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2 Arbeitsweisen der Jugendwohlfahrt in Tirol

Das primäre Ziel der Jugendwohlfahrt ist die Gewährleistung und Sicherstellung des Kindeswohls9. Zur Erreichung dieses Ziels muss aus verschiedenen Methoden eine gewählt werden, wobei dabei nur das gelindeste Mittel verwendet und so wenig wie möglich in das Familienleben eingegriffen werden darf.10

In dieser Arbeit wird nicht auf alle existenten Arbeitsweisen der Jugendwohlfahrt eingegangen. Es werden aber sehr wohl jene genauer beschrieben, welche für das zentrale Thema der Masterarbeit, die Fremdunterbringung von Minderjährigen, relevant sind.

Die Arbeitsweisen der Jugendwohlfahrt unterscheiden sich in geringem Maße von Bezirk zu Bezirk in Tirol. Aus beruflicher Erfahrung können immer wieder verschiedene, aber dennoch sehr ähnliche Herangehensweisen an bestimmte Aufgaben beobachtet werden. Ein wesentlicher Grund hierfür ist das Jugendwohlfahrtsgesetz, welches einen gesetzlichen Rahmen für die Arbeit der Jugendwohlfahrt vorgibt.

Nachfolgender Abschnitt fasst die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen prägnant zusammen und gibt somit gleichzeitig Einblick in die verschiedenen Aufgabenbereiche der Jugendwohlfahrt.

Das Jugendwohlfahrtsgesetz wurde während der Fertigstellung dieser Masterarbeit einer Änderung unterzogen, auf welche nicht eingegangen wurde, da Endgestaltung der Masterarbeit und Gesetzesänderung sehr zeitnah waren. Folgende Ausführungen beziehen sich daher auf, zur Zeit der Entstehung der Masterarbeit, aktuelle Gesetzesgrundlagen.

2.1 Gesetzliche Grundlagen

Die Aufgaben der Jugendwohlfahrt in Tirol sind gesetzlich festgelegt und geregelt. Dabei gilt es zu beachten, dass das Jugendwohlfahrtsgesetz (JWG) von 1989 als Bundesgesetz für ganz Österreich gilt und jedes Bundesland unter Beachtung des Bundesgesetzes ein detailliertes Landesgesetz entwickelte. Dieses dient als Ausführungsgesetz und darf in seinen Bestimmungen dem Bundesgesetz nicht widersprechen. Das Tiroler Jugendwohlfahrtsgesetz 2002 (TJWG 2002) wurde am 9. April 2002 wieder verlautbart und seitdem immer wieder modifiziert und adaptiert.

Im Folgenden wird auf die gesetzlich festgelegten allgemeinen Aufgaben der Jugendwohlfahrt, sowie im weiteren Verlauf explizit auf die rechtlichen Aspekte der Unterstützung der Erziehung eingegangen. Dabei wird vor allem das Tiroler Jugendwohlfahrtsgesetz und nicht das Bundesgesetz als Grundlage verwendet, da dieses detaillierter und ausführlicher Auskunft gibt über die Bestimmungen für die Arbeit der Jugendwohlfahrt in Tirol.

 
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