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6.1.7 Öffnung – Neugier

Nach der Beendigung der Trauer kommt es zu einer Neuorientierung und der Erkenntnis, dass andere Wege beschritten werden. Es wird mit Offenheit auf die Ziele des Wandels zugegangen und an der Umsetzung gearbeitet. Es kann zu Rückschritten im Veränderungsprozess kommen, aus denen Einsichten gewonnen werden. Die Energie im System nimmt wieder zu und das Leistungsniveau steigt über das Ausgangniveau an.

Da in dieser Phase das Neue von den Organisationsmitgliedern ausprobiert wird, ist Fehlertoleranz sehr wichtig, um den Fortschritt in Richtung Integration zu fördern. Die Kommunikation mit den MitarbeiterInnen ist zu pflegen bzw. abzustim-

men und Reflexionsschleifen sind einzurichten. Mit den Erfolgserlebnissen steigt die Leistungsfähigkeit wieder und die Beteiligten nehmen die Neuerungen an.

Hilfe und Unterstützung für konkrete Maßnahmen können nach der Verarbeitung der Trauer am besten genutzt werden. Ist die Sicht auf die Realität klar, kann wieder Handlungsfähigkeit erreicht werden und es gelingt, die Weichen für das weitere Vorgehen in der Zukunft zu stellen.

Um eine Versöhnung, Öffnung für Neues und einen Auftakt zum Weitergehen bei den Organisationsmitgliedern zu schaffen, ist es wichtig, die Geschichte des Unternehmens und die bisherige Arbeitsweise als einen Schritt am Weg der Entwicklung zu kommunizieren und erlebbar zu machen. Das Vergangene war notwendig, um an den Punkt der Veränderung zu kommen, an dem es ab dann weitergeht. Durch eine solche Vorgehensweise kann eine entsprechende Würdigung erfolgen. Freude und Neugier sind dann durch die Führungskräfte auch noch weiter zu stärken. Überwiegt eine Glorifizierung des Veränderungsergebnisses ist allerdings gegenzusteuern, da ein Konflikt mit bewahrenden Kräften entstehen könnte.

Als Erfolgsfaktor für Veränderungsprozesse sieht Doppler die Beunruhigung im System erst dann zurückzufahren, wenn Energie und Aufbruch begonnen haben. Bemühungen nach Gleichgewicht und Ruhe in der Organisation sind von den Führungskräften mit Aktivität zu begegnen. Es ist ein menschliches Bedürfnis Klarheit, geordnete Abläufe und Verhältnisse zu erzeugen. Hier haben Führungskräfte einzuschreiten, da nur Angst oder Lust eine Bewegung der Menschen ansteuern.

6.1.8 Integration – Selbstvertrauen

Als letzte Phase beschreibt Roth das Einbinden und Sammeln von positiven Erfahrungen mit den neuen Prozessen und Vorgehensweisen. Die ChangeBeteiligten bauen Selbstvertrauen auf und die Energie sowie das Leistungsniveau steigen über das Ausgangsniveau an.

Die Veränderung hat in den Arbeitsalltag der MitarbeiterInnen Eingang gefunden und ist zur neuen Normalität geworden, mit der die MitarbeiterInnen in gelöster Stimmung und Ruhe arbeiten.

Die Veränderungen sind somit akzeptiert und es sollte die Dokumentation der Lessons Learned gesichert werden. Das Feiern der Erfolge zählt nun ebenso zur Führungsarbeit.

 
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