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14 Der kleine Rentenberater …

„Also ich hätte da mal eine Frage …“

„Aha, jetzt versteh ich's auch

…“

Gibt es nur eine Rentenkasse?

Nein, es handelt sich bei der Rentenkasse nur um einen Sammelbegriff, der aus verschiedenen (staatlichen) Organisationen besteht

Werden meine Beiträge dort für mich gespart?

Nein, sie werden sofort an die derzeitigen Rentenempfänger ausbezahlt (daher die Angst, dass in ein paar Jahrzehnten kein Geld mehr vorhanden ist)

Zahle nur ich für mich alleine meine Beiträge?

Nein, auf die 9,45 % vom Bruttolohn kommen noch einmal genau so viele Prozente, die der Arbeitgeber für mich bezahlt

Gibt es für meine Beiträge Zinsen?

Nein, da das Geld sofort an die jetzigen Rentner ausbezahlt wird – Zinsen gibt es nur bei privaten Versicherungen (aber auch nicht mehr so viele wie früher)

Wer legt die Höhe der Rentenbeiträge fest?

Die Bundesregierung – dies ist dann abhängig von der finanziellen Lage

Ist es von Vorteil, viel zu verdienen?

Nur bis zu einer Grenze von 5800 € pro Monat im Westen und 4900 € im Osten – ab diesem Wert steigen Beiträge und Rente nicht weiter

Warum habe ich trotzdem ein Rentenkonto?

Dieses dient nur der Berechnung der späteren Ansprüche, tatsächliches Geld befindet sich hier nicht

Zählen für das Konto nur gezahlte Beiträge?

Nein, auch Zeiten wie etwa für eine Ausbildung werden hier verbucht

Betrifft das auch Schwangerschaftszeiten?

Ja, für Kinder die vor 1992 geboren wurden, zahlt der Staat ein Jahr Rentenbeitrag, für die Zeit nach 1992 drei Jahre. (Warum Kinder so unterschiedlich viel wert sind, kann keiner erklären.)

Was ist, wenn ich länger krank war?

Nach sechs Wochen zahlt die Krankenkasse den Lohn weiter und damit auch die Rentenbeiträge

Gilt das auch bei Arbeitslosigkeit?

Ja, wenn die Bundesagentur für Arbeit Arbeitslosengeld bezahlt, gehen davon ebenso Rentenbeiträge ab – natürlich ist das unter dem Strich weniger, da man nicht 100 % des Lohnes vom Amt bekommt,

Und wenn ich mir eine Auszeit zur Pflege meiner Angehörigen genommen habe?

Die Pflegekasse zahlt die Rentenbeiträge, aber nur, wenn man sich nicht gewerbsmäßig pflegerisch engagiert

Was bedeuten „Wartezeiten“?

Diese Zeiten umfassen alle Jahre, in denen man entweder selbst Beiträge in die Rente gezahlt hat oder andere dies übernommen haben (hierzu zählen alle anrechenbaren Zeiten); man sollte mindestens fünf Jahre dieser Zeiten erreicht haben

Wie hoch ist die „normale“ Wartezeit?

Man hat nach mindestens 35 Jahren Arbeitsjahren (inkl. anrechenbaren Zeiten ohne Einkommen) Anspruch auf eine normale Altersrente

Wird die Rente nur aus Rentenbeiträgen bezahlt?

Nein, der Staat muss Steuergelder zuschießen – 2012 waren das 76 Mrd. €. Wenn nicht mehr Kinder geboren werden oder mehr Zuwanderer kommen, würde dieser Zuschuss immer größer und damit auch die Steuerlast der Bürger

Was ist, wenn ich erwerbsunfähig war/bin, also gesundheitlich bedingt nicht mehr arbeiten konnte/kann?

Diese Zeiten werden angerechnet, gelten also als Wartezeit

Wie erfahre ich meinen Kontostand bei der Rentenkasse?

Er wird seit 2002 einmal jährlich vom Versicherer verschickt.

Wer gibt der Rentenkasse Bescheid, wann ich wo tätig war?

In der Regel tun dies die Behörden und vor allem Arbeitgeber eigenständig – letztere einmal pro Jahr. Schließlich muss auch die eigene ehemalige Schule alle Zeugnisse aufbewahren, bis das Rentenalter erreicht ist

Was ist, wenn ich im Brief der Rentenkasse Fehler entdecke?

