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3 Technische Anforderungen

Die Schlüsselfrage ist nicht, ob Internet-Technologie eingesetzt werden soll, denn Firmen haben dabei keine Wahl, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. Die Frage ist vielmehr, wie der Einsatz erfolgen soll. Internet-Technologie eröffnet Unternehmen bessere Möglichkeiten, sich ausgeprägt strategisch zu positionieren als vorhergegangene Generationen von Informationstechnologie. Der Wettbewerbsvorteil entsteht dabei durch den ergänzenden Einsatz des Internets zu herkömmlichen operativen Tätigkeiten.

Technische Anforderungen variieren je nach Komplexität des Webauftritts. Dabei unterscheidet man zwischen den folgenden Komplexitätsgraden „basic“, „dynamic“ und „transactional“. „Basic Websites“ enthalten Informationen in HTML/ XHTML-Textform enthalten, dazu einige unterstützende Abbildungen und Downloads. „Dynamic Websites“ speichern ihren Content in Datenbanken und zeigen ihn entsprechend den Anforderungen des Besuchers dynamisch an. Dabei publizieren sie große Mengen an Information, News oder Foreneinträgen in ähnlicher Aufmachung. „Transactional Websites“ verwenden das Internet, um Geschäftstätigkeiten zu erleichtern und Umsatz zu generieren.

Die Frage der technischen Implementierung ist eng verbunden mit der grundsätzlichen Frage ihrer Verträglichkeit mit dem technischen Umfeld. Denn Kompatibilität ist der Garant für Barrierefreiheit eines globalen Webauftrittes.

3.1 Verträglichkeit im Anzeigeverhalten

Eine der größten Herausforderungen für die Programmierung von Webseiten ist es, ihre korrekte Anzeige mit verschiedenen Web-Browsern zu gewährleisten. Die Logik der HTML-Interpretation variiert zwischen den einzelnen Anbietern, was zu potentiell gegensätzlicher Interpretierung des Quellcodes einer Website führt. Benutzer verwenden nun einmal unterschiedliche Web-Browser, um im Internet zu surfen und Webseiten anzuzeigen. Diese Browser besitzen grundlegende Navigationsfunktionen. Dazu gehören das Öffnen einer URL zum direkten Zugriff auf eine Webseite genauso wie eine bidirektionale Zurückverfolgungsmöglichkeit mittels Weiter- und Zurück-Taste. Wahllosen Zugriff auf zuvor besuchte Seiten erlaubt der Verlauf. Lesezeichen und Favoriten ermöglichen Benutzern das Abspeichern einer Lokation für künftige Referenz.

Essentiell zum korrekten Anzeigen einer Webseite ist ihre Kompatibilität mit den führenden Web-Browsern: Microsoft Internet Explorer, Google Chrome, Mozilla Firefox (Mozilla Suite, Gecko, Netscape), Apple Safari und Opera (Opera Mini).

Gültiger Source Code ist eine Grundvoraussetzung zur Vermeidung von Problemen im Zusammenhang mit Compatibility, Accessibility und Data Exchange. Dabei hilft eine Kodierung und Code-Validierung nach den sogenannten W3CStandards des World Wide Web Consortiums. Die Verwendung der ebenso von W3C empfohlenen Cascading Style Sheets (CSS) erlaubt es, die Präsentationseigenschaften einer Webseite von ihrem Content zu trennen. Dadurch erleichtern sie das Unterstützen einer Vielzahl von Geräten, die Benutzer zum Anzeigen von Webseiten verwenden.

Eine weitere Variable, die sich dem Einfluss des Betreibers einer Webseite entzieht, ist das Betriebssystem. Benutzer verwenden eine schier endlose Kombination von Monitoren, Computern und Betriebssystemen, sei es eine Microsoft WindowsPlattform, eine Apple Macintosh-Entwicklung, ein UNIX-Derivat oder ein anderes Operating System wie Microsoft Windows und das bei Smartphones und TabletPCs dominierende Apple iOS sowie Google Android.

Um das größtmögliche Publikum zu erreichen, werden Webseiten mittlerweile auf Kompatibilität mit verschiedensten Browsern, Betriebssystemen und Hardwareplattformen getestet. Genauste Prüfung erfordert auch ein weiterer Bereich, das Gewährleisten von lückenloser Sicherheit, der Web-Security.

 
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