Neue Realitaten: Die globalen Stadtregionen der USA

Trotz im vergangenen Jahrzehnt vermehrt aufgekommener Spekulationen uber ein urbanes Zeitalter sind Stadte und deren regionales Hinterland historisch betrachtet bereits deutlich langer o¨konomische und geopolitische Schaltzentralen der US-amerikanischen Gesellschaft. In den USA spielten Stadte als Knotenpunkte des Handels, vor allem entlang der Wasserwege und Kusten, eine entscheidende Rolle in der Kolonialisierungsgeschichte und Westexpansion. New York City wurde mit seinen merkantilen Eliten bereits im spaten 18. und fruhen 19. Jahrhundert zu einem entscheidenden Drehkreuz der vermeintlichen Entdeckung und Eroberung des Kontinents und stand mit anderen Stadten der Atlantikkuste wie Philadelphia, Baltimore und Boston im Wettbewerb um die Ressourcen des Appalachenhinterlandes (Yeates 1990, S. 37). Im Zuge der Industrialisierung entwickelten sich die Stadte zu Wachstumsmaschinen und Knotenpunkten der US-amerikanischen Wirtschaft. Der US-amerikanische Burgerkrieg (1861–1865) und der sich anschließende nationale Wiederaufbau (reconstruction) stimulierten die Wirtschaft und fuhrten zu einem Stadteboom im Mittleren Westen, wo allem voran Chicago, als Verbindungsglied zwischen den Finanziers im Osten und der Expansion im Westen, zum industriellen Herzstuck der USA heranwuchs. Kein Wunder also, dass der Stadthistoriker Robert Fishman bereits die Zeit von 1830 bis 1930 als das „urbane Jahrhundert“ (urban century) der Vereinigten Staaten

bezeichnete (Fishman 2000a, S. 6). Mit der Verlagerung industrieller Aktivitaten und der Entstehung eines militarisch-industriellen Komplexes (military-industrial complex) wurde der Sunbelt und insbesondere Los Angeles nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu einem dritten Wachstumszentrum der US-amerikanischen

politischen O¨ konomie (Ethington und Levitus 2009, S. 162).

Schon zu Anbeginn des Nationenbildungsprozesses im spaten 18. Jahrhundert war die o¨ffentliche Wahrnehmung der Stadt ambivalent. Zum einen galten Stadte seit dem Zeitalter der Aufklarung als Orte des Kosmopolitismus, des Austausches zwischen dem Fremden und dem Eigenen und als Keimzellen einer entstehenden demokratischen O¨ ffentlichkeit. Bis heute ist jedoch Thomas Jeffersons Skepsis

gegenuber der Stadt als Brutstatte gesellschaftlicher Ungleichheit, aristokratischer Dekadenz und politischer Tyrannei nicht verklungen (Lieberman 2009, S. 17). Dies auch, weil Stadte im Laufe des 19. Jahrhunderts als Ballungszentren der Industrialisierung zu Schmelztiegeln wachsender sozialer Ungleichheiten und Konflikte wurden. Nach 1830 nahm die Stadtbevo¨lkerung und die Zahl von Großstadten in den Vereinigten Staaten rapide zu: Bis 1860 existierten acht Stadte mit einer Bevo¨lkerungszahl von uber 100.000 Einwohnern, bis 1910 dann funfzig. In Boston wuchs die Einwohnerzahl von 1820 bis 1900 von 43.000 auf 748.000, in Philadelphia sprang sie von 64.000 auf 1,8 Mio und in New York, der Stadt, die am rasantesten wuchs, von 137.000 auf 5,6 Mio (siehe Cullingworth 1997, S. 22). Diese demographische, wirtschaftliche und territoriale Ausdehnung US-amerikanischer Stadte, die mit dem Ende des 19. Jahrhunderts und dem Bau fur Teile der Bevo¨lkerung erschwinglicher Straßenbahnen bereits Suburbanisierungstendenzen des Folgejahrhunderts vorwegnahm, rief Kritiker und Visionare auf den Plan, die gleichermaßen die sozialen und o¨kologischen Konsequenzen ungebremster Industrialisierung infrage stellten und neue politische Steuerungsmo¨ glichkeiten zur stadtregionalen Planung forderten.