Diese müssen in Form einer sogenannten Kontenklärung dem Versicherer mitgeteilt werden (Kopie des Nachweises mitsenden)

Was ist, wenn es zum Streit kommt?

Man sollte einen Rentenberater hinzuziehen. Manchmal findet sich vielleicht auch noch eine alte Lohnabrechnung (diese muss ein Arbeitgeber zehn Jahre aufbewahren).

Auch der Krankenkasse liegen relevante Nachweise vor

Kann man mit 65 in Rente gehen?

Ja, wenn man 45 Jahre gearbeitet hat (inkl. Zeiten für Kindererziehung oder Pflege). Neu ist die Rente mit 63, die eine vorzeitige Rentenbeanspruchung ermöglicht – andernfalls (also bei weniger Arbeitsjahren) wird die Rente gekürzt. Dies wird Rentenabschlag genannt

Gibt es noch die Frührente?

Ja, für Frauen, Arbeitslose oder Schwerbehinderte – für jeden Monat, den man

früher in Rente geht, werden allerdings 0,3 % von der Rente abgezogen

Wo liegt die Regelaltersgrenze?

Sie liegt nach wie vor bei 67 – wer mit 65 die volle Rente will, sollte also mindestens ab 20 gearbeitet haben

Bekomme ich auf jeden Fall eine Rente?

Nein, nur wenn fünf Jahre dieser Wartezeit erfüllt sind. In diesen fünf Jahren muss man also irgendetwas gemacht haben, was die Rentenkasse als anrechenbare Zeit akzeptiert. Manchmal kann es hilfreich sein, für diesen Zeitraum noch einen Minijob anzunehmen – oder, wer noch kann, ein paar Kinder zu bekommen (nacheinander)

Was habe ich von einem Minijob?

Seit 2002 werden hier pro Jahr drei Monate für die Rente angerechnet

Kann man die eigene Rente vorher genau ausrechnen?

Nein, hierfür müsste man Mathematiker sein – die verwendete Formel ist sehr kompliziert

Bekomme ich die Rente automatisch?

Nein, es muss ein Antrag gestellt werden – es heißt übrigens jetzt nicht mehr BfA sondern DRV Bund

Also dann mit 65 genau?

Die volle Rente für 45 Jahre Berufstätigkeit bekommt man frühestens mit 63 (seit 2014). Andernfalls drohen Abschläge, oder es muss eine andere Form der Rente gesucht werden

Was ist, wenn ich keine 45 Jahre gearbeitet habe?

Dann gilt die Rente mit 67,

d. h., erst ab diesem Alter hat man seine Beiträge voll erfüllt. Geht man früher in Rente, drohen Abzüge

Und wenn ich einmal arbeitslos war?

Bis zu zwei Jahre Arbeitslosigkeit gehen seit 2014 noch durch, dann hat man (nach 45 Arbeitsjahren)die Rente mit 63, die von der großen Koalition „erkämpft“ wurde ( rentenpaket.de)

Und wenn ich nur 35 Jahre arbeiten war?

Fällt man in die Kategorie der langjährig Versicherten, erhält man entsprechend weniger Rente; man muss aber 35 Jahre Wartezeit haben und mindestens 63 Jahre alt sein

Rechnet sich eine Frührente?

Dies ist kaum pauschal zu beantworten. Man kann sagen, dass bei einem Durchschnittsverdienst von rund 30.000 € jährlich für jedes Jahr Erwerbszeit 28 € Rente pro Monat resultieren; bei zehn Jahren Arbeit sind das also rund 280 € Rente pro Monat

Bekomme ich auch Rente, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann?

Ja, dann gibt es meistens eine sogenannte EM-Rente, d. h. Erwerbsminderungsrente (früher als EU-Rente bezeichnet, d. h. Erwerbsunfähigkeitsrente)

Wann gilt man als erwerbsgemindert und…

Wenn man aufgrund von Krankheit oder Behinderung weniger als sechs Stunden täglich arbeiten kann

… kann man auch nur teilweise erwerbsgemindert sein?

