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5.3 Ermittlungsschritte im Rahmen der funktionalen Unternehmensbewertung

Unabhängig davon, welcher Unternehmenswert in Anbetracht des verfolgten Zwecks (Entscheidung, Vermittlung, Argumentation) ermittelt wird, kann der Prozeß der Unternehmensbewertung (i. w. S.) in drei Schritte unterteilt werden (vgl. Hering 2014, S. 4; Matschke und Brösel 2013, S. 165–179). Nur wenn bei diesen Schritten von der jeweiligen Funktion der Unternehmensbewertung ausgegangen wird, lassen sich Verfahrensregeln zur Bewertung sinnvoll ableiten.

Bezogen auf die Ermittlung des Entscheidungswerts sind dies die folgenden Schritte:

Schritt 1: Ermittlung der relevanten Daten, d. h. Analyse der Ziele und des Entscheidungsfeldes sowie Abgrenzung und Quantifizierung der relevanten Zukunftserfolge aus Sicht des Entscheidungssubjekts, Schritt 2: Transformation der ermittelten Daten in den gesuchten Entscheidungswert (Bewertung i. e. S.), d. h. Ermittlung von Basis- und Bewertungsprogramm für das Bewertungssubjekt sowie

Schritt 3: Verwendung des ermittelten Entscheidungswertes a) zur Abwägung von (subjektivem) Wert und (objektivem) Preis im Rahmen der Entscheidungsfunktion, b) als Basiswert zur Ermittlung des Arbitriumwertes im Rahmen der Vermittlungsfunktion und/oder c) als Basiswert zur Ermittlung von Argumentationswerten im Rahmen der Argumentationsfunktion.

5.4 Ermittlung eindimensionaler Entscheidungswerte in Konfliktsituationen vom Typ des Kaufs/Verkaufs

Im Vergleich zum allgemeinen Modell ist die nachfolgende Betrachtung in mehrerer Hinsicht speziell. Denn sie bezieht sich auf eine limitierte, unverbundene sowie nicht dominierte eindimensionale Konfliktsituation vom Typ des Kaufs/Verkaufs mit dem Barpreis als dem einzigen konfliktlösungsrelevanten Sachverhalt. Außerdem interessieren sich die Konfliktparteien ausschließlich für finanzielle Vorteile in Form von prognostizierten Zahlungsüberschüssen, die für Konsumzwecke entnommen werden. Ihr Entscheidungsfeld konkretisiert sich in Aktivitäten, die das zu bewertende Unternehmen, dessen Zukunftserfolge sowie weitere Finanzierungs- und Investitionsmöglichkeiten betreffen. Die Konfliktparteien agieren dabei auf unvollkommenen Kapitalmärkten, so daß die Handlungskonditionen für Kapitalanlage- und Kapitalaufnahmen individuell verschieden sind. Zugleich besteht für die Konfliktparteien ein Insolvenzrisiko, so daß sie ihre jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherstellen müssen.

 
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