Heute befinden wir uns in einer ahnlichen Situation. Das Wachstum stadtischer Zentren uber existierende Gerichtsbarkeiten, fragmentierte politische Prozesse und die Zwiegespaltenheit gegenuber der gesellschaftlichen Rolle der Stadt in den Vereinigten Staaten geho¨ren keineswegs der Vergangenheit an. Angesichts wachsender urbaner Ballungsraume sprechen einige Stadtforscher heute von globalen Stadtregionen (global city-regions) – ein Begriff, der oftmals Synonym mit dem Term der ‚Metropolregion' und auch nicht immer in klarer Abgrenzung zum Konzept der globalen Stadt Gebrauch findet. Stadtforscher sehen in diesen Stadtregionen die neuen o¨ konomischen, politischen und territorialen Knotenpunkte der Globalisierung (z. B. Scott et al. 2001, S. 11). Trotz gewisser Kontinuitaten in der Stadtentwicklung nehmen Urbanisierungsprozesse heute jedoch eine neue Qualitat ein. Drei Entwicklungen sind mit Blick auf die Entstehung gegenwartiger globaler Stadtregionen besonders hervorzuheben: (1) die bereits angedeutete o¨konomische Restrukturierung seit den 1970er Jahren; (2) die damit einhergehende Relativierung nationalstaatlicher Kompetenzen zugunsten der politischen Bedeutung von Stadten und Regionen; und (3) die territoriale Ausdehnung urbaner Agglomerationen angesichts anhaltender, jedoch qualitativ neuer Suburbanisierungsdynamiken.

O¨ konomische Restrukturierungsprozesse haben seit den 1970er Jahren zu einer Neuausrichtung urbaner und regionaler Wirtschaftsstrukturen gefuhrt. Wahrend bereits Prasident Carter Programme zur Inflationsbekampfung initiierte, „revolutonierte“ vor allem Ronald Reagan das Verhaltnis zwischen Staat und Markt – und damit die o¨konomische Geographie US-amerikanischer Stadte und Regionen. Neben antiinflationaren Austeritatsprogrammen und Steuersenkungen wirkte sich, indirekter, vor allem die Verknappung der Geldmenge und ein deshalb explodierendes Zinsniveau (Volcker shock) auf die wirtschaftliche Geographie der USA aus. Eine daraus resultierende Aufwertung des US-Dollars (USD) um 55 % von 1979 bis 1984 verringerte die internationale Wettbewerbsfahigkeit der verarbeitenden Industrie und begunstigte damit die Ausverlagerung von Produktionsprozessen (Offshoring). Waren die Vereinigten Staaten 1970 noch weltweit fuhrender Exporteur von Industriegutern, kehrte sich die Handelsbilanz im Jahre 1983 um, ein Trend der sich bis heute deutlich verstarkt hat. Zugleich wurde der wenig gewerkschaftlich organisierte Dienstleistungssektor ausgebaut. In der Zeit von 1979 bis 1985, in dem die verarbeitende Industrie um 10 % schrumpfte (von 21 Mio auf 18,9 Mio), stieg die Zahl von Angestellten im Dienstleistungssektor um 7,8 Mio (Sassen 1990, S. 467). Dies fuhrte in den Stadten des Nordostens und des Mittleren Westens zu beschleunigten Deindustrialisierungsprozessen bei einem gleichzeitigen Wachstum der Finanz-, Versicherungs- und Immobilienindustrien (FIRE), der unternehmensbezogenen Dienstleistungen (business services) und der Tourismusindustrien. In New York City schrumpfte die Zahl der Industriearbeitsplatze von einer Million im Jahr 1950 auf nur noch etwa ein Viertel im Jahr 1995. Zugleich wurden in Manhattan allein zwischen 1948 und 1978 282 neue Burogebaude mit einer Nutzflache von knapp 134 Mio Quadratmeter errichtet (Wagner 1980, S. 84). Infolge einer unternehmensfreundlichen Stadtpolitik avancierte New York City zum Finanzzentrum der USA, weshalb trotz hoher Abwanderungsquoten das o¨konomische Potenzial der Stadtregion vor allem im tertiaren, wissensintensiven Sektor gesehen wird. Auch Chicago, historischer Kern des manufacturing belt, durchlief massive Restrukturierungsprozesse. Trotz der gunstigen Lage der Stadtregion innerhalb der Einzelstaatgrenzen Illinois – welche politischen Entscheidungstragern den burokratischen Mehraufwand sich uberschneidender Gerichtsbarkeiten und Zustandigkeiten ersparte – waren Deindustrialisierungsprozesse fur die Bevo¨lkerung genauso schmerzhaft wie in New York. Auch hier wuchs sich der Niedergang fordistischer industrieller Aktivitat zu einer Krise der Stadt aus, von der sich Chicago allerdings bis in die Mitte der 1990er nicht erholen konnte.