Ja, wenn man noch mindestens drei, aber unter sechs Stunden täglich arbeiten kann

Und wenn auch das nicht mehr geht?

Dann gilt man als voll erwerbsgemindert

Und wenn ich mit meiner Krankheit keinen Job finde, auch wenn ich wollte?

Das ist leider auch wahrscheinlich – die Rentenkasse erkennt dies aber an und bezahlt die volle Erwerbsminderungsrente

Und hat jeder Anspruch darauf?

Nur derjenige, der fünf Jahre Mitglied der Rentenversicherung war

Muss man überhaupt Geld in die Kasse einbezahlt haben?

Ja, mindestens für volle drei Jahre

Berufsunfähigkeit – kann das jedem passieren?

Ja, das Risiko ist relativ hoch: Rund jeder vierte Arbeitnehmer ist betroffen. Daher raten gewerbliche Versicherungsvertreter auch meist berechtigt zu einer privaten Absicherung. Je riskanter der Beruf ist, desto höher werden die Beiträge

Kann mein Hausarzt entscheiden, ob man berufsunfähig ist?

Nicht alleine, er kann aber durch seine Diagnose einen gewissen Vorlauf schaffen. Letztlich entscheidet ein von der Rentenkasse berufener Gutachter/Arzt. Auch der behandelnde Arzt in der Rehaklinik (die eine EM ja verhindern soll), kann sich hierzu bereits maßgeblich äußern

Ist entscheidend, ob ich nur im erlernten Beruf nicht mehr arbeiten kann?

Nein. Bei privaten Versicherungen kann dies anders sein, hier kann definiert werden, welche Tätigkeit abgedeckt wird. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung bekäme man übrigens zusätzlich zur gesetzlichen EM-Rente ausbezahlt

Bekomme ich die Rente dann gleich und für immer?

Zweimal nein! Die Rente erhält man erst sechs Monate nach Eintreten der Krankheit. Und nach drei Jahren wird von der Rentenkasse erneut geprüft, ob man noch versehrt ist. Vier Monate vor Ablauf sollte man wieder einen Antrag stellen. Leider wird wohl auch wieder ein Gutachten nötig

Und wovon hängt ab, ob die Rente dann verlängert wird?

Vom Gesundheitszustand und der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Nach neun Jahren gibt es dann aber eine Dauerrente

Kann man den Bescheiden auch widersprechen?

Ja, man kann immer Widerspruch einlegen oder klagen

Kann man trotzdem dazuverdienen?

Ja, bis 400 € monatlich

Und wenn ich irgendwann im Rentenalter bin?

Die EM-Rente kann in eine Altersrente umgewandelt werden – dann ab dem 60. Lebensjahr bei 35 Jahren Wartezeit, ansonsten erst ab 65 dann

Ist die Altersrente dann höher?

Leider ist dies kaum der Fall, sie entspricht in der Höhe der EM-Rente

Und als Schwerbehinderter?

Ab einem Behinderungsgrad von 50 % kann man mit 63 in Rente

Was ist, wenn ich oft arbeitslos war?

Das ist natürlich nicht so gut; man sollte aber immer beim Arbeitsamt gemeldet sein, um wenigstens auf die Wartezeit zu kommen. Man kann sagen, dass ein Jahr Arbeitslosigkeit die Rente um monatlich rund 5 € reduziert. Oft ist die Rente dann kaum höher als Arbeitslosengeld II (ALG II). Wer ALG II erhält, bekommt für diese Zeit keine Rentenbeträge gutgeschrieben. Noch schlimmer trifft es jene, die durch das Einkommen des Ehepartners keinen Anspruch auf ALG

II haben – sie sind gar nicht rentenversichert. Man könnte in diesem Fall freiwillige Mindestbeiträge bezahlen; diese liegen immerhin bei etwa 85 € im Monat

Wie steht es mit privater Rentenvorsorge?

Ein großes Thema, zu dem es viele Ansichten gibt, da hier auch viel Geld zu verdienen ist (als privater Versicherungsanbieter). Abhängig von der Zinssituation in Deutschland könnte man sie in einigen Perioden empfehlen, in anderen wiederum nicht. Zurzeit sind die Erträge sehr mau

Sind die privaten Versicherungsanbieter alle Abzocker?

