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7.2 Einzelfallstudie: Unternehmensportrait, Anlass und Implementierung des WerteManagementSystemsZfW

Die Einzelfallstudie wurde in einem Unternehmen durchgeführt (nachfolgend abgekürzt als EFS, siehe Anlage 2) das sich zu den Standards des Zentrums für Wirtschaftsethik bekennt und das unternehmensethische Konzept „WerteManagementSystemZfW“ eingeführt hat. Nachfolgend wird das Unternehmen zunächst im Rahmen eines Kurzportraits[1] vorgestellt (vgl. 7.2.1) und danach der Anlass zur Einführung des WMS genauer dargestellt (vgl. 7.2.2). Um die Einführung des WMS nachzuvollziehen, folgt die Darstellung der Implementierungsschritte (vgl. 7.2.3) und –methoden (vgl. 7.2.4).

7.2.1 Kurzportrait der Unternehmensfallstudie (EFS)

Das Unternehmen der Einzelfallstudie EFS ist ein Unternehmen mit einer Konzernstruktur. Es ist geprägt durch eine große Niederlassung am Ort des Stammsitzes sowie durch Aktivitäten zahlreicher Tochtergesellschaften im In- und Ausland (vgl. D 3.1: 169f). Das Unternehmen differenziert sich in strategische Geschäftsbereiche, die jeweils einem Vorstandsmitglied zugeordnet sind. Als Grundlage der Geschäftsentwicklung hat das Unternehmen umfassende Investitionen als strategisches Ziel in seine langfristige Zielplanung aufgenommen. Die Investitionen umfassen sowohl Modernisierungsals auch Neubautätigkeiten (vgl. D 3.1: 50). Im Rahmen einer Risikoanalyse wurden die hohen Investitionssummen im Aus- und Neubau sowie die Aktivitäten im Ausland als Risikobereiche für dolose Handlungen identifiziert. Das WMS wurde als Präventions- und Schutzmaßnahme für Unternehmen und Mitarbeiter eingeführt (vgl. D 1.13: 5, D 1.6: 2) und als Ergänzung zum Compliance System konzipiert. Compliance wie WMS werden zum Zeitpunkt der Fallstudie von Managern verantwortet, die direkt einem Vorstand unterstellt sind. Das Compliance System ist auf die „Sicherstellung und Gewährleistung der Rechtskonformität“ (D 2.1: 14) ausgerichtet, während das WMS „unternehmensethische Grundhaltungen und Werte-Erklärungen“ (D 2.1: 18) umfasst. In direktem Zusammenhang mit der Entscheidung zur Einführung und Ausgestaltung des WMS bei EFS ist der situative Kontext im Unternehmen zu sehen. Zur Einordnung wird nachfolgend zunächst dieser Kontext dargestellt, bevor die Implementation des WMS bei EFS nachvollzogen wird.

  • [1] Aus Gründen der Anonymität wird auf eine ausführliche Darstellung des Unternehmens nachfolgend verzichtet. Es werden nachfolgend nur die unternehmensspezifischen Bereiche beschrieben, die zum Verständnis von Rahmenbedingungen und Effekten der WMS Implementierung notwendig sind.
 
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