvollzugsanstalten untergebracht. Da die Haftstrafen für gewöhnlich eher kurz sind, ist die Anzahl an Personen, gegen die eine Ersatzfreiheitsstrafe angeordnet wurde, sehr viel höher.[1]

8 Tagessätze

Der Betrag einer Geldstrafe basiert auf dem Verdienst einer verurteilten Person pro Tag.

Ein Tagessatzsystem existiert in Deutschland und Spanien.

  • [1] Die Anzahl an Haftantritten aufgrund der Nichtzahlung einer Geldstrafe wurde bis 2002 in den offiziellen Statistiken erfasst; seitdem ist sie nicht mehr Teil der Statistiken. In 2002 traten rund 56.000 Personen die Strafhaft mit einer solchen Strafe an (einschließlich der Personen mit mehr als einer Strafe und jenen Gefangenen, die von einer Haftanstalt in die nächste verlegt wurden und dementsprechend ihre Haft in einer neuen Anstalt antraten etc.), siehe Bundesministerium des Innern & Bundesministerium der Justiz (2006) Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht, Berlin, S. 620; die Zahl der Gefangenen mit einer Ersatzfreiheitsstrafe (Bestand) betrug im Vergleich hierzu nur 3.748 im März 2003 (Statistisches Bundesamt (2014), Bestand der Gefangenen und Verwahrten, Wiesbaden). Dies verdeutlicht, dass die Zahl der Antritte von Ersatzfreiheitsstrafen aufgrund der dabei bestehenden hohen Fluktuation über die inzwischen nur noch verfügbare Stichtagserhebung nicht sinnvoll abgebildet werden kann
 
Fehler gefunden? Bitte markieren Sie das Wort und drücken Sie die Umschalttaste + Eingabetaste  
< Zurück   INHALT   Weiter >
 
Fachgebiet
Betriebswirtschaft & Management
Erziehungswissenschaft & Sprachen
Geographie
Informatik
Kultur
Lebensmittelwissenschaft & Ernährung
Marketing
Maschinenbau
Medien und Kommunikationswissenschaft
Medizin
Ökonomik
Pädagogik
Philosophie
Politikwissenschaft
Psychologie
Rechtswissenschaft
Sozialwissenschaften
Statistik
Finanzen
Umweltwissenschaften