Neben dem Ausbau des Dienstleistungssektors (tertiarization) haben Globalisierungsprozesse zweitens, insbesondere in der zweiten Halfte des 20. Jahrhunderts, zu einer Verschiebung politischer Zustandigkeiten und Handlungsmo¨glichkeiten gefuhrt. Die vormals nationalstaatlich gebundelte politische Macht wurde in gewissen Bereichen dezentralisiert, teils entstaatlicht und auf Institutionen und Akteure auf lokaler, regionaler – und globaler – Ebene neuverteilt (Jessop 2000). Stadte und Stadtregionen sind in diesem Kontext zu strategischen Orten im Kontext globaler Verflechtungen neuen Ausmaßes geworden: Guter-, Informations- und Kapitalstro¨me werden in ihnen hergestellt und koordiniert. Die Schaltzentralen des Finanzkapitalismus befinden sich den gangigen Definitionen zufolge in Stadten wie Tokyo, London und Frankfurt – und, in den USA, in New York City, Los Angeles und Chicago. John Friedmann und Goetz Wolff sprachen in den fruhen 1980er Jahren noch von Weltstadten (world cities) als Zentren des Finanzkapitals, in denen sich Banken, Finanzindustrien, Verwaltungshauptquartiere und Investitionsstandorte fur den Immobilienmarkt boten (Friedmann und Wolff 1982). Systematischer erschloss Friedmann dann die Verbindung zwischen Urbanisierungs- und Globalisierungsprozessen mit seiner Weltstadthypothese und der Annahme, strukturelle Veranderungen in Weltstadten seien Konsequenz einer neuen internationalen Arbeitsteilung, in der Stadte als Knotenpunkte (basing points) zur raumlichen Organisierung internationaler Markte dienten (1986). Fur Saskia Sassen, die die globale Stadtforschung mit ihren Konzepten wie keine andere gepragt hat, sind globale Stadte „moderne Molekule“ der Wirtschaftsglobalisierung, in denen die Strukturen der Weltwirtschaft notwendigerweise verankert sind. Je globalisierter die Wirtschaft, so eine der Schlusselthesen Sassens, desto ho¨her auch die Agglomeration zentraler Funktionen in einer relativ uberschaubaren Anzahl von Orten, den global cities (Sassen 1991). Globale Stadte sind damit mehr als nur Ballungsraume von Finanz- und unternehmensbezogenen Dienstleistungszentren, von Geschafts- und Freizeittourismus, von kulturellen und kreativen Industrien: Sie vereinen in raumlicher Nahe mit den Regierungsinstitutionen, internationalen Agenturen und Hauptquartieren großer Privatunternehmen außerdem die zentralen Kommando- und Kontrollfunktionen des Finanzkapitalismus.

