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10 Welche Wohnformen sind im Alter möglich?

Mit oder ohne Pflegebedürftigkeit – für ältere Menschen ist es wichtig, die passende Wohnform zu finden. Gerade ältere Menschen leiden häufig unter Einsamkeit, wenn die Angehörigen weit weg gezogen sind und/oder mitten im Berufsleben stehen. In Zukunft werden deshalb alternative Wohnformen bedeutend, welche die soziale und medizinische Versorgung der älteren Menschen verbinden.

Die Wohnformen im Alter müssen sich ebenfalls dem demografischen Wandel anpassen. Die Zielgruppe der Wohnungswirtschaft verändert sich, d. h., sie wird älter (Naegele et al. 2006, S. 4). Ältere Menschen leben häufig allein. Auch mit körperlichen Beeinträchtigungen möchten sie häufig so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben. Demzufolge steigt der Bedarf an Einbis Zweizimmerwohnungen:

Zur Bewältigung der Auswirkungen des demografischen und sozialen Wandels müssen die Akteure aus Wohnungsunternehmen, sozialen Dienstleistungsträgern (von Wohlfahrtsverbänden bis hin zu privaten Pflegeunternehmen), Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft besser zusammenarbeiten und neue, innovative Formen der Kooperation entwickeln. (Naegele et al. 2006, S. 4)

In diesem Zusammenhang sind auch die Handwerksbetriebe zu nennen, welche die Wohnungen altersgerecht umbauen.

In Zukunft ist ein erfolgreiches Zusammenleben von Alt und Jung wichtig, das auf gegenseitiger Unterstützung basiert. Alt und Jung können dabei voneinander profitieren. Die bisherige Versorgungsgesellschaft muss sich in eine Beteiligungsgesellschaft verwandeln Derzeit zeigt sich die Wohnsituation in Deutschland so, dass immer mehr Menschen in immer weniger Wohnraum leben (Naegele et al. 2006, S. 5). Die Zweigenerationenfamilie wurde durch eine Vielzahl verschiedener Wohnformen abgelöst. Dabei hat der Einpersonenhaushalt einen Anteil von 37 % (Naegele et al. 2006, S. 5). Es ist davon auszugehen, dass dieser Anteil in Zukunft steigen wird. Bei Einpersonenhaushalten sind gegenseitige Hilfeleistungen, die bei Paarhaushalten möglich sind, ausgeschlossen.

Doch nicht nur die Wohnform wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen, sondern auch das Umfeld. Dazu gehören infrastrukturelle Voraussetzungen wie öffentlicher Nahverkehr. Er kann langfristig erst ein einigermaßen eigenständiges Leben im Alter ermöglichen. Hier werden neue Strukturen nötig, besonders weil ältere Menschen oft keinen Führerschein haben oder haben „sollten“. Die Fähigkeiten, ein eigenes Fahrzeug zu steuern, nehmen mit dem Alter ab – das gilt besonders für die Reaktionsgeschwindigkeit –, und viele ältere Menschen haben Angst vor dem Autofahren. Häufig verfügen sie nicht über die nötigen finanziellen Mittel, um sich einen Fahrdienst (Taxi) zu leisten, sodass der öffentliche Nahverkehr der einzige Weg für sie ist, am kulturellen Leben teilzunehmen.

Zu den infrastrukturellen Voraussetzungen gehört auch das Vorhandensein von Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe, was ebenfalls auf die nachlassende Mobilität zurückzuführen ist. Eine Alternative sind mobile Läden, die regelmäßig ihre Waren anbieten. Auch auf Dienste wie Bofrost oder Eismann greifen ältere Menschen gern zurück. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, über das Internet Lebensmittel zu ordern. Fakt ist: Auch im Alter muss keiner Not leiden, wenn er die finanziellen Möglichkeiten besitzt.

Und auch von Obdachlosigkeit ist keiner bedroht, wie die nun folgenden Wohnmöglichkeiten im Alter zeigen:

 
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