< Zurück   INHALT   Weiter >

2 Das Forschungsprojekt

Das Projekt wird seit Mai 2013 im Auftrag des Ministeriums des Innern des Landes Brandenburg am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e.V. (Universität Potsdam) durchgeführt. [1] Grundlage der Untersuchung ist die Auswertung von Prozessund Ermittlungsunterlagen sowie begleitende Recherchen und Interviews. Begleitet wird das Forschungsprojekt von einem Expertenarbeitskreis, in dem die einzelnen Fälle bzw. Fallanalysen regelmäßig diskutiert werden. Neben den Projektmitarbeitern nehmen an diesem Arbeitskreis Vertreterinnen und Vertreter aller bei diesem Thema relevanten zivilgesellschaftlichen Akteure und staatlichen Institutionen teil[2]. Dieser Arbeitskreis hat eine beratende Funktion. Entscheidungen über Methodik und Ergebnisse des Forschungsprojekts werden von den Mitarbeitern des Moses Mendelssohn Zentrums verantwortet.

Mit dem Forschungsprojekt werden insbesondere folgende Ziele verfolgt:

• Sichtung, Dokumentation und Bewertung der 33 Fälle (insbesondere der 24 Fälle, die noch nicht in der offiziellen Statistik erfasst sind);

• Erklärung der unterschiedlichen Einschätzungen;

• Empfehlungen zur polizeilichen und justiziellen Praxis, insbesondere zu den PMK-Kriterien.

Im Weiteren soll zunächst die Entwicklung der statistischen Erfassung politisch motivierter Kriminalität von 1959 bis heute in ihren Grundzügen dargestellt werden. Obwohl die polizeilichen Erfassungssysteme seit Anfang der 1990er Jahre weiterentwickelt wurden und die seit 2001 zugrunde liegende Definition sehr umfassend ist, bleibt die Erfassung rechtsmotivierter Gewalt doch mit erheblichen Problemen verbunden. Dies soll dann anhand einiger Fallbeispiele aus unserem Forschungsprojekt verdeutlicht werden.

  • [1] Das Team besteht aus Dr. Christoph Kopke (Leitung), Gebhard Schultz (Dipl.-Pol.), Dorina Feldmann (stud. Mit.). Beratend wirkt Priv. Doz. Dr. Gideon Botsch mit. ( mmz-potsdam.de)
  • [2] Ministerium des Innern und für Kommunales, Landeskriminalamt; Fachhochschule der Polizei; Generalstaatsanwaltschaft; Integrationsbeauftragte des Landes; Demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung; Opferperspektive e.V.; Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit; Amadeu Antonio Stiftung.
 
< Zurück   INHALT   Weiter >