Schließlich kam es parallel zur Bundelung tertiarer Beschaftigungsfelder in den global cities Nordamerikas auch zur territorialen Ausdehnung urbaner Agglomerationen (sprawl). Dieser Prozess setzte schon Ende des 19. Jahrhunderts ein, als stadtische Eliten die industrialisierten Innenstadte auf der Suche nach ihrem landlichen Idyll verließen – und die Kommerzialisierung der Straßenbahn einer etwas gro¨ßeren Bevo¨lkerungsgruppe diesen Luxus gewahrte. Aufgrund von Innovationen im Transport, der Stadtflucht weißer Mittelschichten und einem suburbanen Lebensstil der Nachkriegsara, dehnte sich das stadtische Einzugsgebiet dann weit uber existierende administrative Grenzen der Stadt aus (Jackson 1985). Die Massenproduktion und Erschwinglichkeit des Autos im fordistischen Zeitalter und der Ausbau von Highways, beispielsweise unter Robert Moses in New York City, ermo¨glichte ho¨heren (weißen) Einkommensschichten den Wegzug aus der Innenstadt (white flight), welche insbesondere nach den blutigen Protestaktionen der spaten 1960er und fruhen 1970er Jahre im politischen Mainstream als symbolischer Krisenherd der US-amerikanischen Gesellschaft betrachtet wurde. Zudem lockten seit Ende des Weltkriegs massenproduzierte suburbane Siedlungen, die fur vermo¨ gende Familien einen landlichen Lebenswandel mit den Bequemlichkeiten eines Einfamilienhauses und Gartengrundstucks verbanden. Als Symbol dieser suburbanen Utopie der (weißen) Mittelschichten gilt das wohl bekannteste und gro¨ßte, von 1947 bis 1951 entstandene Levittown im Nassau County, New York, auf Long Island. In diesen suburbanen Kontexten haben sich seither multifunktionale, nahezu eigenstandige Stadtgebiete entwickelt, sogenannte edge cities (Garreau 1991), die Wohn-, Handels- und Buroflachen miteinander vereinen und dennoch raumlich funktionsspezialisiert sind und keine urbane Identitat im herko¨ mmlichen Sinne ausgebildet haben. Ferner werden jene Randstadte – von denen es Ende 1990er Jahre entlang von Autobahnkreuzen und Transportkorridoren allein im Metropolraum New York City siebzehn gab (Benjamin und Richard 2001) – zumeist privat geplant, vermarktet und verwaltet, was die ohnehin schon komplexe Steuerung metropolregionaler Entwicklungen weiter erschwert hat.

Ergebnis dieser o¨ konomischen, politischen und demographischen Entwicklungen sind riesige globale Stadtregionen, die herko¨mmliche Gerichtsbarkeiten und Zustandigkeiten uberschreiten. Die Stadtregion New York-Newark ist mit 18.351.295 Einwohnern nach wie vor die bevo¨lkerungsreichste urbane Gegend der USA, gefolgt von Los Angeles-Long Beach-Anaheim (12.150.996) und der Metropolregion Chicago (8.608.208; Census 2012a). Zahlt man im Falle New York Citys neben dem Kerngebiet in den Staaten New York und New Jersey auch die Einzugsgebiet im Nordosten Pennsylvanias und Connecticuts hinzu, variiert die Bevo¨lkerungszahl je nach Definition sogar zwischen 19,8 Mio (metropolitan statistical area; Census 2012b) und 23,4 Mio (combined statistical area; Census 2012c).