So kann man das nicht sehen. Ein privater Versicherungsanbieter versucht natürlich vorrangig wirtschaftlich, also gewinnorientiert, zu arbeiten. Das heißt, anders als die staatliche Rente gibt er mein einbezahltes Geld nicht 1:1 an mich oder andere Versicher te weiter, sondern versucht, durch Spekulationen auf dem Finanzmarkt (Aktien, Fonds usw.) das Geld zu vermehren. Je besser ihm das gelingt, desto mehr bekomme ich irgendwann aus meinen Beiträgen raus – und desto mehr Gewinn macht das Unternehmen. Ein Interesse an optimalen Erträgen ist also auf beiden Seiten vorhanden

Kann mein eingezahltes Geld auch ganz weg sein?

Im Allgemeinen nicht. Man erhält immer zwei Auszahlungsangaben bei Abschluss des Vertrags: einen garantierten Betrag und einen optimalen Betrag. Letzterer ergibt sich nur, wenn sehr optimistische Erwartungen an den Finanzmarkt und damit erzielbare Zinsen und Erträge eintreten. Der garantierte Betrag ist aber oft kaum mehr als das, was

ich in Summe über alle Jahre hinweg einbezahlt habe. Man könnte dieses Geld also auch selbst sparen und fest anlegen, statt es an die Versicherungsfirma zu zahlen. Hätte man dabei ein Festgeldkonto mit

3 % Zinsertrag, könnte dies schon manche Privatrentenvorhersage toppen. Aber man muss es natürlich auch freiwillig monatlich zurücklegen. Diese psychologische Belastung entfällt bei einer

vertraglichen Bindung an eine Versicherung.

Wenn die Versicherungsfirma allerdings pleitegeht und anschließend oder vorher über China, Russland und Indonesien fünfmal den Besitzer wechselt, wäre das Geld wohl ganz weg. Letztlich sind sich auch hochkompetente Wirtschaftsexperten heute nicht mehr ganz sicher, ob sie zu einer privaten Vorsorge oder besser zur Investition in Immobilien und Antiquitäten raten sollten

Ist eine Lebensversicherung auch eine Altersvorsorge?

Ja, aber nur eine Kapitallebensversicherung – vorausgesetzt, man bezahlt die Beiträge kontinuierlich und fängt damit nicht zu spät an. Je früher man einbezahlt, desto mehr bekommt man heraus. Dabei versucht der Versicherer, das eingezahlte Kapital zu vermehren (durch Spekulation). Also gilt auch hier, je schlechter die Weltwirtschaft ist, desto geringer sind die Erträge.

Die Risikolebensversicherung dagegen wird nur ausbezahlt, wenn der Versicherte verstirbt. Darum sind die Beiträge von letzteren auch viel geringer (unter 10 € im Monat)

Wann bekomme ich die Versicherungssumme der Kapitallebensversicherung ausbezahlt?

Das kann man selbst bestimmen, logisch wäre mit Beginn des Rentenalters, also mit rund 65 Jahren. Da dies meist ein einmaliger, großer Betrag ist, besteht die Gefahr, das Geld schnell auszugeben

Gibt es garantierte Zinsen?

Ja, der Garantiezins wird staatlich bestimmt, aber abhän-

gig von der Wirtschaftslage wurde er zuletzt immer mehr gesenkt. Niedrige Zinsen (die dann auch bei Krediten gelten) sollen bei wirtschaftlichen Krisen stabilisieren. So können sich Unternehmen nämlich günstig Geld leihen. Für fast jede Form der Altersvorsorge sind Zinssenkungen aber Gift

Und welcher Zins gilt dann?

Immer der, der bei Vertragsabschluss galt

Was ist eine Ablaufleistung?

Das Geld, das mir nach Verrechnung aller Faktoren am Ende zusteht

Rechnet sich eine Kapital-Lebensversicherung?

Nun, sie hat etwas geringere Erträge als eine private Rentenvorsorge, da sie ja

eigentlich im Todesfall die Hinterbliebenen schützen soll und darum auch im Todesfall, oder nach Erreichen einer gewissen Einzahlungsdauer ausbezahlt wird

Woher weiß ich, wie viel Geld ich einmal bekommen werde?

Das teilt die Versicherung in einer jährlichen Prognose mit

Funktioniert eine private Rentenversicherung genauso?