Die Stadtregion Los Angeles nimmt im Kontext der USA eine Sonderstellung ein, weshalb sie, insbesondere von Stadtforschern der sogenannten Los Angeles School, zumeist im Kontrast zu den urbanen Agglomerationen des Nordostens analysiert worden ist (z. B. Davis 1990; Soja 1996; Dear 2002). Los Angeles hat Chicago als zweitgro¨ ßte Stadt bei der Bevo¨lkerungszahlung von 1960 uberholt; seither hat sich an dieser Reihenfolge nichts geandert. Dies nicht zuletzt, weil Los Angeles in der Nachkriegszeit zum Wachstumszentrum neuer Militar- und Informationstechnologien avancierte. Los Angeles galt lange Zeit sowohl als pulsierendes Herz dieser neuen politischen O¨ konomie als auch als die Stadt, die Suburbanisierung wie keine andere Stadt ins Extreme trieb. Insbesondere in der Zeit zwischen 1960 und 1990 profitierte Los Angeles von der gunstigen Lage am Pazifik und damit sowohl vom Wachstum im transpazifischen Handel angesichts der Verlagerung von Industriearbeit nach Asien – Los Angeles/Long Beach ist der gro¨ ßte und bedeutendste Hafenkomplex des nordamerikanischen Kontinents – und Militarinvestitionen des Pentagons, die unmittelbar zum Ausbau der High-tech-, Computer- und Luftfahrtindustrien beitrugen (Erie 2004). In der im Vergleich zu Chicago und New York deutlich spateren Entstehung von Los Angeles unter vo¨llig verschiedenen technologischen Voraussetzungen liegt auch der Grund fur eine stadtregionale Geographie, die mit ihrer territorialen Ausdehnung und raumfunktionalen Ausdifferenzierung von vielen Autoren als das Paradebeispiel einer postmodernen Megalopolis interpretiert worden ist (z. B. Dear 2000). Die horizontale Expansion der Stadt – ihre mosaikartige Versprengung uber ein ausgedehntes Territorium, in das uber 140 Stadte inkorporiert worden sind (Abu-Lughod 1999, S. 359) – galt vielen als materieller Ausdruck sowohl eines neuartigen gesellschaftlichen Pluralismus als auch der Zersplitterung moderner Identitaten und Narrative. Die territoriale Ausdehnung urbaner Gebiete im Kontext einer globalisierten Wirtschaft hat mit den globalen Stadtregionen zu einer neuen gesellschaftlichen Realitat gefuhrt. Allein in New York City, Los Angeles und Chicago lebten zu Beginn dieses Jahrzehnts knapp zehn Prozent der gesamten US-amerikanischen Bevo¨lkerung (29,1 Mio. von 308,7 Mio. Menschen; Census 2012a). Heutige Urbanisierungsprozesse haben den Maßstab der Stadt uberschritten und sind nur regional begreifbar: In diesen globalen Stadtregionen sind die administrativen Grenzen der Stadt nicht mehr deckungsgleich mit deren o¨ konomischen und politischen Grenzen (Sassen 2001, S. 91; Soja 2011, S. 679). Dort bundeln sich die Guter- und Kapitelstro¨me und die entscheidenden Institutionen der Wirtschaft und Politik. Dort verdichten sich die Gesellschaftsprobleme der Gegenwart. Neue Ungleichheiten materialisieren sich in segregierten Stadtteilen; Umweltverschmutzung ist in großen Teilen Konsequenz des urbanen Lebenswandels – und soll dort am effektivsten bekampft werden (z. B. Glaeser 2011). Die Ausbildung globaler Stadtregionen als Knotenpunkte der Globalisierung ging jedoch einher mit einer Relativierung politischer Zustandigkeiten und Kompetenzen, nicht mit deren stadtregionaler Konsolidierung. Herko¨mmliche Steuerungsinstrumente und Institutionen der Stadt- und Regionalplanung scheinen den sozialen und o¨kologischen Herausforderungen der Globalisierung deshalb nur bedingt gewachsen. Auch in der Gegenwart werden – wie im fruhen 20. Jahrhundert – Forderungen nach einer adaquaten Politik laut, um die Gegensatze zwischen gesellschaftlicher und politischer Realitat zu uberbrucken. Dies umso mehr als es mit der Ruckkehr zum Markt seit den spaten 1970er Jahren zu einer erneuten Verscharfung o¨ konomischer Ungleichheiten und o¨kologischer Folgekosten gekommen ist.

 
< Zurück   INHALT   Weiter >