Ähnlich – stirbt man vor Ablauf der vereinbarten Einzahljahre, erhält man nichts. Das ist bei einer Kapitallebensversicherung nicht der Fall. Außerdem fallen bei der Privatrente hohe Gebühren an; teilweise zahlt man die ersten fünf Jahre nur die Verwaltungskosten

Wann lohnt sich die private Rentenvorsorge?

Wenn man lange lebt! Eine Versicherung ist immer mit einer Wette zu vergleichen. Der Versicherte wettet, dass er lange leben und Rente erhalten wird, der Versicherer wettet dagegen. Die Frage, wie dabei die Quoten stehen, wird ganz massiv von der Prognose der durchschnittlichen Lebenserwartung bestimmt. Darum geben Versicherungen viel Geld für Prognosen und Statistiken aus. Man kann ungefähr sagen, dass man

15 Jahre Rentenempfänger sein sollte – dann hat es sich rentiert

Müssen Selbstständige eine solche Rentenversicherung abschließen?

Das ist das Problem – sie müssen es nicht. Da sie aber auch meist keine gesetzliche Rente bezahlen (müssen), droht vielen Selbstständigen im Alter Armut. Sie sollten also privat vorsorgen

Sind Selbstständige nicht sowieso alle reich?

Das stimmt so nicht. 99 % der deutschen Unternehmen sind kleine oder mittelständische Betriebe. Meist verdienen Selbstständige (z. B. Ärzte) nur deshalb besser, weil sie mehr steuerlich geltend machen können

Wer entscheidet, ob ich selbstständig bin? Kann ich nicht einfach einen kleinen OnlineShop aufmachen oder mit irgendjemandem einen Honorarvertrag abschließen, um so die Rentenversicherungspflicht zu umgehen?

So einfach ist das wirklich nicht! Fast jedes Einkommen aus einer Festanstellung (über Minijob-Niveau) führt zu einer Beitragspflicht für die gesetzliche Rente. Egal was man nebenher verdient. Und selbstständig ist man erst, wenn man nachweisen kann, seine Einnahmen von verschiedenen Auftraggebern oder Kunden zu erhalten. Würde man sein komplettes Monatseinkommen (-honorar) nur von einer Firma oder einem Kunden erhalten, gilt dies schnell als scheinselbstständig. Dies wird durch die Finanzämter und

vor allem die Rentenkasse überprüft. Hier muss man dann sehr genau erklären, in welcher Form man freiberuflich tätig ist. Und dann müssen schlimmstenfalls Rentenbeträge nachgezahlt werden

Sind bestimmte Beträge bei der privaten Rente garantiert?

Ja, im Vertrag wird ein eher pessimistischer Betrag garantiert. Je nach großwirtschaftlicher Lage kommen dann Gewinne dazu. Hier kann außerdem entscheidend sein, ob man sich die Rente auf einen Schlag oder monatlich auszahlen lässt

Sind diese Einnahmen steuerpflichtig?

Ja, im Schnitt mit 17 %. Aber teilweise können die vorher gezahlten Beiträge auch steuerlich geltend gemacht werden

Ist eine private Rente das Gleiche wie eine Riester-Rente?

Nein, bei der Riester-Rente zahlt man zwar auch freiwillig, aber es gibt staatliche Förderungen

Wie viel sollte oder muss man bei der Riester-Rente einbezahlen?

Um vom Staat gefördert zu werden, müssen die RiesterBeträge bei 4 % des Jahreseinkommens liegen (außer nicht rentenpflichtige Einnahmen). Als unterster Wert gelten 60 € im Jahr

Und wie viel zahlt der Staat dazu?

Er zahlt 154 € pro Jahr. Für ein Kind sind es 185 oder 300 € jährlich (letztere für nach 2008 geborene). Bei Besserverdienenden kann sich auch eine Vergünstigung in Form von Steuererleichterungen anbieten

Wo schließe ich einen RiesterVertrag ab?

Direkt über den Arbeitgeber oder indirekt über Banken und Versicherungsunternehmen

Ab wann bekomme ich Geld zurück?

Frühestens mit 60, eher mit Renteneintritt

Sind die Riester-Erträge steuerpflichtig?

Ja

 
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